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Hit The Rock
Krissy Matthews
Hit The Rock, Rock The Earth, 2011
Krissy MatthewsGuitar, Harmonica, Percussion & Vocals
Keith MatthewsBass
Miikey Dean SmithDrums & Percussion
Charlie CoombesKeyboards
Haylee Dean SmithBacking Vocals
Oli WhitworthBacking Vocals
Produziert von: Krissy Matthews Länge: 60 Min 22 Sek Medium: CD
01. Feeling For The Blues08. Hit The Rock 'N' Roll Car
02. Sweet Loving09. Too Much
03. Tell Me10. You Can't Always Get What You Want
04. Mystery Train11. All Night Long
05. Time Machine12. Second Class Zone
06. When Times Were Hard13. Back On The Road
07. Images

Wie viele so genannte “Wunderkinder“ halten nicht die hohen, in sie gesteckten Erwartungen, verglühen sternschnuppengleich oder enden als ewiges Talent im Mittelmaß? Gerade im Blues Rock (eigentlich in dieser Hinsicht nur noch übertroffen vom Brit Pop) werden oft neue Hoffnungen gefeiert, die bald auf der mittleren Spur dahindümpeln. Bei KRISSY MATTHEWS könnte die Geschichte gut ausgehen. Er, der bereits mit 12 Jahren mit JOHN MAYALL & THE BLUESBREAKERS beim norwegischen Notodden Blues Festival für offene Münder sorgte, hat mittlerweile, soeben 19 Jahre alt geworden, mit “Hit The Rock“ bereits sein viertes Album im Kasten und seinen Vater am Bass mit in der Band. Krissy hält definitiv die Fahne des Brit Blues Rock hoch, sind seine Einflüsse doch bei RORY GALLAGHER, insbesondere zu seiner Zeit bei TASTE, ERIC CLAPTON oder auch PETER GREEN (Images) zu finden.

Gleichzeitig ist er alles andere als ein einseitiger Purist, lässt er doch auch klassische Rockeinflüsse mitschwingen (Sweet Loving inklusive Drumsolo oder Tell Me) oder begibt sich kurz auf Country- und Rockabilly-Pfade (Mystery Train). Natürlich darf auch die eine oder andere Hommage an den Meister aller Gitarrenklassen, JIMI HENDRIX nicht fehlen (Time Machine). Nun soll aber nicht der Eindruck entstehen, als sei MATTHEWS nur ein Zitatensammler, vielmehr soll dies darstellen, wie vielfältig die Einflüsse sind, aus der er letztlich sein eigenes Süppchen kocht, das zusehends mehr Geschmack entfaltet. Dabei kann es dann auch gerne etwas rau und scharfkantig zugehen (Feeling For The Blues).

Insgesamt erhärtet sich das Gefühl, dass hier ein richtig Guter am Werk ist, aus dem ein Erstklassiger werden kann, wenn er weiter seine Linie verfolgt und aus gehaltvollen Quellen etwas Eigenständiges erschaffen kann. Dann muss er auch nicht mehr auf solch eher schlappe Coverversionen wie You Can’t Always Get What You Want zurückgreifen – der einzige kleine Durchhänger des ansonsten erfreulich runden Albums. Also – gebt der Jugend eine Chance – sie hat es sich, insbesondere in Person von KRISSY MATTHEWS redlich verdient

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 09.06.2011