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Debt Of Aeons
King Goat
Debt Of Aeons, Aural Music, 2018
TrimGesang
Petros S.Gitarre
Joe P.Gitarre
Reza G.Bass
Jon W.Schlagzeug
Produziert von: Mark Roberts & KING GOAT Länge: 48 Min 06 Sek Medium: CD
01. Rapture05. Doldrum Sentinels
02. Eremite's Rest06. -
03. Debt Of Aeons07. On Dusty Avenues
04. Psychasthenia

Erst im vergangenen Jahr konnte das britische Doom-Quintett KING GOAT mit der Wiederauflage seines Debüt-Albums "Conduit" unter anderem bei meinem Kollegen Michael Koenig für einiges Aufsehen sorgen. Und nun steht die Band aus Brighton auch schon mit dem Nachfolger, "Debt Of Aeons", in den Startlöchern, um das musikalische Eisen zu schmieden, so lange es noch sprichwörtlich heiß ist.

Musikalisch hat sich nicht viel verändert, die Band legt auch dieses Mal wieder erderschütternde Riffs über zumeist schleppende Rhythmen, die sie aber immer wieder aufbrechen und dabei ihre progressive Seite zum Vorschein bringen. Dabei erinnern sie mich häufig von der Intensität her an PRIMORDIAL, wenn die Iren einmal das Tempo so weit drosseln.

Das Alleinstellungsmerkmal von KING GOAT ist insbesondere der Gesang von Frontmann Trim, der wie eine Mischung aus Serj Tankian (SYSTEM OF A DOWN), Mina (früher Keith) Caputo (LIFE OF AGONY) und Mike Patton (FAITH NO MORE) wirkt. Bei ersterem ist es stellenweise die verspielte Melodieführung, die durchscheint, bei der zweiten der Unterton im Gesang und bei letzterem die Intensität stellenweise bis fast hin zur Übertreibung im Vortrag.

Allerdings sind nicht alle Songs auf diesem zweiten Album vollends gelungen. Zwar gelingt der Band mit Rapture und Eremite's Rest sowie dem Titeltrack ein Einstand nach Maß. Aber durch das folgende Instrumental Psychasthenia verliert das Album ein wenig den Weg, den es in dem leicht zusammengestückelt wirkenden Doldrum Sentinels und dem unbetitelten Intermezzo auch nicht wiederfindet. Erst beim abschließenden On Dusty Avenues schafft es die Band dann den Faden wieder aufzunehmen.

KING GOAT ist es gelungen mit nur zwei Alben und ebenso vielen EPs ihre komplett eigene Nische und einen eigenständigen Klang im Bereich des Doom-Metal für sich zu finden. Spätestens wenn Sänger Trim anhebt weiß der informierte Hörer, um wen es sich hier handelt. Das gilt für "Debt Of Aeons" ebenso wie es beim Debüt der Fall war. Aber irgendwie hat man den Eindruck, dass die Band ein noch viel größeres Potenzial hat, als sie es hier zu zeigen vermag. Das mag an den manchmal überlangen Songstrukturen liegen, in denen sich der Hörer auch schnell mal verirren kann oder daran, dass nicht jede Melodie immer zwingend genug ist. Und dennoch verfügt das Album über genügend spannende und tolle Momente, dass jeder Doom-Fan hier mal hineinhören sollte.

Marc Langels, (Artikelliste), 11.04.2018