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Lay It On Down
Kenny Wayne Shepherd
Lay It On Down, Provogue, 2017
Kenny Wayne ShepherdGuitars, Lead & Backing Vocals
Noah HuntLead & Backing Vocals
Kevin McCormickBass
Chris LaytonDrums
Jim McGormanKeyboards
Produziert von: Marshall Altman Länge: 45 Min 39 Sek Medium: CD
01. Baby Got Gone07. Down For Love
02. Diamonds & Gold08. How Long Can You Go
03. Nothing But The Night09. Louisiana Rain
04. Lay It On Down10. Ride Of Your Life
05. She's $$$11. Lay It On Down (Acoustic)
06. Hard Lesson Learned

Die Bluesrock-Szene kommt alle Jahre wieder mit jungen, frischen und hochtalentierten Gitarristen um die Ecke. Einige können sich durchsetzen und behaupten, manche verschwinden wieder im Hinterland der Szene und schlagen sich mit mäßig erfolgreichen Club-Tourneen durchs Leben. Eine fortwährende Konstante und seit seinem Debütalbum 1995 ("Ledbetter Heights") bemerkenswert erfolgreiche Institution bleibt da Kenny Wayne Shepherd.

Der blonde Gitarrist aus Louisiana legt nun mit "Lay It On Down" sein neuntes Album vor und hält sein Niveau auf dem gewohnt hohen Level. Der inzwischen 40-jährige Shepherd vertrat neben seiner traditionell geerdeten Bluesrock-Ausrichtung stets auch eine leichte Öffnung Richtung Mainstream, verknüpfte schroffe und hemdsärmelige Kracher mit leicht gezuckertem Liedgut, das ihm mit catchy Refrains und moderater Pop-Affinität den Weg in die große Radiolandschaft öffnete und satte Bonuspunkte bei einem größeren Publikum einspielte.

Auf seinem neuen Longplayer wagt sich der Südstaaten-Blueser bei einigen Nummern auf recht gefälliges Country-Terrain und präsentiert neben einigen deftigen Bluesrockern auch balladeske Nummern, die mit ihrer Akustikgitarrenausstattung und ausgecheckten Harmony-Vocals durchaus auch ins Repertoire der beliebten Zac Brown Band passen könnten. Es würde mich nicht wundern, wenn geschmackvoll samtige Titel wie der angenehm prasselnde Louisiana Rain oder das geschmeidige Lay It On Down es in die oberen Regionen der Country-Charts schafften. Obwohl es die Kenny Wayne Shepherd Band bislang ja eher auf die Spitzenplätze der Blues-Rangliste schaffte und in der Vergangenheit Gold- und Platinstatus nebst Grammy-Nominierungen keine Seltenheit waren.

Betrachtet man rhythmisch gut durchgestylte, absolut tanzbare Nummern wie Diamonds & Gold und Nothing But The Night wird einem klar, dass selbst so ein vermeintlich starres Genre wie Blues-Rock genügend Nuancen aufweist, um ein größeres Publikum für sich gewinnen. Selbst eine stadiontaugliche Feuerzeugballade wie Hard Lesson Learned bleibt völlig unpeinlich und geht unbedingt sympathisch ins Ohr.

Kenny Wayne Shepherd schafft diesen gewagten, stilistischen Spagat mit Bravour und bietet auf "Lay It On Down" nach wie vor diese verlässlich gute Songqualität, um die Klippen zwischen Anspruch, Tiefe und publikumswirksamer Gefälligkeit souverän zu umschiffen. Kein Zweifel also, dass sein Status als echter Bluesrock-Star unangetastet bleiben wird.

Frank Ipach, (Artikelliste), 12.07.2017