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Redeemer Of Souls
Judas Priest
Redeemer Of Souls, Sony Music, 2014
Rob HalfordVocals
Glenn TiptonLead Guitar
Richie FaulknerLead Guitar
Scott TravisDrums
Ian HillBass
Produziert von: Mike Exeter, Glenn Tipton Länge: 83 Min 18 Sek Medium: 2CD
CD 1:[61:38]
01. Dragonout 08. Cold Blooded
02. Redeemer of Souls09. Metalizer
03. Halls of Valhalla10. Crossfire
04. Sword of Damocles11. Secrets of the Dead
05. March of the Damned12. Battle Cry
06. Down in Flames13. Beginning of the End
07. Hell & Back
CD 2 (Bonus):[21:40]
01. Snake Bite 04. Bring it on
02. Tears of Blood05. Never Forget
03. Creatures

Logo Judas Priest

Death, doom and destruction rain down upon the forsaken
One being stands alone to save humanity
A soldier born from the past on sad wings of destiny
Powerful, unflinching and bearing the eternal force
that will proclaim and assert metal's deliverance -
The Redeemer of Souls!

Mit diesen Zeilen, welche die Rückseite des neuen JUDAS PRIEST Albums zieren, schlagen die Metal Gods einen Bogen zurück in die Hochzeit des Heavy Metals. Was wie reine Lyrics aus dem Booklet anmutet, kann man auch als Kampfansage auffassen, denn studiotechnisch war die jüngere Historie nicht immer nur himmelhoch jauchzend, und zwar nicht erst seit der Reunion 2005.

"Redeemer Of Souls" soll den "Nostradamus" geschädigten Fan wieder mit echtem britischen Stahl versöhnen, und damit muss man erst einmal zufrieden sein, denn dem Live Event haben die Priester ja 2011 angeblich abgeschworen (wobei ich da immer noch Wetten annehmen würde).

"Wir fühlen, dass "Redeemer Of Souls" unsere Leidenschaft für den typischen JUDAS PRIEST-Metal wieder entfacht hat" lässt sich die Band zitieren und weiter: "Wir gehen eisern unseren Weg und geben wieder Vollgas! Es ist eine klassische Kombination aller Aspekte, die wir lieben. Wütende Gitarrenriffs und Soli, donnernde Drums, groovende Bässe und Vocals, die alles erschüttern!"

Bereits die vorab veröffentlichen Tracks konnten diese Aussagen bestätigen und die dreizehn Tracks des Albums plus fünf Bonus Tracks auf der Deluxe Version lassen wenig Wünsche offen. Derart fett wurde schon lange nicht mehr gerifft und man fragt sich, ob dies der Verdienst des vierunddreißigjährigen Briten Richie Faulkner sein könnte, der seit 2011 den altgedienten K. K. Downing abgelöst, und zusammen mit Glenn Tipton und Rob Halford sämtliche Songs des Albums geschrieben hat.
Meine Güte, der Mann ist Jahrgang 1980, d. h. er wurde im gleichen Jahr von "British Steel" geboren. Kein schlechtes Omen könnte man meinen und diesem hat er bereits auf der "Epitaph" Tour Taten folgen lassen, auf der er sich quasi als jüngere Ausgabe von Downing zu präsentieren vermochte.

Klappern gehört zum Handwerk und so sollte man die folgende Aussage der Band auch nicht unbedingt auf die Goldwaage legen:
"Es war immer unser Ziel, die Messlatte stetig ein Stück höher zu legen und mit "Redeemer" schaffen wir das spielend."
"Redeemer Of Souls" ist sicherlich eines der besseren Alben der letzten dreißig Jahre und schließt durchaus an die Klassiker an, aber letztendlich wurde die Messlatte bereits Mitte der 1980er doch eher niedriger gelegt und selbst diese nicht immer erreicht.
In so fern darf die Band sicherlich stolz auf ihre Leistung sein, aber man sollte die Kirche auch einfach mal im Dorf lassen.

Ralf Frank, (Artikelliste), 06.08.2014