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Eye Of The Zombie
John Fogerty
Eye Of The Zombie, BMG, 2018 (1986)
John FogertyVocals, Guitars, Keyboards
John RobinsonDrums, Percussion
Neil StubenhausBass
Alan PasquaKeyboards
Bobby King, Willie Greene Jr., Terry EvansBackground Vocals
Produziert von: John Fogerty Länge: 43 Min 45 Sek Medium: CD
01. Goin' Back Home06. Violence Is Golden
02. Eye Of The Zombie07. Wasn't That A Woman
03. Headlines08. Soda Pop
04. Knockin' On Your Door09. Sail Away
05. Change In The Weather

In der Reihe der Wiederveröffentlichungen der Solo-Scheiben von John Fogerty geht’s zwar nicht unbedingt chronologisch zu, aber folgerichtig muss natürlich auch das 1986er Album “Eye Of The Zombie“ folgen.
Die Klasse seines Vorgängers “Centerfield“, das muss gesagt sein, erreicht “Zombie“ nicht, auch wenn es später eine Grammy-Nomminierung erhielt und ‘ne “Goldene“ gab‘s auch.
Ja, es waren die berühmt-berüchtigten 1980er Jahre. Nicht jedermanns Geschmack, was Stil und vor allem Sound angeht. Da macht auch der Swamp-Rocker Fogerty keine Ausnahme und verblüfft bei der instrumentalen Eingangsnummer Goin‘ Back Home mit leicht sphärischen, nahezu sakralen Tönen, als würde hier zur hl. Messe geladen.
Nun wes Hohelied hier gesungen wird, wird man noch sehen. Im Gegensatz zum Vorläufer, auf dem er alle Instrumente selbst gespielt hat, hat Fogerty hier eine Band um sich geschart. Vorteilhaft wirkt sich zumindest der Synthie-hafte Bass-Sound nicht aus, trotzdem kann die unnachahmliche Stimme Fogertys und die etwas ZZ Top-mäßigen Riffs das leicht funkige Titelstück recht gut in die Spur bringen.

Headlines steigt mit kernige Gitarren-Riffs ein und geht schnell in einen wundervollen Boogie-Rhythmus der STATUS QUO alle Ehre gemacht hätte. Auch der Gesang, wie immer rau und am Anschlag, kommt geil, wenn der die Rhythmus-Gruppe halt genauso gut klingen würden, wäre ein echter Party-Reißer.
Bei Knockin‘ On Your Door geht die Party dann allerdings mehr in Richtung Motown und Soul. Groovt natürlich verdammt gut, und hat das Zeug zu einem echt Genre-Klassiker (ich glaub‘ so etwas in der Art ist es auch geworden…), aber natürlich ein kleiner Stilbruch für die Rockfans.
Die werden sich im Swamp-Rocker Change In The Weather besser aufgehoben fühlen, denn das gemahnt doch eher wieder an alte CCR-Tage. Auch die Orgeltöne, von John selbst gespielt, fügen sich da perfekt ein. Gitarre und Gesang von ihm sind ohnehin bar jeglicher Kritik.
Allerdings wird‘s bei Violence Is Golden wieder etwas experimenteller, eine richtige Linie will sich nicht einstellen. Das klingt dann wieder sehr nach 80er, in etwa die EAGLES-Sänger Henley und Frey im Fahrwasser von “Miami Vice“.

Und das wird bei Wasn‘t That A Woman nicht unbedingt besser. Die funkige Nummer klingt eher nach POINTER SISTERS, als nach John Fogerty. Da hilft auch Johns Gesang nicht viel. Dürfte mit ein Grund sein, warum das Album auf lange Sicht nicht so der Bringer wurde.
Tja, und auch Soda Pop dürfte zwar genügend Leute auf die Tanzfläche gelockt haben, aber Fogerty hat das eigentlich nichts zu tun. Gesang wie immer toll, aber das ist letztlich weder Fisch noch Fleisch und Sail Away am Schluss Sail Away…, nette Pop-Nummer, mit der den Samstagnachmittag untermalen kann, aber geht genauso schnell wieder aus dem Ohr, wie rein.
Tja, Ansätze sind da, paar gute Nummern auch, aber wenn man John Fogerty Solo hören will, legt man doch eher und besser “Centerfield“ oder “Blue Moon Swamp“ auf.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 03.11.2018