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Shockwave Supernova
Joe Satriani
Shockwave Supernova, Sony Music, 2015
Joe SatrianiGuitars, Bass, Keyboards, Harmonica
Brian BellerBass
Marco MinnemannDrums
John CunibertiPercussion (tracks 1,2,3,5,6,14)
Vinnie ColaiutaDrums (tracks 3,4,8,11)
Chris ChaneyBass (tracks 2,4,8,11)
Bobby VegaBass (track 9)
Tony MenjivarPercussion (track 9)
Mike KeneallyKeyboards, Guitars (track 2)
Produziert von: Joe Satriani, John Cuniberti, Mike Fraser Länge: 64 Min 14 Sek Medium: CD
01. Shockwave Supernova 3:5009. All of My Life 4:02
02. Lost in a Memory 4:1310. A Phase I'm Going Through 3:59
03. Crazy Joey 3:3611. Scarborough Stomp 3:59
04. In My Pocket 4:1312. Butterfly and Zebra 1:47
05. On Peregrine Wings 5:2213. If There Is No Heaven 5:07
06. Cataclysmic 5:0214. Stars Race Across the Sky 4:45
07. San Francisco Blue 3:1915. Goodbye Supernova 5:47
08. Keep on Movin' 4:23

Der stylish coole Glatzen- und Sonnenbrillenträger wurde kürzlich 59 Jahre alt, was allerdings nicht der Grund für die verlorene Haarpracht ist. Haarausfall hat der Ausnahmegitarrist aus Westbury, Long Island, New York nämlich schon seit langem, weswegen er früher auch meist mit Hoodie, Bandana oder Mütze rumlief. Den Stress wollte er sich nun nicht mehr antun und hat mit dem Thema wortwörtlich ratzekahl abgeschlossen.

Nicht abgeschlossen hingegen hat Satriani mit seiner Solokarriere, die nach dem Ende von CHICKENFOOT quasi einen zweiten Frühling erlebt. Im Gegensatz zu seinem eher experimentierfreudigen Ex-Schüler Steve Vai gehört Satriani mehr zu der "Schuster bleib bei deinen Leisten" Fraktion und so ist "Shockwave Supernova" über weite Strecken vorhersehbar.
Sein mittlerweile 15. Studioalbum schlägt einen großen Bogen über sein bisheriges Schaffen und erinnert zum Teil an seine großen Erfolge wie "Flying In A Blue Dream" oder "Surfing With The Alien" (damals noch mit voller Haarpracht) inkl. eines neuen Satch Boogies. Dabei klingen die einzelnen Songs zwar durchaus vertraut, stellen aber keine bloße Wiederholung dar, sondern erfinden sich immer wieder neu. Dem genialen Gitarristen scheinen die Ideen für innovative Riffs, Melodiebögen und Soli offenbar nie ausgehen zu wollen.

In der zweiten Hälfte des Albums lässt Satch es zuerst etwas ruhiger angehen, flechtet hier und da leicht orientalische Klänge oder etwas Fusion mit ein, aber bevor man "bitte nicht noch eine Ballade" sagen kann, zieht er rechtzeitig das Tempo wieder an.
Trotzdem bleibt das Album aus unerfindlichen Gründen blass. Das mag an dem zu glatt und seicht geratenen Sound liegen, oder vielleicht auch an der Zurückhaltung seiner neuen Begleitband, die es nicht so richtig krachen lässt, an den Songs selbst liegt es m. E. jedenfalls nicht.

Ralf Frank, (Artikelliste), 29.08.2015