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Stand Up: The Elevated Edition
Stand Up: The Elevated Edition Unfold
Stand Up: The Elevated Edition Unfold
Jethro Tull
Stand Up: The Elevated Edition, Chrysalis, 2016 (1969)
Ian AndersonQuerflöte, Akustik-Gitarre, Hammond-Orgel, Klavier, Mandoline, Balalaika, Mundharmonika, Gesang
Martin BarreGitarre, Querflöte* (*track 2,9)
Clive BunkerDrums, Percussion
Glenn CornickBass
David PalmerOrchestrations (track 9)
Produziert von: Ian Anderson & Terry Ellis Länge: ca. 249 Min 37 Sek Medium: 2CD & DVD
CD 1:[71:42]
Original AlbumA Steven Wilson Stereo Remix
01. A New Day Yesterday06. Nothing Is Easy
02. Jeffery Goes To Leicester Square07. Fat Man
03. Bourée08. We Used To Know
04. Back To The Family09. Reasons For Waiting
05. Look Into The Sun10. For A Thousand Mothers
Associated RecordingsBBC 'Top Gear' Sessions (Mono)
11. Living In The Past16. A New Day Yesterday
12. Driving Song17. Fat Man
13. Bourée – Morgan Version*18. Nothing Is Easy
14. Living In The Past – Original 1969 Stereo Single Mix 19. Bourée
15. Driving Song – Original 1969 Stereo Single Mix *Bisher unveröffentlicht
CD 2:[71:24]
Live at The Stockholm Konserthuset (2nd. show)Original 1969 Mono Single Mixes, US Radio Spots u. a.
01. Introduction08. A Song For Jeffery
02. My Sunday Feeling09. To Be Sad Is A Mad Way To Be*
03. Martin’s Tune10. Living In The Past – Single Mix
04. To Be Sad Is A Mad Way To Be11. Driving Song – Single Mix
05. Back To The Family12. Stand Up Radio Spot #1
06. Dharma For One13. Stand Up Radio Spot #2
07. Nothing Is Easy*first show version

DVD 1 (Audio & VIdeo) [106:21]

01. Steven Wilson remixes in 96/24 PCM stereo and DD/DTS 5.1 surround
02. 96/24 flat transfer of Stand Up original stereo master tapes from June 5, 1969
03. 96/24 flat transfer of original mono and stereo mixes of “Living In The Past” and “Driving Song”
04. Video footage from Stockholm 1969: “To Be Sad Is A Mad Way To Be” and “Back To The Family”

Logo Jethro Tull

Bisher firmierte die laufende JETHRO TULL Reissue Reihe ja unter dem Motto "40th. Anniversary Edition" und war zeitlich plus/minus auch recht akkurat, d. h. vierzig Jahre nach Veröffentlichung der original Vinyl Alben durften wir uns an einer Luxus Jubiläums Ausgabe erfreuen.
Diese Ausgaben erfolgten seit "Thick As A Brick" in aufwendigen Digibooks, die mit remasterten Versionen von Steven Wilson, Flat Transfers, Surround Sound, rarem Videomaterial und fetten Booklets nur so strotzten.

In der Zeit davor hatte man allerdings mit durchaus adäquaten, aber etwas weniger hochwertige Editionen begonnen, von früheren Jubilaren mal ganz abgesehen. Man darf aber davon ausgehen, dass der Fan, der sich nun an die Buchformate gewöhnt hat und im Begriff ist, seine Sammlung diesbezüglich auch zu vervollständigen, auch die früheren Alben in diesem Format in sein Regal stellen möchte.
Diesem Wunsch ist man bereits im Frühjahr dieses Jahres mit der "Aqualung - 40TH Anniversary Adapted Edition" nachgekommen und schiebt nun mit "Stand Up: The Elevated Edition" einen weiteren Klassiker hinterher.

Des einen Freud, des anderen Leid, denn wer sich bereits 2010 mit der "Stand UP Anniversary Box" beschenkt hatte, hat jetzt die Qual der Wahl noch einmal tief in die Tasche greifen zu müssen, denn die neuen "Deluxe Editions" sind nicht unbedingt billig, dafür aber in der Regel preiswert.
Bei "Stand Up: The Elevated Edition" hat man gegenüber der 2010er Version, die sich z. B. in ihrem Mix scheinbar der "2001 Remaster"-Version von Peter Mew bedient, noch einmal Genius Steven Wilson an die Regler gelassen, was den Unterschied ausmacht, denn ansonsten ist die Tracklist von CD1 mehr oder weniger vergleichbar.

Die 2010er Version liegt mir nicht vor, weswegen ich keinen Qualitätsvergleich vornehmen will und kann, aber z. B. zwischen dem original 1969er Vinyl und dem Steven Wilson Mix liegen tatsächlich Welten. Wer da noch von seinem alten Vinyl und dem "warmen Sound" etc. schwärmt und möglicherweise 140.000 Euro für einen Designer-Plattenspieler bereit ist auszugeben um diese alten Scheiben abzuspielen, mit dem sollte man nicht streiten.
Zumindest weiß man aber, dass bei guter Pflege die Vinyls wohl alle CDs, DVDs etc. überdauern werden, das ist ja auch immerhin was wert.

Photocredit: Parlophone/WME via Networking Media

CD2 der 2010er Box beinhaltet ein Konzert von 1970, welches bereits Stücke von "Benefit" und "Aqualung" enthält, das man der Authentizität wegen gegen einen schwedischen Radiomitschnitt von 1969 ausgetauscht hat. Die Band hatte damals als Support von Jimi Hendrix zwei Shows gegeben und die Aufnahmen bestehen bis auf einen Song von dem zweiten Gig.
Der Mehrwert von To Be Sad Is A Mad Way To Be aus dem ersten Gig ist dann etwas zweifelhaft, aber das sind dann auch Mono oder Stereo Mixes der gleichen Aufnahmen wie Flat Transfers oder Remixes wenn man es genau nimmt, aber über diese Diskussion gehen die Bucheditionen weit hinaus.

Die Zielgruppe sind nun mal echte TULL Enthusiasten, Historiker, Musikfreaks wie eben ein Steven Wilson einer ist. Da werden die Ohren geschärft und die verschiedenen Mixes akribisch miteinander verglichen und auch der Flat Transfer mit dem original Vinyl. So ein Live Mitschnitt von damals ist dagegen eher schmückendes Beiwerk, obwohl es schon interessant ist, wie sich die Band innerhalb nur weniger Monate entwickelt hatte. Man vergleiche z. B. nur mal Dharma For One mit der späteren "Living In The Past" Version, kaum wieder zu erkennen.
Auch die Live Versionen der Album Songs sind zum Teil recht unterschiedlich und noch ziemlich roh und ungeschliffen, auch wenn zwischen dem Gig im Januar und den Studioaufnahmen im April nur einige Wochen liegen.

Für solche Eindrücke ist "Stand Up: The Elevated Edition" wie gemacht und beinhaltet mit dem 112seitigen Booklet ein Füllhorn an Informationen, Essays, Liner Notes, Interviews, Fotos, Daten und sonstigen Memorabilien, inkl. der original Pop-Up-Artwork von James Grashow, welches z. B. dem deutschen 1969er Klappcover nur in der Erstauflage innewohnte.

Fazit: Für TULL Fans eine wahre Fundgrube und ultimative Edition, jedenfalls bis zur nächsten.

Ralf Frank, (Artikelliste), 18.11.2016