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Equinoxe Infinity
Jean-Michel Jarre
Equinoxe Infinity, Sony Music, 2018
Jean-Michel JarreAll Instruments
Produziert von: Jean-Michel Jarre Länge: 39 Min 51 Sek Medium: CD
01. The Watchers06. Infinity
02 .Flying totems07. Machines Are Learning
03. Robots Don`t Cry08. The Opening
04. All That You Leave Behind09. Don`t look Back
05. If The Wind Could Speak10. Equinoxe Infinity

Dieser Franzose kommt ja aus den Jubiläumsfeierlichkeiten gar nicht mehr heraus.

Konnte Jean-Michel Jarre 2016 zum 40. Jahrestag seines berühmten Trademark-Werkes mit der "Oxygène"-Trilogie den logischen Schlusspunkt setzen und in diesem Jahr zu seinem 70. Geburtstag mit "Planet Jarre" eine ausgiebige Werkschau seines Schaffens veröffentlichen, die auch ein paar unveröffentlichte Stücke beinhaltete, lässt der Tastenmagier aus Lyon seinen Anhängern kaum Luft zum Atemholen und setzt nun fast auf den Tag genau zum passenden 40-jährigen Jubiläum seines 1978er "Equinoxe"-Albums mit "Equinoxe Infinity" den Schlusspunkt für sein visionäres Werkes, das ihn damals zu einem maßgeblichen Wegbereiter der elektronischen Musik etablierte.

The Watchers - ein Symbol für Maschinen, die uns kontrollieren und beobachten - sind der zentrale Mittelpunkt des neuen Werkes, das klingt es sei es der Soundtrack zu einem düsteren Science Fiction Film.

Der 70-jährige Synthesizer-König lässt seinen elektronischen Klangkosmos wabern und pulsieren, startet unheilvoll mit dem Titelsong in einen fiktiven Sountrack, der bis auf wenige Ausnahmen eine beklemmende Stimmung verbreitet. Jarre malt weitläufige Klangschaften, die Blubbern und Plätschern und den Hörer in eine sphärische, elektronische, automatisierte Welt hineinstoßen, aus der es offenbar kein Entrinnen gibt.

Dabei entpuppt sich das unerwartet gut gelaunte Infinity als richtig netter Ohrwurm, der an alte Zeiten erinnert, als Jarre vor gut vierzig Jahren den elektronischen Sound auch im Radio hoffähig machen konnte.

Jean-Michel Jarre treibt weiterhin seine musikalischen Zukunftsvisionen strikt voran, leistet sich mit "Equinoxe Infinity" kaum schwache Momente und schreibt ein interessantes, weiteres Kapitel seines beachtlichen Lebenswerkes.

Michael Masuch, (Artikelliste), 15.11.2018