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The Deviant Chord
Jag Panzer
The Deviant Chord, SPV, 2017
Harry ConklinGesang
Mark BriodyGitarre & Keyboards
Joey TafollaGitarre
John TetleyBass
Rikard StjernquistSchlagzeug
Produziert von: John Herrera Länge: 44 Min 40 Sek Medium: CD
01. Born Of The Flame06. Divine Intervention
02. Far Beyond All Fear07. Long Awaited Kiss
03. The Deviant Chord08. Salacious Behavior
04. Blacklist09. Fire Of Our Spirit
05. Foggy Dew10. Dare

Sie gehören zu den Säulen-Heiligen des amerikanischen Power Metal: JAG PANZER. Neben VICIOUS RUMORS, VIRGIN STEELE oder RIOT war es die Band aus Colorado Springs, deren Namen abgeleitet ist von dem deutschen Wort „Jagdpanzer“, die sich mit legendären Alben wie insbesondere dem Debüt “Ample Destruction“ eine treue Gefolgschaft erarbeitet haben. Diese war es dann auch, die die Band nach deren zwischenzeitlicher Auflösung im Jahre 2013 durch Hartnäckigkeit wieder davon überzeugen konnte, dass es noch einen Markt für die Band gibt, was sich insbesondere in Konzertanfrage (unter anderem für den Headliner Spot beim 2014er Keep It True-Festival) zeigte. Gitarrist Mark Briody: „Es herrschte weiterhin so reges Interesse an unseren bisherigen Alben, dass meine Bandkollegen merkten, wie viele Leute Jag Panzer hören und wie groß noch immer unser Publikum ist. Also telefonierten wir wieder zunehmend häufiger, und als es dann auch noch einige vielversprechende Konzertanfragen gab, stand die Reunion fest”.

Angespornt dadurch wuchs in der Band auch das Interesse daran, ein neues Album vorzulegen. Dieses erscheint nun in Form von “The Deviant Chord“ und nahezu in der Besetzung des bahnbrechenden Debüts, einzig Schlagzeuger Rikard Stjernquist war damals nicht schon mit an Bord. Und für Fans der frühen Werke ist es gleich doppelt Grund zur Freude: denn nicht nur ist Harry „The Tyrant“ Conklin wieder am Mikrofon bei, sondern auch der zweite Gitarrist Joey Tafolla ist wieder zurück. Und mit ihnen scheint auch die alte Begeisterung wieder da zu sein, denn das neue Album schließt nahezu mühelos an frühere Großtaten an.

Photo-Credit: zur Verfügung gestellt von Oktober Promotion

Dabei mag der Auftakt mit Born Of The Flame und Far Beyond All Fear noch recht vorhersehbar ausfallen – typischer, guter US Power Metal eben. Aber ab dem Titel-Song nimmt das Album dann Fahrt auf und wird zu einem abwechslungsreichen Fest für die Ohren. Blacklist ist zwar wieder ein typischer Power Metal-Song, aber einer, der voll auf die 12 geht. Das Traditional Foggy Dew hingegen erinnert musikalisch zunächst ein wenig an eine KAMELOT-Ballade, ehe sich die keltischen Elemente in dem Song so richtig durchsetzen. Bei Divine Intervention singt sich Conklin nicht das einzige Mal auf dieser Scheibe nahezu die Seele aus dem Leib, Long Awaited Kiss sorgt für dickste Gänsehaut, Fire Of Our Spirit ist noch einmal ein Power Metal-Klassiker, der die Fans zur Verzückung treiben wird, ehe ihnen das abschließende Dare den wohl verdienten Gnadenstoß versetzt.

Zum Songwriting und der Aufgabenverteilung innerhalb der Band sagte Briody denn auch: „John übernimmt bei uns die ´Qualitätskontrolle`, das bedeutet: Er sorgt dafür, dass aus jedem Song das Optimum herausgeholt wird. Harry ist ein musikalisches Genie. Er singt seit seiner frühesten Kindheit und kennt sich mit Gesangsarrangements und Aufnahmetechniken bestens aus. Dank dieser Fähigkeit kann er den Songs wichtige Impulse geben. Bei Rikard dreht sich alles ums Schlagzeug. Er trommelte bereits als kleiner Junge und hat nie etwas anderes gemacht. Rikard hat schon an vielen unterschiedlichen Orten gelebt und dabei immer in Bands gespielt. Joey ist im wahrsten Sinne des Wortes der klassische Leadgitarrist und besitzt eine tolle Bühnenpräsenz. Von seinem fabelhaften Spiel profitiert jeder Song nachhaltig”.

Mit “The Deviant Chord“ feiern JAG PANZER ein Comeback nach Maß, das jedem Fan des amerikanischen Power Metal die Tränen der Freude ins Gesicht treiben wird. Auch wenn das Album – zumindest aus meiner Sicht – erst ab dem dritten Song so richtig loslegt. Aber die Scheibe ist sehr abwechslungsreich, voller klasse Riffs und Melodien, sowie einem Harry Conklin, wie man sich kaum besser hätte wünschen können. Zudem klingt die Begeisterung der Musiker hier richtig durch. Produzent John Herrera hat der Band zudem einen feinen Sound hingezaubert, der nicht zu modern, aber eben auch nicht zu altbacken daherkommt. Man hört hier quasi eine Mischung aus Tradition und Moderne. Was für eine Rückkehr.

Marc Langels, (Artikelliste), 07.09.2017