No God
Infernäl Mäjesty
No God, High Roller Records/Soulfood, 2017
Christopher BaileyVocals
Steve TerrorGuitar
Kenny HallmanGuitar
Daniel NargangBass
Kiel T. WilsonDrums
Produziert von: Steve Terror, Christopher Bailey & Kenny Hallman Länge: 61 Min 14 Sek Medium: CD
01. Enter The World Of The Undead07. False Flag
02. In God You Trust08. Nation Of Assassins
03. Signs Of Evil09. House Of War
04. Another Day In Hell10. Systematical Extermination
05. Kingdom Of Heaven11. Extinction Level Event
06. No God

Bereits 1986 in Toronto, Provinz Ontario, ins Leben gerufen, seitdem an mehreren Positionen umbesetzt, haut uns das kanadische Melodic-Satanic/Death-Thrash-Metal/Death-Metal/Black-Metal-Kommando (Beeinflusser unter anderem: BATHORY, CELTIC FROST, EXCITER, KISS, MANOWAR, MERCYFUL FATE, SLAYER, VENOM) INFERNÄL MÄJESTY sein nunmehr viertes Album “No God“ um die Ohren. Wobei sich die mittlerweile in Vancouver, Provinz British Columbia, ansässige Formation dafür schon ein wenig mehr Zeit genommen hat. Der Vorgänger “One Who Points To Death“ erschien immerhin vor satten dreizehn Jahren.

Das Fünfergespann ist ganz klar ein Verfechter der melodischen und groovenden Variante der guten alten Thrash-Metal-Lehre aus den 1980er Jahren. Hyperaggressiven, (meistens) ultraschnellen, knüppelharten und mit allen weiteren typischen Merkmalen ausgestatteten extremen Metal. Wobei es eben außerdem, wie vorstehend bereits bemerkt, auch stilistische Ausschläge in Richtung Satanic/Death Thrash Metal sowie Death/Black Metal zu verzeichnen gibt. Für kurze Ruhephasen sorgen gesprochene Passagen, Geräusche und atmosphärische Momente. Die Texte behandeln religiöse, politische, gesellschaftliche, weltanschauliche, satanische und dämonische Themen.

INFERNÄL MÄJESTY setzen mit “No God“ ein mächtiges Zeichen. Sie beweisen anhand ihres neuen Materials nachdrücklich, dass sie nichts verlernt haben und ihnen das Gespür für gelungene Tracks keineswegs abhanden gekommen ist. Was die Kanadier ihren Fans anlässlich des dreißigjährigen Bandjubiläums anbieten, ist zwar nicht großartig innovativ oder revolutionär, unterhält jedoch im Großen und Ganzen auf ansprechendem Niveau. Spaß macht die Scheibe, trotz der darauf vertretenen (mitunter ein wenig eigenwilligen) Ansichten, die jedoch gerade im extremen Metal häufig einfach dazugehören, definitiv.

Michael Koenig, (Artikelliste), 03.08.2017