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Ain't Ready For The Grave
Hurricane Ruth
Ain't Ready For The Grave, Hurricane Ruth Records, 2017
Hurricane Ruth LaMasterVocals
Tom HambridgeDrums
Reese WynansB3, Keyboards
Michael RhodesBass
Pat BuchananGuitar
Rob McNelleyGuitar
The McCrary SistersBackground Vocals
Wendy MotenBackground Vocals
Produziert von: Tom Hambridge Länge: 53 Min 45 Sek Medium: CD
01. Barrelhouse Joe's07. Cheating Blues
02. Hard Rockin' Woman08. Whole Lotta Rosie
03. Far From The Cradle09. For A Change
04. Estilene10. Let Me Be The One
05. Beekeeper11. Good Stuff
06. My Heart Aches For You12. Yes I Know

Die in Illinois aufgewachsene Blues-Sängerin Hurricane Ruth LaMaster (mittlerweile lebt sie in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri) ist nicht nur den heimischen Szenekennern längst ein Begriff. Sie hat bereits mehrere Tonträger veröffentlicht und jede Menge Auftritte absolviert. Sie kolaborierte Generationen übergreifend mit unbestrittenen Größen des Blues (aber ebenso zahlreichen namhaften Vertretern der harten Fraktion) wie Willie Dixon, John Lee Hooker, B.B. King, Taj Mahal, Kenny Wayne Shepherd, ROYAL SOUTHERN BROTHERHOOD, HEART, JUDAS PRIEST, JOAN JETT & THE BLACKHEARTS oder STEPPENWOLF. Inzwischen ist das neueste Studioalbum der Dame zu haben. “Ain’t Ready For The Grave” heißt es, trägt den Namenszug Hurricane Ruth und rotierte mehrere Male in meinem CD-Spieler.

LaMaster selbst nennt als musikalisches Vorbild und Einfluss zuallererst ihren Vater Milt LaMaster Sr. (ihm ist diese Platte gewidmet). Es folgen Ray Charles, Elvis Presley, Jimi Hendrix, Tina Turner, Janis Joplin, Gino Vanelli, Aretha Franklin und andere mehr, die im Wirken der US-Amerikanerin ebenfalls ihre Spuren hinterlassen haben.

Was bekommt man bei einer solchen Bandbreite an Stilen und Unterstilen dann eigentlich auf dieser von dem durch seine Engagements für viele Stars bekannten Tom Hambridge produzierten Disc geboten? Zu allererst einmal den guten alten Blues. Damit werden quasi die Puristen versöhnt. Daneben erhalten aber auch Abweichungen von der reinen Lehre des Blues und damit die Nicht-Hardliner unter den Fans ihren Raum. Außerdem kommen Blues Rock, Hard Rock, Swing, Jazz, Boogie Woogie und ein wenig Funk zum Zuge. Daraus entsteht dann in den Ohren des Zuhörers eine melodische, groovende, intensive, hochenergetische, bewegungsintensive, emotional vielschichtige, auf das beste unterhaltende und äußerst entzündliche Mixtur.

Elf der den Longplayer veredelnden zwölf Songs stammen entweder von Hurricane Ruth und/oder Mitgliedern ihrer Band. Als einzige echte Fremdnummer hat sich die Vokalistin die Kultnummer Whole Lotta Rosie der weltweit anerkannten und gefragten Hard Rocker AC/DC ausgesucht. Ein kluger Schachzug, denn so kann sie beweisen, wie durchsetzungsstark, aber auch wandlungsfähig ihr geschulter Gesang ist. Von urgewaltig bis zart. Sie beherrscht alles.

Wer sich “Ain’t Ready For The Grave” gönnt, wird sehr bald feststellen, dass Hurricane Ruth nicht nur so heißt, sondern sich diesen speziellen Namen vollauf verdient hat. Und ja, sie ist definitiv längst noch nicht reif für die letzte Ruhestätte.

Michael Koenig, (Artikelliste), 17.06.2017