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Wrath Of The Reaper
Hexx
Wrath Of The Reaper, HR Records, 2017
Eddy VegaGesang
Dan WatsonGitarre
Bob WrightGitarre
Mike HornBass
John ShaferSchlagzeug
Gastmusiker
John MarshallGitarre
Bill PetersonBass
Produziert von: Dan Watson & Bart Gabriel Länge: 51 Min 40 Sek Medium: CD
01. Macabre Procession Of Specters07. Voices
02. Screaming Sacrifice08. Exhumed For The Reaping
03. Slave In Hell09. Circle The Drain
04. Swimming The Witch10. Wrath Of The Reaper
05. Dark Void Of Evil11. Certificate Of Death (Bonus Track)
06. Unraveled

Die Kalifornier HEXX gehören eigentlich zu den ältesten Bands der amerikanischen Heavy Metal-Szene. Die Gruppe wurde bereits im Jahr 1978 unter dem Namen PARADOX gegründet. Im Jahr 1983 änderte die Band ihren Namen in HEXX um. Kurz darauf folgte ein Vertrag bei Shrapnel Records und 1984 dann das Debütalbum "No Escape". Auf dem Album war eher traditioneller Heavy Metal mit leichten Einflüssen aus der New Wave of British Heavy Metal zu hören. Das zweite Album "Under the Spell" erschien im Jahr 1986, darauf wurden Power- und leichte Thrash-Metal-Einflüsse in den Band-Sound integriert. Trotz der beiden guten Veröffentlichungen, die im Untergrund durchaus ihre Anhänger hatten, gelang es der Band nicht, sich eine größere Fan-Basis zu erarbeiten. Nach einem weiteren Album, "Morbid Reality", lösten sich HEXX Anfang der 90er Jahre auf.

Nach einer fast schier endlosen Pause haben sich HEXX wieder zusammengefunden. Von der Ur-Besetzung ist nur noch Gitarrist Dan Watson dabei. Die Ausrichtung des neuen Albums schlägt dabei eine akustische Brücke in die Anfangstagen der Gruppe und bietet wieder traditionellen Heavy Metal, der seine Einflüsse von einer Band wie etwa JUDAS PRIEST nicht verleugnen kann. Stellenweise hat man sogar das Gefühl, verlorene Aufnahmen der Metal-Götter aus den "Painkiller"-Sessions zu hören. Aber logischerweise kommen auch Fans von Bands wie ICED EARTH oder METAL CHURCH voll und ganz auf ihre Kosten. Denn HEXX haben sich in ihrer Auszeit einige Knaller-Riffs einfallen lassen.

Dabei ist "Wrath Of The Reaper" ein im allerbesten Sinne traditionelles Heavy Metal-Album geworden. Insbesondere Tracks wie Screaming Sacrifice, Slave In Hell, Swimming The Witch und Dark Void Of Evil sowie Voices dürften jeden Headbanger begeistern. Ein paar Nummern wie etwa Circle The Drain und der Titeltrack hätten auch verdammt gut zu den jüngsten OVERKILL-Scheiben gepasst. Lahme Kompositionen sucht man hier eher vergeblich. Bei einer Nummer wie Exhumed For The Reaping wird es sogar wieder etwas thrashig, auch wenn der Titel zunächst vielleicht sogar etwas noch heftigeres nahelegt. HEXX wissen auch nach der langen Pause, was ein guter Metal-Song braucht. Ein starkes Riff, treibenden Rhythmus und eine gute Gesangslinie - und das liefern die Amerikaner hier. Einzig die Entscheidung für Macabre Procession Of Specters als Opener kann ich nicht nachvollziehen. Der Son ist ohne Frage ein guter, aber da hätte es für den Auftakt deutlich bessere Möglichkeiten gegeben.

Aber auch so ist "Wrath Of The Reaper" ein extrem starkes Comeback für eine der vergessenen Bands der American Wave of Heavy Metal. Vielleicht gelingt ihnen ja jetzt, mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Und wer jetzt Interesse an der Band gefunden hat, dem sei zudem die “30th Anniversary Box Set“ von “Under The Spell“ ans Herz gelegt, denn darin findet er nicht nur die beiden ersten Scheiben der Band sowie sowohl das “Paradox“- als auch das “Under The Spell“-, sondern zudem noch das “Up From The Grave“-Demo aus dem Jahr 2013 mit dem die Band ihre „Wiederauferstehung“ feierte. Hinzu kommt eine DVD mit über 250 Minuten Spielzeit – Metal-Fan, was willst du mehr?

Marc Langels, (Artikelliste), 16.10.2017