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Straight Out Of Hell
Helloween
Straight Out Of Hell, Sony Music, 2013
Andi DerisGesang
Michael WeikathGitarre
Markus GrosskopfBass
Sascha GerstnerGitarre
Dani LöbleSchlagzeug
Gastmusiker
Matthias UlmerKeyboards
Billy KingBacking Vocals
Olaf SenkbeilBacking Vocals
Produziert von: Charlie Bauerfeind Länge: 71 Min 13 Sek Medium: CD
01. Nabataea 09. Straight Out Of Hell
02. World Of War 10. Asshole
03. Live Now!11. Years
04. Far From The Stars 12. Make Fire Catch The Fly
05. Burning Sun 13. Church Breaks Down
06. Waiting For The Thunder Bonus Tracks:
07. Hold Me In Your Arms 14. Another Shot Of Life
08. Wanna Be God 15. Burning Sun (Hammond Version)

Logo Helloween

Würden HELLOWEEN den Spekulationen um den Maya-Kalender Bedeutung beigemessen haben, hätten sie sich den Gang mit Charlie Bauerfeind ins "MiSueno"-Studio im letzten Jahr sparen können. Statt dessen glauben sie vermutlich wie alle Kürbisköpfe daran, dass zu Samhain der Große Kürbis aus dem Kürbisfeld aufsteigt und Geschenke verteilt, weswegen sie sich fleißig ans Werk gemacht haben, um uns ihren neusten Silberling zu präsentieren.
Warum man nicht grundsätzlich den 1.11. als traditionellen Veröffentlichungstermin gewählt hat, sondern erst jetzt mit "Straight Out Of Hell" heraus kommt, weiß dagegen wohl nur der Große Kürbis selbst. Immerhin gab es mit der 4-Track EP "Burning Sun" einen Vorgeschmack auf die Dinge, die den geneigten Fan nun erwarten.
Die EP enthält dabei mit dem Titelstück und Wanna Be God zwei Albumtracks sowie mit Another Shot Of Life einen der Bonus Tracks der Limited Premium Edition sowie des Weiteren Where The Sinners Go vom Vorgänger in der Live-Version.

Damit schließt sich der Kreis und die EP schlägt einen Bogen von "7 Sinners" zu "Straight Out Of Hell", welches in stabiler Besetzung und Produktion entstanden ist. Das Album "... ist die konsequente Weiterentwicklung der beiden Vorgänger. Mit diesen Songs wird auch dem bequemsten Zeitgenossen mächtig der Arsch aufgerissen", erklärt Gitarrist Michael Weikath.
Dabei erweisen sich HELLOWEEN als gereifte Metaller, die zwar immer noch überwiegend High Speed im Gepäck haben, aber auch schon mal in Richtung Power oder Old School Metal schielen und sich mit dem Bonus Track Burning Sun (Hammond Version) stolz als PURPLE Fans outen und diesen Song dem verstorbenen Jon Lord widmen.
Gut gemeint ist jedoch nicht immer gut gemacht und so kann man nur spekulieren, ob Lord das Hammond-Inferno gefallen hätte, ohne kommt der Song jedenfalls deutlich direkter daher, den Frontman Andi Deris zurecht als "superschnellen Weik-Geniestreich" bezeichnet.

Die Produktion verzichtet laut Produzent Charlie Bauerfeind absichtlich auf digitale Hilfsmittel und lässt den Songs ihre Ecken und Kanten: "Dank Drummer Dani Löble atmet die Scheibe pure Authentizität, was das Album von vielen Produktionen unterscheidet" so Bauerfeind.
Den ein oder anderen technischen Gimmick hat er aber trotzdem hier und da versteckt und insbesondere der teilweise beinahe schon symphonische Einsatz der Keyboards lässt aufhorchen. Aber das schmälert in keinster Weise den Hörgenuss, allerdings besteht bei einigen Songs Verwechslungsgefahr z. B. zu STRATOVARIUS oder sogar NIGHTWISH (allerdings ohne Sopranistin), aber das muss ja nicht unbedingt etwas Negatives sein.

Ralf Frank, (Artikelliste), 18.01.2013