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Chassit
Heavy Temple
Chassit, Ván Records/Soulfood, 2017
High Priestess NighthawkVocal Power, Five String Low End, Cello
Siren TempestasSkin Walker
Archbishop BarghestSix String Psych Slinger
Produziert von: Masterfaders Länge: 28 Min 54 Sek Medium: CD
01. Key And Bone03. Pink Glass
02. Ursa Major04. In The Court Of The Bastard King

Das kurz vor Ende 2012 in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania gegründete Trio HEAVY TEMPLE würfelt gerne Stoner Rock, Doom, Hard Fuzz, Dirt Rock, Blues, Psychedelic und Space Rock munter durcheinander. Die allerneueste Bandproduktion (nach der 2014er “Heavy Temple EP“ [kommt alles in allem auf etwas über neunundzwanzig Minuten Spielzeit] und dem zum Valentinstag 2016 in Erinnerung an den verstorbenen TYPE O NEGATIVE-Fronthünen Peter Steele unter dem Bandpseudonym TEMPLE O NEGATIVE veröffentlichten Digital Track Love You To Death) ist das angeblich erste Album (läuft nicht mal ganze neunundzwanzig Minuten und ist daher sogar kürzer als die zuvor genannte EP) “Chassit“, von dem uns eine Kopie zwecks Bewertung überlassen wurde.

Die gemischte Dreierrunde hört auf die recht schnuckeligen Künstlernamen ’High Priestess Nighthawk’, ’Siren Tempestas’ und ’Archbishop Barghest’. Konsequenterweise haben die drei obendrein den wenigen im Verlauf der Aufnahmen eingesetzten Instrumente mehrheitlich durchaus nette Fantasiebezeichnungen gegeben. Diese lauten ’Five String Low End’, ‘Skin Walker’ und ‘Six String Psych Slinger’.

Überall, wo es um Doom geht, da geht es letztlich vorrangig auch um BLACK SABBATH. So natürlich auch hier. Schließlich lassen HEAVY TEMPLE ihr wildes, flottes, schräges, knarziges, verzerrtes, spaciges, psychedelisches, bluesiges, metallisches, rockiges, stonerrockiges Material, das jedoch ebenso ruhige, gebremste und klassische Passagen beinhaltet, mitunter auch ganz schön düster und zäh aus den Boxen triefen.

“Chassit“ ist modern produziert, hat daneben aber dennoch seine Retro-Momente. Zudem bewahren sich die US-Amerikaner, trotz unüberhörbarer Einflüsse stilbildender Musiker, doch noch eine gewisse Eigenständigkeit. Auf diese Weise verbinden sie ihre Ideen mit denen anderer Künstler und erschaffen Neues.

Michael Koenig, (Artikelliste), 07.08.2017