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Plastic Culture Pestilence
Hateful Agony
Plastic Culture Pestilence, Violent Creek Records, 2018
RichieGesang & Gitarre
TimoGitarre
TomSchlagzeug
LuisBass
Produziert von: Hateful Agony Länge: 39 Min 51 Sek Medium: CD
01. Kill Each Other06. Eternal Punishment
02. Endure The Pain07. Life's Failure
03. The Iceman08. Black Blood
04. Obsessed With Death09. Plastic Culture Pestilence
05. Philip In The Attic10. Resurrect The Dead

Sie sind keine Jungspunde mehr, die Münchner Thrasher HATEFUL AGONY, schließlich sind sie bereits seit rund 20 Jahren in der Metal-Szene aktiv. Dennoch bringt das Quartett nach diversen Demos und Kompilationen mit “Plastic Culture Pestilence“ erst ihre zweite vollwertige Scheibe auf den Markt. Das Debüt, “Forward Into Doom“, liegt nun schon drei Jahre zurück und war insbesondere für Fans der ersten deutschen Thrash-Welle Anfang der 1980er Jahre wohl eine lohnenswerte Anschaffung. Was hat sich in der Zwischenzeit also getan?

Stilistisch betrachtet zunächst einmal nicht viel. Die Band bleibt diesem ursprünglichen Thrash treu, zockt ihn aber im Vergleich zum Vorgänger deutlich sauberer und mehr auf den Punkt. Leider bedeutet das jetzt nicht zwangsläufig, dass die Riffs dadurch auch wirklich besser geworden wären. Denn eine Nummer, die sich nachhaltig ins Gedächtnis des Hörers brennt, sucht man auch auf “Plastic Culture Pestilence“ leider vergebens. Gute Ansätze sind zwar durchaus vorhanden, darüber hinaus kommt aber meist zu wenig. Insbesondere der „Gesang“ von Richie ist etwas für Hartgesottene und geht zumindest mir auf die Dauer etwas auf die Nerven.

“Plastic Culture Pestilence“ versprüht immer noch den Charme insbesondere des Ruhrpott-Thrash der Marken KREATOR oder SODOM: räudig und mit viel Leidenschaft dargeboten. Aber das überzeugt eben auch nur dann, wenn man Songs der Marke Flag Of Hate (KREATOR) oder Obsessed By Cruelty (SODOM) im Angebot hat – und die haben HATEFUL AGONY auch auf “Plastic Culture Pestilence“ nicht zu bieten. Zumal der ursprüngliche Charme des Neuen – wie damals bei KREATOR und SODOM – natürlich wegfällt. Diese Art Musik haben die meisten Fans schon seit 30 Jahren in ihre kollektive DNA aufgenommen.

Am besten gefallen mir HATEFUL AGONY, wenn sie – wie etwa stellenweise in Eternal Punishment - mal das wilde Geknüpple zu Gunsten eines etwas feineren Grooves zurückfahren. Oder aber dann, wenn die Band - wie in Life‘s Failure oder auch Black Blood - auf hörbare SLAYER-Einflüsse setzt, wobei insbesondere das Erstgenannte mit einem feinen Jeff Hanneman-Gedenk-Lead punkten kann (einem der wenigen melodischen Parts des Albums). Zum Glück haben sie mit Resurrect The Dead noch ein weiteres ihrer besten Lieder an den Schluss gestellt, so dass das Album mit einem der wenigen Höhepunkte schließt.

Marc Langels, (Artikelliste), 21.08.2018