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Greasy Tree
Greasy Tree
Greasy Tree, Greasy Tree Music, 2017
Cameron RobertsGuitar, Vocals
Red DortonBass, Vocals
Jacob BrumleyDums, Vocals
Produziert von: Greasy Tree Länge: 41 Min 39 Sek Medium: CD
01. Don't Worry About Me06. Shame (Behind The Bottle)
02. Let Love Go07. Love That Lady
03. Sweet Sugar08. Whiskey
04. Time, Love And Space09. Greasy
05. Goin' Home10. She Wild

Das Classic-Rock/Southern-Rock/Blues-Rock-Trio GREASY TREE stammt aus Jonesboro im US-Bundesstaat Arkansas. Das erste, überaus originell selbst betitelte, Album des Dreiers ist mittlerweile auf dem Markt. Wir vom Hooked on Music durften uns ein Urteil über das zehn, von den Jungs eigenhändig geschriebene, Tracks umfassende Debütwerk bilden. Die nachstehenden Zeilen fassen das Ergebnis mehrer Hördurchläufe für die treuen Leser unseres Magazins zusammen.

Dafür, dass sie lediglich zu dritt sind, klingen sie überraschend komplex und vollständig. Nichts scheint zu fehlen. Das erreichen die drei, abgesehen von ihrem jeweiligen Können, vor allem durch ihre beinahe perfekte Abstimmung untereinander. Jeder kann sich auf den anderen verlassen. Blind sozusagen. Da sitzt spiel- und gesangstechnisch alles. Kein Einsatz geht in die Hose. Keiner der Beteiligten zeigt nennenswerte Schwächen. Die Nordamerikaner machen das äußerst geschickt. Einerseits setzen sie auf ein gewisses Maß an Präzision, andererseits drücken sie ihren, blitzsauber produzierten, Songs wohldosiert und ohne es dabei zu übertreiben den Stempel der Improvisation auf.

Der Name “Greasy Tree“ mag zunächst ein wenig irritieren. Ist das gesamte Songmaterial doch eben gerade nicht ’schmierig’ geraten. Dem Herrgott des Rock sei es gedankt. Cameron Roberts, Red Dorton und Jacob Brumley unterhalten die Hörer mit ihrer hochenergetischen, gitarrenlastigen, groovenden, gestandenen, ohne Experimente auskommenden und obendrein authentischen Mischung aus Classic Rock, Southern Rock sowie Blues Rock und ein paar Tupfern anderer Stilistiken extrem kurzweilig. Die Tracks zeigen Ecken und Kanten. Trallala und/oder Schmalz sucht man selbst in den melancholischen und romantischen Balladenpassagen erfolglos.

GREASY TREE überzeugen gleich mit ihrer Albumpremiere auf nahezu ganzer Linie. Man merkt ihnen jederzeit an, dass sie selber Spaß an dem haben, was sie machen. Das hält die drei US-Amerikaner jedoch nicht davon ab, hochprofessionell und nachhaltig zu Werke zu gehen. Sie wenden sich mit ihren modern in Szene gesetzten Retro Tunes sowohl an die nostalgisch gesinnten, aber auch die eher auf zeitgemäßes Liedgut eingestellten Fans. Beide Daumen hoch!

Michael Koenig, (Artikelliste), 08.08.2017