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The Ancient Tale
Fatal Fusion
The Ancient Tale, Karisma Records, 2013
Knut Erik GroentveldtVocals
Stig SteinesGuitar
Erlend EngebretsenKeyboards
Lasse LieBass
Audun EngebretsenDrums
Produziert von: Fatl Fusion & Herbrand Länge: 67 Min 41 Sek Medium: CD
01. City Of Zerdych04. Tears I've Cried
02. Halls Of Amenti05. The Ancient Tale
03. The Divine Comedy

Man darf sich einfach nicht abschrecken lassen – weder von dem etwas seltsamen Bandnamen FATAL FUSION noch von dem ganz bestimmt seltsamen, ultrakitschig geratenen Coverartwork. Nein, denn was die Norweger zu bieten haben, ist durchaus nicht von schlechten Eltern, die da heißen 70er Jahre Progressive Rock mit gebremstem Schaum, so im Sinne von CAMEL oder PENDRAGON und Classic Rock der Marke DEEP PURPLE oder URIAH HEEP. Das ist zwar im Ansatz genauso unoriginell, wie es sich anhört, aber funktioniert überraschenderweise doch ziemlich gut, da sich die musikalische Qualität von “The Ancient Tale“ durch die geschilderten äußeren Umstände (auch die Texte greifen in den klassischen Klischeetopf mit alten Mythen und Heldensagen) nicht schmälern lässt.

Denn die fünf suitenartigen Longtracks bieten eine vielfältige und ausgewogene Mischung aus kernigem Rock, Bombast, akustischen Passagen und gewaltig in Szene gesetzten Synthesizern. Also alles, was das Herz des klassischen Progfreundes begehrt, einschließlich einem Hauch mittelalterlicher Klänge im Gegensatz zu treibenden, harten Gitarren. Die Protagonisten gehen dabei ebenso selbstbewusst wie spielfreudig zu Werke, so dass das ambitionierte Projekt eines monumentalen Albums durchaus aufgeht.

Jedenfalls empfiehlt sich das Album der seit 2008 aktiven, aber bisher noch nicht mit Veröffentlichungen in Erscheinung getretenen Band nicht zum Nebenbei hören, sondern verlangt durchaus etwas Muße, um die kleine und feinen Details der zwischen acht und neunzehn Minuten dauernden Songs zu würdigen. Dabei wird natürlich das eine oder andere Mal die Rockgeschichte von KANSAS über PINK FLOYD bis hin zu PROCOL HARUM und RAINBOW gewürdigt, aber Epigonentum kann man den Norwegern dennoch nicht vorwerfen, dazu drücken sie dem Ganzen doch noch zu sehr ihren eigenen Stempel auf. Eine durchaus lohnenswerte Angelegenheit für die Liebhaber der klassischen Rock- und Prog-Dekade.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 02.01.2014