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Godseed
Entering Polaris
Godseed, Freya Records, 2018
Tom TeeGitarre, Bass, Keyboards & Schlagzeug
Gastmusiker
Björn StridGesang
Thomas VikströmGesang
Georg NeuhauserGesang
Fabio LioneGesang
Arno MensesGesang
Lance KingGesang
Henrik FevreGesang
Audrey DandevilleGesang
Sindre NedlandGesang
Gregg RossettiSaxophon
Produziert von: Tom Tee & Simone Mularoni Länge: 45 Min 48 Sek Medium: CD
01. Nostalgia For Infinity06. A Song Of Distant Earth
02. Flightless07. Paradise Reclaimed
03. It’s A Good Day For Burning Witches08. The Field Of Ghosts
04. Godspeed09. The Long Run
05. Clear Skies

Bisher hatte der Gitarrist Tom Tee bei so unterschiedlichen Bands wie OSTROGOTH (klassischer Heavy Metal), THORIUM (Death Metal), NEO-PROPHET (Prog Metal), 23 ACEZ (Melodic Metal) und noch weiteren mehr seine Talente als Instrumentalist und Songwriter eingesetzt; parallel dazu aber auch immer Stücke geschrieben, die dann nicht so unbedingt zu der jeweiligen Spielwiese passten. Und so reifte der Plan, einmal alle seine musikalischen Einflüsse und Interessen ohne Genre-Scheuklappen in Angriff zu nehmen – und am besten noch mit zahlreichen, fantastischen Sänger aus den verschiedenen Bereichen. Und da nicht alles auf eine Scheibe passte, werden es nun zwei. Das erste erscheint unter dem Namen ENTERING POLARIS und dem Titel “Godseed“.

Und die Liste der Gäste ist wirklich beeindruckend und lang. So geben sich hier wirklich einige der besten Sänger der verschiedenen Subgenre die Klinke in die Hand. Björn Strid (SOILWORK), Thomas Vikström (THERION), Georg Neuhauser (SERENITY), Fabio Lione (ANGRA, RHAPSODY), Arno Menses (Ex-SIEGES EVEN, SUBSIGNAL), Lance King (BALANCE OF POWER, Ex-PYRAMAZE) – um hier mal nur ein paar der Prominenten zu nennen. Sie sorgen dafür, dass die verschiedenen Lieder auch die jeweils passende Vokal-Färbung und damit den letzten Schliff bekommen. Und Tee hat auch für jeden – logischerweise – die passende Komposition parat.

Dabei geht er musikalisch allerdings gar nicht so sehr in die Extreme. Das Fundament ist im Bereich Power Metal verortet, der stellenweise in die Bereiche Prog, Symphonic oder klassischer Heavy Metal erweitert wird. Akustische Vorbilder sind hier vielleicht AYREON, BLIND GUARDIAN, GAMMA RAY, IRON MAIDEN, NIGHTWISH etc. Allen Songs gemeinsam ist eine gewisse Komplexität und ein weitestgehend gemeinsamer Sound, der sie als zusammengehörend identifiziert. Durch diese Anzahl an verschiedenen Stimmen und auch teilweise unterschiedlichen musikalischen Ausrichtungen wirkt das Album aber nicht immer in sich stringent, sondern manchmal auch etwas zusammengestückelt.

Dennoch ist jeder Song für sich alleine sehr stark geworden, mal straight und packend wie Clear Skies mit Lance King oder sehr symphonisch in dem Track Paradise Reclaimed, bei dem sich Audrey Dandeville (IRRADIANCE) and Sindre Nedland (IN VAIN, FUNERAL) hervortun können oder sogar mal total sehr komplex und spannend wie im abschließenden The Long Run, in dem King, Vikström, Menses, Lione und Henrik Fevre von ANUBIS GATE die Gesangsspuren teilen. So vergeht die knappe dreiviertel Stunde sehr abwechslungsreich und angenehm und schreit geradezu nach einer Fortsetzung. Und die wird es auch geben, aber nicht also ENTERING POLARIS, sondern als IN MOTION. Bei diesem Projekt wird dann die eher härtere Gangart mit melodischem Death und Thrash Metal zu ihrem Recht kommen. Wir dürfen sehr gespannt sein.

Marc Langels, (Artikelliste), 05.06.2018