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The Searcher
Elivs Presley
The Searcher, Sony Music, 2018
Elvis PresleyVocals, Guitar
various Musicians
Produziert von: Ernst Mikael Jorgensen, Thom Zimny, Jon Landau Länge: 207 Min 37 Sek Medium: CD
Disc 1:
01. Trouble / Guitar Man15. Blue Christmas
02. My Baby Left Me16. Heartbreak Hotel
03. Baby, What You Want Me To Do17. Lawdy, Miss Clawdy
04. Old Shep18. Money Honey
05. That's When Your Heartaches Begin19. Hound Dog
06. That's All Right20. (There'll Be) Peace In The Valley
07. Blue Moon Of Kentucky21. Crwafish
08. Fool, Fool, Fool22. Trouble
09. Tweedlee Dee23. Farther Along
10. Baby Let's Play House24. Mona Lisa
11. Good Rockin' Tonight25. Hide Thou Me
12. Trying To Get To You26. Loving You (End Tile Take 16)
13. Blue Moon27. Lonely Man
14. When It Rains It Pours28. Power Of Love
Disc 2:
01. Milky White Way15. Run On
02. A Mess Of Blues16. Baby What You Wnt Me To Do
03. Fame And Fortune17. Suspicous Minds
04. Love Me Tender / Witchcraft (Duet with Frank Sinatra)18. Baby Let's Play House
05. Like A Baby19. Words (Rehearsel)
06. Are You Lonesome Tonight20. That's All Right
07. It's Now Or Never21. Never Been To Spain
08. Wooden Heart22. An American Trilogy
09. Swinig Down Sweet Chariot23. You Gave Me A Mountain
10. Reconsider Baby24. Burning Love (Rehearsel Version)
11. Bossa Nova Baby25. Seperate Ways (Rehearsel Version)
12. C'mon Everybody26. Hurt (Take 5)
13. Tomorrow Is A Long Time27. If I Can Dream
14. Take My Hand, Precious Lord
Disc 3:
01. Dissolution 2 - Mike McCready11. Blue Moon Of Kentucky - Bill Monroe
02. Satisfied - The Blackwood Brothers Quartet12. Ain't That Right - Eddie Snow
03. That's All Right - Arthur "Big Boy" Crudup13. Just Walkin' In The Rain - Johnnie Ray
04. She May Be Yours But She Comes To See Me Sometimes - Joe Hill Louis14. Home Sweet Home - Gladys Presley
05. Mystery Train - Little Junior's Blue Flames15. Blowin' In The Wind - Odetta
06. Smokestack Lightning - Howlin' Wolf16. Tomorrow Is A Long Time - Odetta
07. Rock-A-My-Soul - The Blackwood Brothers17. The Weight - The Staple Singers
08. Just Walkin' In The Rain - The Prisonaires18. Heartbreak Hotel - The Orlons
09. Rocket 88 - Jack Brenston And His Delta Cats19. Wooden Heart - Tom Petty And The Heartbreakers
10. Write Me A Letter - The Ravens20. Rebound - Mike McCready

Falls jemand Angst hatte, es würde in diesem Jahr kein Elvis Presley-Album erscheinen, der sei hiermit beruhigt. In der gleichen schönen Aufmachung wie zuletzt “A Boy From Tupelo“ - fester Schuber in Vinyl-Single-Größen-Format, mit dickem Booklet und drei CD's im Hartkarton eingeschoben – erschien eben “The Searcher“, mit dem Untertitel “The Original Soundtrack“.
Am 14. März startete die zugehörige 3-stündige Dokumentation von Regisseur Thom Zimny. Ein weiteres Mal wird der Weg des “King of Rock'n'Roll“ verfolgt, wieder einmal mit einem anderen Ansatz, aber das muss uns hier jetzt nicht beschäftigen, hier geht’s um die Musik.
Trouble / Guitar Man aus dem NBC TV-Special 1968 kommen wir gleich gut in die Spur und deutlich ist zu hören, wie wohl sich Elvis wieder auf der Bühne fühlte, nach all den vergeudeten Jahren in Filmen von fragwürdiger Qualität. Die 68er schimmern hier durch, aber es ist immer noch amtlicher Rock'n'Roll. So wie bei dem fast Jahre zuvor aufgenommenen My Baby Left Me, welches bald 60 Jahre später immer noch wie frisch geschlüpft klingt.
So springen wir hin und her, vor und zurück, durch etliche der besten und bekanntesten Presley-Nummern. Dem fast gejammten, rauen Jimmy Reed-Cover Baby What You Want Me To Do, der einst für seine Mutter aufgenommenen Single That's When Your Heartaches Begin, aber auch seltener Gehörtem, wie Fool, Fool, Fool, 1955 in einer Radiostation mitgeschnitten, oder Tweedlee Dee, im gleichen Jahr live in einer Highschool in Texas. Da kreischen die Teenager noch nicht durchgehend, aber die Begeisterung bricht sich bereits bahn.

Also, die Produktion hier ist jedenfalls gelungen. Besonders Elvis' Stimme kommt echt gut durch. Evtl. mal mit Kopfhören hören, wäre mein Tipp. Und dann vielleicht Lawdy, Miss Clawdy oder Hound Dog oder die 1958er Version von Trouble auf ordentlicher Lautstärke, das kommt richtig gut. Ein paar Rarities gibt’s – zumindest für den Normal-Fan – auch, wie das 1959, während seiner Militärzeit, in Elvis' Wohnung in der Bad Nauheimer Goethestraße aufgenommene Mona Lisa. Eine triefende Ballade, aber, mein Gott, Historie!
Die zweite CD zeigt unter anderem, dass Elvis auch in den frühen 60ern ansprechende, oft vom Gospel beeinflusste Songs eingespielt hat. Gleich Milky White Way ist eine Demonstration dafür. Dann hätten wir den wunderbaren Blues-Boogie Mess Of Blues - später noch von zahllosen Künstlern gecovert und teils noch veredelt - , das Duett mit Frank Sinatra bei Love Me Tender, bzw. Witchcraft, Lowell Fulsons wunderbarer Blues Reconsider Baby und Bob Dylans Tomorrow Is A Long Time, die Dylan selbst zu den schönsten Coverversionen seiner Songs zählt.
Ich zähle die “Rehearsel Versionen“ von Baby Let's Play House, Words und Burning Love zu meinen Lieblingsaufnahmen auf der zweiten CD.

Auf dem dritten Silberling gibt’s dann Rares und Obskures. Ich denke mal, die meisten dieser Songs wurden auch von Elvis aufgenommen, mit Ausnahme von Mike McCreadys leicht sphärischen Dissolution ,bzw. Rebound, die diese CD einleiten, bzw. beschließen. Kommt im Film bestimmt gut, hier etwas.. naja, verzichtbar.
Dafür sorgen die BLACKWOOD BROTHERS mit herrlichem Bluegrass für Stimmung, Arthur “Big Boy“ Crudup kredenzt sein Original von That's All Right und Howlin' Wolf beeindruckt einmal mehr mit Smokestack Lightnin'.
Mal hören, wo sich Jahre später Les Humphries bedient hat? Erneut die BLACKWOOD BROTHERS mit Rock-A-My-Soul weisen den Weg. So wie Rocket 88 dem Rock'n'Roll den Weg gewiesen hat. Auch das ein Song, der ewig jung bleibt! Oder macht.
Rarität hier Mama Presley mit Home Sweet Home. Bisher unveröffentlicht und hat auch keiner vermisst. Dauert auch nur knapp über eine Minute. Durchhalten!
Den mit Stars, wie Bill Monroe, Johnny Ray, Odetta und besonders THE STAPLE SINGERS mit The Weight wird man gut versorgt. Außerdem sorgen die Soul-Fassung von Heartbreak Hotel durch THE ORLONS und der immer noch schmerzlich vermisste Tom Petty mit Wooden Heart für Highlights.
Klar, das Meiste kennt man hier und trotzdem ist es eine schöne Zusammenstellung. Falls man den zugehörigen Film noch nicht gesehen hat, bekommt auf jeden Fall Lust darauf.
Wir warten, was uns im nächsten Jahr beschert wird.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 21.04.2018