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Fotos: CMM, eigenes Archiv
Reincarnation On Stage
Eloy Ticket 1977
Eloy Autogrammkarte 1977
ELOY Mark III (1977)

Frank Bornemann (v/g)
Klaus-Peter Matziol (b/v)
Detlev Schmidtchen (k)
Jürgen Rosenthal (d/v)
Eloy
Reincarnation On Stage, Artist Station Records, 2014
Frank BornemannVocals & Guitar
Alexandra SeubertVocals & Backing Vocals
Bodo SchopfDrums & Percussion
Michael GerlachKeyboards & Backing Vocals
Hannes FolberthKeyboards
Steve MannGuitar
Klaus-Peter MatziolBass
Anke RennerBacking Vocals
Bettina LuxBacking Vocals
Produziert von: Frank Bornemann Länge: 137 Min 47 Sek Medium: 2CD
CD1(76:57)
01. Namaste (Intro)07. Silhouette
02. Child migration08. Poseidon's creation
03. Paralyzed civilization09. Time to turn
04. Mysterious monolith10. The sun-song
05. Age of insanity11. Horizons
06. The apocalypse12. Illuminations
CD2(60:50)
01. Follow the light06. Decay of logos
02. Awakening of consciousness07. Atlantis' agony at June 5th -
03. The tides return forever8498, 13 P.M. Gregorian earthtime
04. Ro setau08. The bells of Notre Dame
05. Mystery09. Thoughts

Logo Eloy

Mit ELOY verbinde ich seit je her überwiegend Live-Erlebnisse.
Die Band hat mich beinahe im Jahresturnus durch meine musikalische Sozialisation begleitet, vielleicht oder aber gerade deswegen ich möglicherweise auch nur das Doppel-Livealbum von 1978 im Vinylregal stehen habe. Insofern freut es mich außerordentlich, nach so langer Zeit, einen neuen Live Output der Prog Urgesteine in Händen zu halten.

Wenn es nach Mastermind Frank Bornemann gegangen wäre, hätte es ELOY im neuen Millennium gar nicht mehr gegeben, da er der Ansicht war "dass ELOY ein Teil der Musikkultur des 20sten Jahrhunderts sei und nicht mehr in das neue Jahrtausend hineinpassen würde." Das Kapitel war für ihn deshalb eigentlich mit dem 1998er "Ocean II - The Answer" abgeschlossen. Doch die Fans ließen nicht locker und so wurde 2009 ein weiteres Kapitel aufgeschlagen, wenn man so will Mark VII.
Dabei markiert die Gründungsphase und das Debüt Mark I, die Zeit bis zum Split 1975 Mark II, die anschließende Hochphase bis 1980 Mark III, die Zeit bis zum erneuten Split 1984 Mark IV, die Zeit zwischen 1988 - 1992 als Duo Mark V und danach die Zeit um das 25ste Bandjubiläum bis zum vermeintlich endgültigen Split Mark VI.

"Reincarnation On Stage" schlägt einen Bogen über diese, obwohl durch Höhen und Tiefen geprägte, in der Summe aber sehr erfolgreiche Karriere, die sich nun dem fünfundvierzigsten Jubiläum nähert.
Das knapp 140minütige Doppelalbum wurde während der überwiegend ausverkauften 2012/13 Tour in Deutschland und der Schweiz aufgezeichnet und zeigt die reformierte Band, die durchweg aus Ehemaligen besteht und quasi als ultimatives Line Up bezeichnet werden könnte, in Höchstform.

Die meisten Alben werden zumindest mit einem Song gewürdigt, einige mehr wie z. B. "Colours" und "Ocean I + II", andere weniger. Puristen werden vermutlich die alten Studioversionen bevorzugen, doch die modernen Live Versionen haben ihren ganz besonderen Reiz, kommen soundgewaltig und druckvoll daher und übertreffen häufig sogar die Originale. Das liegt u. a. auch an der starken Besetzung mit 2 Gitarristen, 2 Keyboardern, Bass, Drums, zwei Backingsängerinnen und einer Solistin.
In der Nachschau wird deutlich, wie nah die Band z. B. den großen Kollegen wie Bo Hanson, Alan Parsons, GENESIS oder PINK FLOYD damals wie heute war und ist und sich vor niemandem zu verstecken braucht. Selbst ein A. A. Lucassen scheint sich hier manche Inspirationen für seine diversen Projekte geholt zu haben.

Das Doppelalbum erscheint in einem sog. "High Value 2CD Digipak" mit je einem Booklet pro CD und dürfte allen alten wie neuen ELOY Fans im Speziellen und Prog Fans im Allgemeinen entsprechenden "Value" liefern. Fragt sich nur, wie die Morlocks wohl dazu stehen.

Ralf Frank, (Artikelliste), 21.01.2014