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Hell In Eden
Diary Of Dreams
Hell In Eden, Accession Records/Indigo, 2017
Adrian HatesGesang, Gitarren
Felix "Flex" GerlachGitarren
DejanAkustisches Schlagzeug
Ella RohwerCello bei Tracks 06 & 13
Sophie MoserVioline bei Tracks 06 & 13
Produziert von: Adrian Hates & Daniel Myer Länge: 65 Min 31 Sek Medium: CD
01. Made In Shame08. Traces Of Light
02. Epicon09. Mercy Me
03. Decipher Me10. Bird Of Passage
04. Hell In Eden11. Sister Sin
05. Perfect Halo12. Nevermore
06. Beast Of Prey13. Hiding Rivers
07. Listen And Scream

Wer im Laufe der letzten Jahre mit schöner Regelmäßigkeit beim Hooked on Music vorbeigeschaut hat, der könnte während eines seiner Besuche durchaus etwas bemerkt haben. Und zwar, dass die deutschen Dark Waver DIARY OF DREAMS hier bereits mit ihrem 2015er Album "Grau Im Licht" aufgeschlagen sind. Das ist ab sofort, im wahrsten Sinne des Wortes, Geschichte, denn schließlich gilt es mit “Hell In Eden“ jetzt einen neuen Output von Adrian Hates & Co. zu würdigen.

Die aktuelle Scheibe bringt es mit ihren dreizehn Tracks immerhin auf eine recht ansehnliche Gesamtspieldauer von etwa fünfundsechzigeinhalb Minuten. Diese Zeit füllt der Sänger, Komponist, Produzent und Ex-Bassist von GARDEN OF DELIGHT, übrigens ein gebürtiger Düsseldorfer, dann natürlich auch weidlich mit Electronic Dark Wave aus.

In Prolog: Oneiroid (bezeichnet medizinisch in etwa eine möglicherweise vorübergehende, teilweise Erscheinung bei psychotischen Zuständen, mit Bewusstseinseintrübung und Innenerlebnissen) und Epilog: Entschattung, zwei kurzen Begleittexten zur thematischen beziehungsweise konzeptionellen Ausrichtung des Albums, lässt uns Herr Hates wissen, dass er mit ’Eden’ keinen Ort, sondern eine Maschine meint. Sie lässt seit undenklichen Zeiten die Träume der Menschen entstehen. Jedoch mit zunehmendem Alter und durch all das in diesen zahllosen Jahren Erlebte und Erlittene wächst ihr immer schwärzer werdender Schatten, dem unsere Albträume entspringen. Ursprünglich sollte diese Maschine die schlafenden Menschen beschützen. Durch Handlungen und Taten verändern sich die menschlichen Seelen aber. Im Laufe der Zeit werden die Menschenträume immer unreiner und dunkler. Das bleibt nicht ohne entsetzliche Folgen. Weder für ’Eden’, noch die menschliche Rasse selbst. Alle Hoffnungen der gesamten Menschheit ruhen letztlich auf den Schultern von ein paar wenigen Aufsässigen, die ’Wächter der Stille’ genannt werden. Sie sollen die Maschine ’entschatten’.

“Hell In Eden“ hat zunächst einmal grundsätzlich zwei Seiten. Auf der einen herrscht die pure Apokalypse, auf der anderen Helligkeit. Zwischen diesen beiden Polen begegnen dem Hörer jedoch noch alle nur vorstellbaren Emotionen und Stimmungen. DIARY OF DREAMS zeigen hier einmal mehr ihre wahnsinnig weit entwickelten Fähigkeiten zu Beschreibung und Darstellung nahezu aller Facetten der menschlichen Gefühlswelt.

Im Oktober und November sind DIARY OF DREAMS in Deutschland auf Tour.

Michael Koenig, (Artikelliste), 06.10.2017