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II
Deathdestruction
II, Gain Music, 2014
Tony JJVocals
Henrik DanhageGuitars
Fredrik LarssonBass
Jonas EkdahlDrums
Produziert von: Roberto Laghi Länge: 55 Min 20 Sek Medium: CD
01. Divine Justice08. False Flag
02. Dead Pilot09. I Promised You Nothing
03. Money, Blood, Crucifixus10. Taste The Mud
04. Towards The Light11. A Shelter From Harm
05. I Am The Plague12. Epilogue
06. Set The Sail13. Insane Stays Sane
07. Give It A Try

Ich habe mal wieder Glück gehabt, denn erneut landen die musikalischen Ergüsse einer schwedischen Metalband auf meinem Schreibtisch. Ein Umstand, der meistens in toller Musik in meinen Ohren und einer positiven Rezension in diesem Magazin mündet. Auch wenn "II", der Name sagt es schon, erst der zweite Longplayer der Skandinavier ist, so gehen hier keineswegs Anfänger zu Werke. Danhage, Larsson und Ekdahl betraten schon bei EVERGREY gemeinsam die Bühnenbretter, Larsson verdient sich zudem bei HAMMERFALL seine Sporen.
Am unbekanntesten und zugleich Neuzugang in der Band ist Sänger Tony JJ, der für mich zum heimlichen Star dieses zweiten DEATHDESTRUCTION-Silberlings avanciert. Doch dazu gleich mehr.

Kommen wir zuerst zu den Stücken an sich ... und diese sind recht abwechslungsreich. Schon auf den ersten vier Tracks wird deutlich, dass die Schweden sich auf ihrem Werk nicht so richtig in ein Genre pressen lassen wollen.
Mit dem Opener fischt man schon mächtig in Thrash Metal-Wassern, findet sich auf Money, Blood, Crucifixus schon fast in KYUSS-Gefilden wieder und reibt sich bei Dead Pilot und Towards The Light verwundert die Augen, hätten diese Tracks doch auch locker auf jedem FAITH NO MORE-Album Platz gefunden. Auf einem oder zwei Songs merkt man auch, dass die Jungs schon einmal ein KORN-Album gehört haben.

Sicherlich erfinden DEATHDESTRUCTION auf "II" den Metal nicht neu, köcheln hier aber einen tollen Genre-Mix, der die Platte sehr kurzweilig macht.
Dazu trägt auch der Sound bei, der nicht bis zum letzten Quäntchen Härtegrade ausreizt und so auch dem Gesang und dem Bass einen großen Freiraum lässt. Soli werden z.B. nicht immer zwangsweise von einer Rhythmusgitarre begleitet, sondern man lässt stattdessen den Bass sehr wohltuend knarzen.

Kommen wir zum Gesang. Wie oben schon erwähnt, trägt Sänger Tony JJ sehr zum Gelingen dieser Platte bei. Von Stück zu Stück wird seine doch recht große Bandbreite deutlich. Kreischt er hier noch energisch in Anselmo-Manier die tobenden Horden zusammen, so hat man schon auf dem nächsten Track den Eindruck, als wäre Mike Patton kurzerhand eingesprungen.

Insgesamt ist "II" ein weiteres Beweisstück für die hohe Kunst schwedischer Metal-Musik. Die Platte, deren Tracks teilweise sogar partykompatibel sind, wird mich sicherlich noch ein Weilchen auf meinem Player begleiten.

Kay Markschies, (Artikelliste), 26.04.2014