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Crooked For You
Death By Chocolate
Crooked For You, deepdive, 2017
Mathias SchenkGuitar & Vocals
Thomas SchläppiGuitar
Daniel WyttenbachKeyboards
Daniel SchläppiBass
Kevin CheshamDrums
Produziert von: Vance Powell Länge: 40 Min 44 Sek Medium: CD
01. Give Us A Reason07. Crooked For You
02. Gravedigger08. Two Paths
03. Cross The City Line09. Virgin Killer
04. No Shore To Come10. The Witch And The Poor
05. Foch11. Pillow Ground
06. And I Try

Mittlerweile sind sie ja schon fast alte Hasen. Nach zahllosen Gigs nicht nur in der Schweiz und im restlichen Europa, sondern auch in den USA, legt der Bieler Fünfer DEATH BY CHOCOLATE mit “Crooked For You“ bereits den dritten Longplayer vor. Dabei konnte man keinen geringeren als Vance Powell (THE DEAD WEATHER, Jack White, THE RACONTEURS) als Produzenten gewinnen. Dieser war von DEATH BY CHOCOLATE so angetan, dass aus dem ursprünglichen Deal, einen Song von dem Alternative-Produzentenpaten aus Nashville produzieren zu lassen, gleich das ganze Album wurde. Zwar nicht in Tennessee, aber immerhin in den auch nicht ganz unbekannten ICP Studios in Brüssel

Spätestens die dritte Scheibe zeigt in der Regel auf, in welche Richtung der musikalische Weg führen wird, sofern man überhaupt noch so einen langen Atem hat, darüber hinaus noch planen zu wollen – heutzutage ja auch keine Selbstverständlichkeit mehr. Bei der Band um Mathias Schenk wurden die Härtegrade etwas abgemildert, dafür setzt man noch mehr auf Songwriting und Vielseitigkeit. Es gibt natürlich weiterhin frischen, straighten Rock (die famose Auskoppelung Give Us A Reason, Gravedigger oder Virgin Killer), aber auch definitiv airplaytaugliches, geradezu popartiges Material (Cross The City Line, No Shore To Come), atmosphärische (Foch) und regelrecht einschmeichelnde (And I Try) Klänge.

Manchmal meint man ob der vielen unterschiedlichen Facetten und Stimmungen, die auf „Crooked For You“ abgebildet werden, mehr als eine Band vor sich zu haben. Dennoch entsteht nie der Eindruck der Beliebigkeit, sondern der Vielschichtigkeit von fünf Musikerpersönlichkeiten, die über die Jahre zusammengewachsen sind. So ist dieses Album sicherlich nichts für den schnellen Kick, sondern benötigt etwas Zeit zum Erkunden, bevor man sämtliche Details der elf Songs erschlossen hat. Dafür wird man dann aber mit einem länger andauernden Genuss entlohnt, der im Gegensatz zu dem der Band ihren Namen gebenden Schokokuchen nicht nur auf den Hüften, sondern nachhaltig im Gedächtnis landet.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 05.03.2017