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Whatever Witch You Are
Dead Heavens
Whatever Witch You Are, Dine Alone Records, 2017
Walter SchreifelsVocals & Guitar
Paul KostabiGuitar
Nathan AguilarBass
Drew ThomasDrums
Produziert von: Dead Heavens Länge: 33 Min 48 Sek Medium: CD
01. Rainbow Of The Ohm Chant06. Adderall Highway
02. Basic Cable07. Gold Tooth
03. Away From Speed08. Silver Sea
04. Bad Luck Child09. Experience
05. The Moon Will Listen (But Not The Sun)

Wenn man sich die Besetzung der DEAD HEAVENS vor Augen führt, mit Paul Kostabi (WHITE ZOMBIE, RIVAL SCHOOLS). Drew Thomas (INTO ANOTHER) und vor allem Mastermind Walter Schreifels (u.a. QUICKSAND, GORILLA BISCUITS), der ja so etwas wie eine amerikanische Hardcore-Legende ist, erwartet man eher Post Punk, Noise, Indie oder eben Hardcore. Doch weit gefehlt

Auf „Whatever Witch You Are“ trifft der New Yorker Underground auf schweren psychedelischen Rock mit deutlich bluesiger Schlagseite, der mit beiden Beinen in den späten 60ern und frühen Siebzigern steht. Man kann hier durchaus Reminiszenzen an klassische Acts wie CREAM, THE GRATEFUL DEAD oder MC 5 heraushören und das kommt dann irgendwie doch wieder verdammt cool rüber. Denn abseits des ohnehin schon an sämtlichen Bahnhöfen durchgefahren Retro-Rock-Zuges machen hier vier gestandene, im Stahlbad des Underground gestählte Musiker einfach mal, worauf sie Bock haben. Und da sie darüber hinaus auch noch vernünftige Songs im Gepäck mitführen macht die Scheibe auch dem Hörer so viel Spaß, wie sie den beteiligten Protagonisten offensichtlich bereitet hat.

Highlights der auf einem durchgängig guten Niveau befindlichen Setlist des –allerdings überschaubar langen – Albums sind das glühende, grummelnde Basic Cable, das heruntergedimmte The Moon Will Listen (But Not The Sund), das in der zweiten Hälfte plötzlich ausbricht, das fast schon Stoner-Rock mäßig lospolternde Adderall Highway sowie das zwischen Glam und Krautrock irrlichternde Gold Tooth.

Dem Ganzen das Sahnehäubchen setzt im Übrigen Schreifels herrlich lakonisch-lässiger Gesang auf, der so klingt als wäre der gute Herr irgendwo zwischen Hypnose und Halbschlaf. Ein wirklich hörenswertes Album, das die Welt zwar nicht verändern wird, aber wieder ein winzig kleines Stückchen erträglicher macht.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 18.06.2017