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Cosmic Wheels
Cosmic Wheels
Cosmic Wheels, Heavy Psych, 2015
Paul MarroneGuitar, Drums, Vocals, Organ, Sitar, Percussion & Slide Guitar
Vincent MarroneBass, Harmonica & Vocals
Produziert von: Cosmic Wheels Länge: 45 Min 03 Sek Medium: CD
01. Untitled 106. Untitled 5
02. Untitled 207. Untitled 6
03. Untitled 308. Untitled 7
04. Untitled 409. Untitled 8
05. No One Knows Where They've Been10. 12 O' Clock Groove St.

Bereits im Jahre 2007 ist der größte Teil des auf COSMIC WHEELS versammelten Materials entstanden. Jetzt, da der Zeitgeist gerade auf psychedelisches Zeugs, das seine Erdung in den späten 60ern und frühen 70ern des letzten Jahrhunderts hat, abfährt, kramten die Marrone-Brüder das ganze Zeugs nochmal aus. Paul Marrone, der Spiritus Rektor des Projekts war mal Schlagzeuger bei den amerikanischen Psychedelikern RADIO MOSCOW, er ist also gewissermaßen in dem Genre zu Hause.

Und man merkt, dass er Schlagzeuger ist, auch wenn er hier für fast alle Instrumente zuständig ist: Jedenfalls schreckt er auch nicht vor einem Drumsolo zurück – kommt bei einem Studioalbum doch eher selten vor. Überhaupt ist das Ganze hier doch ein bisschen sehr unausgegoren. Zwar macht das heftige Riffgewitter, das von Anfang an auf den Hörer einprasselt, zunächst mal noch durchaus Laune, so stellt sich mit der Zeit nicht nur anhand der, ähem, wenig originellen Betitelung der Stücke eine gewisse Langeweile ein. Zum einen wirken viele der instrumentalen “Untitleds“ eher wie Songentwürfe, die über die Wiederholung von Riffbausteinen und gelegentlichen Jamansätzen nicht hinauskommen. Und zum anderen strotzen die “Songs“ von COSMIC WHEELS nicht gerade vor Subtilität und Feingefühl. Will sagen: Es geht fast immer mächtig auf die Zwölf, getreu dem Namen des Labels “Heavy Psych“ und eingedenk der eigentlichen Berufung von Paul Marrone – wir erinnern uns. Der ganze Stoff ist einfach verdammt LAUT – und ich bin da ansonsten wirklich nicht empfindlich

Das Verhältnis Instrumentals zu Stücken mit Gesang ist mit 8:2 auch eher ungünstig, um einen bleibenden, positiven Eindruck zu hinterlassen. Kurzum, das hier ist zwar handwerklich gut gemacht, aber einfach viel zu viel Rohware ohne eigene Identität. Und für Untitled 3 müssten eigentlich ein paar Tantiemen an DEEP PURPLE fließen. So bleibt insgesamt ein etwas unbefriedigendes Gefühl, weshalb COSMIC WHEELS wohl nur etwas für beinharte Liebhaber härteren, riffgewaltigen Psychedelic Rocks ist.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 06.06.2015