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Original Album Classics 2
Cheap Trick
Original Album Classics 2, Sony Music, 2014
Robin ZanderVocals, Guitar
Rick NielsenGuitars, Vocals
Tom PeterssonBass, Vocals
Bun E. CarlosDrums
John BrantBass on "Next Position Please"
Produziert von: Cheap Trick, Ian Taylor, Todd Rundgren, Richie Zito,George Martin, Tom Werman Länge: 255 Min 02 Sek Medium: CD
"In Color":(1977)
01. Hello There09. Come On, Come On
02. Big Eyes10. So Good To See You
03. Downed11. Oh Boy (Instrumental Version)
04. I Want You To Want Me12. Southern Girls (Demo)
05. You're All Talk13. Come On, Come On (Demo)
06. Oh Caroline14. You're All Talk (Live)
07. Clock Strikes Ten15. Goodnight (Live)
08. Southern Girls
"Heaven Tonight":(1978)
01. Surrender08. Heaven Tonight
02. On Top Of The World09. Stiff Competition
03. California Man10. How Are You?
04. HIgh Roller11. Oh Claire
05. Auf Wiedersehen12. Stiff Competition (Outtake)
06. Takin' Me Back13. Surrender (Outtake)
07. On The Radio
"All Shook Up":(1980)
01. Stop This Game09. Go For The Throat (Use Your Own Imagination)
02. Just Got Back10. Who D'king
03. Baby LOves To Rock11. Everything Works If You Let It
04. Can't Stop It But I'm Gonna Try12. Day Tripper (Live)
05. World's Greatest Lover13. Can't Hold On (Live)
06. High Priest Of Rhythmic Noise14. Such A Good Girl
07. Love Comes A-Tumblin' Down15. Take Me I'm Yours
08. I Love You Honey But I Hate Your Friends
"Next Position Please (The Authorized Version)":(2006)
01. I Can't Take It09. Y.O.Y.O.Y.
02. Borderline10. Won't Take No For An Answer
03. I Don't Love Here Anymore11. Heaven's Failing
04. Next Position Please12. Invaders Of The Heart
05. Younger Girls13. Twisted Heart
06. Don't Make Our Love A Crime14. Don't Hit Me With Love
07. 3-D15. You Say Jump
08. You Talk Too Much16. Dancing The Night Away
"Lap Of Luxury:(1988)
01. Let Go06. Don't Be Cruel
02. No Mercy07. Wrong Side Of Love
03. The Flame08. All We Need Is A Dream
04. Space09. Ghost Town
05. Never Had A Lot To Lose10. All Wound Up

Eine zweite Ausgabe der “Original Album Classics“ macht im Falle von CHEAP TRICK durchaus Sinn. Ähnlich wie im Falle von Billy Joel, gibt es da einfach zu viele Alben, die zumindest erwähnenswert sind. Nachdem in Sonys schöner “Wiederaufbereitungsreihe“ also bereits ein 5er-Pack der Band existiert, gibt es hier – wenngleich ähnlich unstrukturiert – die nächste Handvoll Alben der Kultband.
Über Scheiben wie “In Color“, von 1977, und “Heaven Tonight“, von 1978, muss man im Prinzip nicht viele Worte verlieren. Das sind Klassiker des radiotauglichen Pop Rock-Mainstream, die vor allem in den Staaten zum Riesenerfolg der Band beitrugen und letztlich ja auch das Grundgerüst für den Live-Meilenstein "At Budokan" lieferten.
Songs wie Hello There oder Big Eyes mögen nicht vor Innovation strotzen, aber man kann sich gut vorstellen, wie man ein Live-Publikum damit in Fahrt kriegt und dass Robin Zander ein richtig geiler Shouter ist, glaubt man kaum, wenn man den Mädchenschwarm nur von Bildern kennt.
Das im Studio noch etwas flach klingende I Want You To Want Me mauserte sich bekanntermaßen in der Live-Version vom Monsterhit und läuft heute noch in den Radiostationen diesseits und jenseits des großen Teiches rauf und runter.

Zu Beginn von Surrender - wir sind beim Album “Heaven Tonight“ - fühlt man sich, durch den Einsatz eines Synthesizers, stark an THE WHO, während bereits Top Of The World noch einen moderneren Touch einbringt, der Elemente von New Wave und Punk gleichermaßen in sich birgt. Das geht eigentlich auf diesem Album recht gut ab, aber irgendwie hat man es hierzulande – und obwohl sogar ein Song den deutschen Titel Auf Wiedersehen trägt – nie sie so ganz gepackt. Das liegt sicher auch viel den Texten, die einen Großteil der Faszination der Band ausmachen und (evtl. einstmalige) amerikanische Teenager eher anspricht, als deutsche oder europäische Zöglinge.
Oftmals klingt’s halt auch sehr nach REO SPEEDWAGON, wie in Takin’ Me Back, ohne deren Power zu erreichen. Im Großen und Ganzen passt das Album aber und in dieser Edition gibt’s auch noch zwei Outtakes, die mir sogar besser gefallen, als das Endprodukt.

Große Hoffnungen hatte die Band sicher darauf gesetzt, mit dem legendären BEATLES-Produzenten George Martin für ”All Shook Dowen” zusammenarbeiten zu können. Allein bei der Hoffnung blieb es. Robin Zander liefert als Leadsänger sicher einen guten Job ab, aber für mich klingt es zu oft entweder nach ABBA (wie im Eröffnungssong), oder zu derbe hingeschleudert, wo Bands wie die RAMONES das besser und überzeugender konnten.
Immerhin finden sich hier gleich fünf Songs, die nicht auf dem Originalalbum vertreten waren, wie eine raue Version von Day Tripper. Versöhnt geringfügig.
“Next Position Please“ erschien eigentlich 1982, aber 2006 wurde eine “Authorized Version“ von der Band als Download auf den Weg gebracht, die restauriert, in der Songreihenfolge leicht verändert und durch zwei Bonusnummern ergänzt wurde. Und die wurde hier erfreulicherweise verwendet.
Vom Sound her klingt das auch wieder besser, wohl weil wieder Todd Rundgren (welcher auch gleich sein eigenes Heaven’s Failing unterbrachte) an den Reglern saß und der Band wieder mehr den 70’s Stampf-Sound verpasste. Mit ein paar modernen Tönen natürlich. Für Fans der Band sicher eine der lohnendsten Anschaffungen.
Das hätte ich auch gern über diesen Fünfling als Ganzes gesagt, aber warum man “Lap Of Luxury“ hier nochmal miteingetütet hat, wo die Scheibe schon Bestandteil der ersten “Original Album Classics“ war (!), entzieht sich jeder Logik und so auch meinem Verständnis. Da hat jemand massiv geschlafen!
Vielleicht wird das bei Gelegenheit ja noch korrigiert, dann hätte man mit dieser Ausgabe die CHEAP TRICK Sammlung recht günstig beieinander.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 16.05.2014