Embrace Overcome
Bury My Regrets
Embrace Overcome, Thousand Times, 2015
Sven BrechtelVocals
Ilja TufekcikGuitar
Andreas SaupeGuitar
Tobias KliemkeBass
Florian KliemkeDrums
Produziert von: Kristian Kohlmannslehner & Bury My Regrets Länge: 32 Min 39 Sek Medium: CD
01. First Step: Outgrow07. Chaos & Madness
02. Quite Something Quiet Now08. Repeat/Reverse
03. To Separate What's Right From Wrong09.There's Still No Place Liek Home
04. The End In Mind10. Illu(Me)Nate
05. Towards The Sun11. Embrace Overcome
06. Blinded Children

Inzwischen sind doch ein paar Jährchen ins Land gegangen, seit die Kombination aus zeitgenössischem Metal und Hardcore so einiges zum Einstürzen gebracht hat. Aber man muss ja nicht immer das Rad neu erfinden, wie unzählige retrospektiv ausgerichtete Acts beweisen, die trotzdem ihren Platz im Musikbusiness innehaben. Nun also Metalcore 2.0 aus der Gegend um Mannheim von BURY MY REGRETS, die hier ihren ersten Longplayer unters Volk bringen. “Embrace Overcome“ bietet alles, was das Herz des Genreliebhabers begehrt: Fette Riffs, aggressives Gebrülle im Kontrast zu melodischem Klargesang, schneidende Gitarren und auch ein paar Momente zum Chillen (The End In Mind, Repeat/Reverse).

Das Songmaterial ist ordentlich, das Timing passt und insbesondere Sänger Sven Brechtel überzeugt mit einer beeindruckenden Bandbreite in seinen vokalen Ausdrucksmöglichkeiten. Hier wurde ganz offensichtlich viel Schweiß und Arbeit investiert, um sich selbst und den Bandsound weiterzuentwickeln – denn für eine junge Truppe (man ist erst seit 2011 auf dem Schirm) klingt das schon sehr ausgeschlafen und trotzdem noch entsprechend hungrig und leidenschaftlich.

Das Ganze kommt auch angemessen druckvoll aus den Boxen, die Produktion ist ebenso wie die gesamte Bandperformance hoch professionell und – auch international – absolut konkurrenzfähig. Es muss eben jeder selbst entscheiden, ob er anno 2015 noch auf derartige Klänge abkann. Für Metalcore Jünger gilt jedenfalls: Mit einem Antesten von BURY My REGRETS kann man eigentlich nichts falsch machen.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 18.03.2015