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Crush - Special Edition
Bon Jovi
Crush - Special Edition, Universal Music, 2011 (2000)
Jon Bon JoviVocals
Richie SamboraGuitars, Backing Vocals
Tico TorresDrums, Percussion
David BryanKeyboards, Backing Vocals
Hugh Mc DonaldBass
Michael Dearchin, Melissa Russo, Meredith RussoBackground Vocals on One Wild Night
Produziert von: Luke Ebbin, Jon Bon Jovi and Richie Sambora Länge: 73 Min 10 Sek Medium: CD
01. It's My Life09. Captain Crash & The Beauty Queen From Mars
02. Say It Isn't So10. She's A Mystery
03. Thank You For Loving Me11. One Wild Night
04. Two Story TownBonus Tracks:
05. Next 100 Years13. It's My Life (Live)
06. Just Older14. Just Older (Live)
07. Mystery Train15. Captain Crash & The Beauty Queen From Mars
08. Save The World

Da hatten sich die Herren von BON JOVI eigentlich ganz gut aus der Affäre gezogen und ab Mitte der 90er einfach mal ein paar Jahre Urlaub gemacht. Da lief's ja nach Grunge eh erst einmal nicht so rund mit der Rockmusik und die Band hatte ja auf den ausgedehnten Touren und mit den megamäßig verkauften Alben genug Kohle gescheffelt.
Rechtzeitig zur Fussball-EM 2000 waren sie aber wieder in den Startlöchern und lieferten mit It's My Life die "Titelmelodie ebenso wie einen Superhit. Vielleicht kann ich deswegen das Lied heute nicht mehr ertragen. Außerdem: So toll, im Vergleich zu anderen Stücken der Band, ist es wirklich nicht. Da kann Johnny noch so oft den Frankie Sinatra zitieren und Tommy und Gina herbeizitieren.
Gleichzeitig wurde der Rest des Albums ein wenig von der Endlos-Umlaufbahn dieses Songs erschlagen und wenig davon drang an die Ohren derer, die dieses Album nicht gekauft haben. So wie ich.
Dabei muss ich heute sagen, dass es für gewisse Tätigkeiten gar nicht mal so schlecht taugt. Zum Reifenwechseln beispielsweise. Da hört man nicht so konzentriert zu und mancher Song geht gnädig an einem vorbei, weil man sich gerade über ein fest sitzendes Rad oder Ähnliches ärgert.
Bei Say It Isn't So wäre vielleicht, nach dem ganz motivierten Beginn, mehr drin gewesen, aber dann driftet man in so eine schwülstige Lennon/BEATLES-Melodie ab, dass einem die Hoffnung wieder vergeht.

Und mit dem dritten Song sind wir in der bewährten BON JOVI Balladenstimmung drin. Wenn man gerade recht verliebt ist, dann funktioniert Thank You For Loving Me, aber ansonsten sieht's da eher schlecht aus.
Two Story Town schein mir ein Überbleibsel aus Jon Bon Jovis zweitem Soloalbum zu sein, welches mir eigentlich sogar ziemlich gut gefällt. Aber halt nicht, wenn BON JOVI genauso klingen wollen. Scha-la-la ...
Bei Next 100 Years darf Richie Sambora etwas deftiger hinhauen. Also, zum Teil. Dann läuft es wieder denselben Kanal runter, wie der Großteil des Albums und da sind die Gitarren im Mix einfach zu indifferent. Nachdem man den Song zu einer Möchtegern-Stadionhymne aufgeplustert hat - inkl. Bach-Trompete - darf überraschen Richie Sambora doch noch ein fetziges Solo hinterdrein knallen. Immerhin.
Mit Just Older - das "but not wiser" verkneift sich Jon-Boy - versucht man die Midlife-Krise zu verdrängen: "Not old - just older". Schön, aber deswegen auch nur ok, und nicht besser.
Mystery Train, ja das wär's gewesen, wenn das die alte Elvis-Nummer geworden wäre. Leider plätschert es erneut wenig inspiriert dahin. Nee, der Zug ist so langsam wie abgefahren.

Stöhn, mit Save The World rettete man damals keine Welt und heute auch nicht. Erkennt der Sänger ja dann auch selbst. Dabei hatten wir so viel Hoffnung in das Superman-Tattoo gesetzt ... Aber man nickt immerhin ganz gut weg dabei.
Captain Crash & The Beauty Queen From Mars ist jetzt nicht der Bringer, aber immerhin einer der besseren Songs hier und wird entsprechend später auch bei den Live-Tracks nochmal gewürdigt.
Bis zum Ende tut sich nicht mehr viel und lediglich das spaßig eingeleitet One Wild Night kann nochmals das Feuer etwas auflodern lassen. Fast als stammte der Song aus einem anderen Album.
Na ja, die drei Live-Tracks sind ein netter Bonus auf dieser "Special Edition" aber das Album wird dadurch auch nicht besser. Trotz der Hit-Single und des einigermaßen runden Abschlusses bleibt "Crush" eins der schwächsten BON JOVI Alben und der Titel "Crash" wäre eigentlich passender gewesen.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 02.04.2011