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Living With The Ancients
Blood Ceremony
Living With The Ancients, Rise Above Records, 2011
Alia O'BrienVocals, Organ & Flute
Sean KennedyGuitars
Lucas GadkeBass
Andrew HaustDrums
Produziert von: Blood Ceremony Länge: 51 Min 56 Sek Medium: CD
01. The Great God Pan06. Oliver Haddo
02. Coven Tree07. Night Of The Augury
03. The Hermit08. The Witches Dance
04. My Demon Brother09. Daughter Of The Sun
05. Morning Of The Magicians

Die kanadischen Okkult-Rocker von BLOOD CEREMONY sind mit ihrem zweiten Album auf dem besten Wege, zu einer richtig festen Nummer im Sektor Doom zu warden. Denn inzwischen hat die Band aus Toronto den Exotenbonus nicht mehr nötig, dazu sind die Songs mittlerweile zu gut, die Arrangements zu stimmig und die finstere Atmosphäre zu perfekt ausgekleidet. Die, um es auf einen kurzen Nenner zu bringen, Mischung aus BLACK SABBATH und JETHRO TULL, funktioniert und weiß zumindest auf Albumlänge richtiggehend zu fesseln.

Schon der mehr als siebenminütige Opener The Great God Pan wirft den Hörer mit fauchender Orgel und satten Doomklängen in eine andere Zeitebene, während beim dem knackigen Coven Tree das Markenzeichen von BLOOD CEREMONY, die Flötenklänge, für Akzente sorgen. Rein instrumental und quasi ein Flötensolo ist The Hermit. Schön schaurig-psychedelisch wird es dann bei dem Aleister Crowley gewidmeten Oliver Haddo (dieser Name wurde von Crowley als Pseudonym genutzt). Verwoben mit frühen progressiven Klängen aus dem analogen Zeitalter und düsteren Beschwörungen ergibt dies ein richtig schön trübes musikalisches Hexengebräu.

Wo wäre diese junge, spannende Band besser aufgehoben als bei Lee Dorrians Rise Above Records? Das Konzept wirkt ziemlich perfekt umgesetzt, es klingt zu keiner Zeit aufgesetzt oder wird gar lächerlich mit all den schwarz-magischen Bezügen. In sich runder und schlüssiger als das Debütalbum, dazu noch mit einem passenden Artwork versehen (das war auch noch ein ziemliches Manko beim Erstling) ist “Living With The Ancients“ eine dicke Empfehlung für alle Doom-Jünger, die Lust auf Gänsehaut beim Musikhören haben.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 03.03.2011