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Fotos: Christie Goodwin
Afterglow
Black Country Communion
Afterglow, Mascot Records, 2012
Glenn HughesGesang, Bass
Joe BonamassaGitarre, Gesang
Derek SherinianKeyboards
Jason BonhamSchlagzeug
Produziert von: Kevin Shirley Länge: 57 Min 50 Sek Medium: CD
CD
01. Big Train07. Dandelion
02. This Is Your Time08. The Circle
03. Midnight Sun09. Common Man
04. Confessor10. The Giver
05. Cry Freedom11. Crawl
06. Afterglow
Bonus DVD
01. The Making of “Afterglow”04. Confessor (Studio Video)
02. Afterglow (Studio Video)05. Midnight Sun (Studio Video)
03. This Is Your Time (Studio Video)

Logo Black Country Communion

Das erklärte Ziel war es, BLACK COUNTRY COMMUNION zur größten Band des Planeten zu machen und in einer Liga mit den ganz Großen der Rock-Geschichte, wie DEEP PURPLE oder LED ZEPPELIN zu spielen. Nun scheinen die vier Musiker Glenn Hughes (Gesang & Bass), Joe Bonamassa (Gitarre & Gesang), Derek Sherinian (Hammond & Keyboards) sowie Jason Bonham (Schlagzeug) sich selber im Wege zu stehen.
Schon vor der Veröffentlichung des dritten Streiches binnen zwei Jahren, “Afterglow“, machen Gerüchte über das Ende der Supergroup die Runde. Befeuert werden sie ausgerechnet von Hughes höchst selbst, der seine Enttäuschung nicht verbergen kann, dass Gitarren-Maestro Bonamassa halt auch eine Solo-Karriere hat, die er mit beständigen Solo-Tourneen am köcheln hält. Dadurch hat er wenig Zeit mit BLACK COUNTRY COMMUNION um den Erdball zu touren. Das wäre aber wohl wichtig, um das oben genannte Ziel zu erreichen.

Aber diese Debatte sollte nicht von dem eigentlichen Ereignis ablenken und das ist wieder einmal die Musik.
BLACK COUNTRY COMMUNION bieten auch auf dem dritten Album Hard Rock typischster 1960er- & 1970er-Jahre-Prägung. Dabei klingen die Kompositionen dieses Mal etwas wehmütiger, weniger direkt, oder ungezügelt und treibend als noch auf den beiden anderen Alben. Das beginnt schon mit dem Opener Big Train. Wo Black Country (Debüt) und The Outsider (Zweitwerk) direkt losbretterten, da geht es hier gemächlicher zu Werke. Immer wieder wird das Tempo rausgenommen, um dann in Bridge und Refrain Gas zu geben. Aber das ist lediglich ein exemplarisches Beispiel, das man beliebig wiederholen könnte.
Die Stücke sind aber wieder eine wahre „Ohrenweide“, die den Lauschern schmeicheln und zum besten gehören, was BLACK COUNTRY COMMUNION bisher veröffentlicht haben. Hoffen wir mal, dass es doch noch nicht das letzte Album ist.

Zu Gute kommt dem Album auch, dass die Songwriting-Last auf mehr Schultern verteilt wurde als bisher. Dabei kommen auch Bonham und Sherinian mehr zum Einsatz und zu Wort. Generell hat man das Gefühl, dass dieses Mal alle Musiker mehr involviert waren und mehr Möglichkeit haben, ihre Beiträge zu leisten, sowie Ideen einzubringen. Das gilt insbesondere im Fall Sherinian, der hier präsenter ist als bei den beiden vorangegangenen Alben.
Aber auch Bonham liefert hier eine absolut beeindruckende Leistung ab und beweist, dass Talent eben doch vererbbar ist. Das tut “Afterglow“ natürlich hörbar gut. Dominiert wird das Gebotene aber wieder einmal von Hughes’ Groove und souliger Stimme sowie Bonamassas phantastischer Gitarrenarbeit.
All das zusammen ergibt ein wirkliches imposantes Album. Es wäre wirklich schade, wenn “Afterglow“ der Nachruf einer überaus talentierten Band wäre, die sich eben manchmal ein wenig selber im Weg steht.

Marc Langels, (Artikelliste), 02.11.2012

Seit Tagen mache ich mir Gedanken, wer denn wohl die Nachfoge von Joe Bonamassa antreten könnte? Wenn dieses amerikanische Arbeitstier wirklich die BLACK COUNTRY COMMUNION verlässt, darf dies nicht das Ende der Combo bedeuten. Das wäre schade. Denn auch ihr drittes Album "Afterglow" schlägt haargenau in die gleiche scharfkantige Kerbe wie die beiden unbetitelten Vorgänger I & II. Schwerer, mächtiger, riffbetonter, bluesgetränkter Hard-Rock, mit diesen unnachahmlichen Vocals des gebürtigen Briten Glenn Hughes, der auch hier einen Großteil der Kompositionen zu verantworten hat und als Triebfeder der Band gilt.

Wer allein die ersten drei Titel, Big train; This is your time und Midnight sun als Maßstab hernimmt, muss einfach als alter 70's Hard-Rock und Blues-Rock-Fan zu dem Schluss kommen, es mit einem astreinen Album zu tun zu haben. Die Verarbeitung der althergebrachten Konzepte bauen die vier Ausnahmemusiker auf beeindruckende Weise zu einem relativ eigenständigen Ideengespinst zusammen, das mit Leidenschaft, Hingabe und akribischer Detailtreue umgesetzt wird. Man höre nur den umwerfenden Titelsong Afterglow. Eine geniale Mischung aus versponnener Zärtlichkeit und brachialer Wucht. Wow!

Klar, es gibt auch ein paar schwächere Momente. The Circle und Common man zünden zumindest bei mir nicht so stark wie zum Beispiel Dandelion, wobei ich aber den instrumentalen, Funk und Fusion getränkten Schluss von Comman man äußerst geil finde. The Giver und Crawl halten ebenfalls nicht ganz das hohe Niveau der ersten sieben Titel. Aber sei's drum, die Ausbeute von sieben geilen Tracks bei elf ins Rennen geschickten ist doch sehr stattlich.

Aber wenn Bonamassa nun wirklich abhaut, was dann? Wer fällt euch denn so ein? Richie Kotzen, Steve Lukather? Oder so'n junger Hüpfer wie Oli Brown? Puh!

Frank Ipach, (Artikelliste), 28.10.2012

Wo hat dieser "Hungerhaken" Glenn Hughes, der auch diesmal als Hauptkomponist und Texter fungiert, bloß diese Power her?
Auch diesmal schält sich das von Haus und Hof Produzent Kevin Shirley betreute 3. BCC Projekt hart aber herzlich aus den Boxen heraus und lässt den mal filigran und mal wuchtigen Opener Big Train in bester DREAM THEATER Manier mit vielen Tempiwechseln durchs Zimmer rauschen, während Midnight Sun schon unverholen bei THE WHO`s Won`t get fooled again stiebitzt, blitzt widerum bei Confessor prächtigstes PURPLE'sches Deja Vu durch.

Eigentlich nichts Neues was BCC hier aufbieten, es groovt und dampft mit This Is Your Time aus allen Rohren und das sie musikalisch über alle Zweifel erhaben sind, versteht sich von selbst.
Damit die Sache kein Glenn Hughes Soloprojekt wird, sorgt hin und wieder Joe Bonamassa mit seinen zupackenden Gitarrenakkorden und Backing Vocals u.a bei Cry Freedom auch mal für etwas Abwechslung, wobei Bonamassas musikalisches Wirken durch seine eigenen Projekte diesmal sichtlich eingeschränkt scheint.

Afterglow bringt als Titeltrack viel balladeske Dramatik mit, wird mit Sherinians Keyboardteppich ummantelt und schraubt sich in ungeahnte epische Höhen, während The Circle die künftige Vorzeigekonzert Rockballade werden könnte und Common Man den Akteuren Platz für kleine solistische Eitelkeiten einräumt und live sicherlich noch eine bessere Figur machen wird, ist This Is Your Time als Beitrag für das Spartenradio geradezu prädestiniert.

Unter dem berühmten Strich bieten BCC nichts Neues, aber das Alte und Bewährte in gleichermaßen beindruckender Spielfreude und Perfektion.
Und das erfreut doch auch.

Michael Masuch, (Artikelliste), 28.10.2012

Wie gehabt legen BCC gleich wieder ordentlich los und erinnern mich hier und da einmal mehr an DEEP PURPLE's Mark IV, allerdings wie sie hätte klingen müssen, um damals das Ruder noch herumzureißen.
Derek Sherinian zaubert dabei diverse Keyboardsounds aus dem Hut, dass Jon Lord, aber auch John Paul Jones daran ihre Freude haben dürften. Nebenbei bewirbt er sich mit dem Intro zu Midnight Sun für ein weiteres CSI Spin-off Titeltheme, die Kollegen scheinen auch nichts dagegen zu haben und rocken fleißig mit.

John Bonhams Filius schwingt wie vormals sein alter Herr eine mächtige Keule, Flitzefinger Joe Bonamassa rockt sich bei BCC amtlich durch klassische Riffs und Soli, dass es im Gegensatz zu seinen Solopfaden fast schon modern daher kommt und Mastermind Glenn Hughes erlebt durchaus seinen dritten oder vierten Frühling, für Retro Fans ein erneutes Fest vom Feinsten.

Zumindest was die erste Hälfte des Albums betrifft, welches nach hinten heraus ein wenig schwächelt (IMHO), aber immer noch genügend Potenzial in sich birgt, um jede Attacke durch Hobo-Rocker wie z. B. SILVER HORSES & Co. abzuwehren, denen man u. a. mit dem Titelstück oder Dandelion eine Lehrstunde erteilt, wie man LED ZEPPELIN adaptieren kann, ohne zu dreist zu kopieren.

Die Jazz-Rock-Improvisationen zum Schluss hätte es für meinen Geschmack nicht bedurft, aber Geschmäcker sind halt verschieden.
"Ich finde, dass die elf neuen Songs klingen, als ob wir bereits mindestens 150 Konzerte gespielt hätten. In Wirklichkeit sind es jedoch bislang gerade einmal 40" witzelt Hughes, andersherum wäre aber vielleicht auch eine Option.

Das Album erscheint in verschiedenen Versionen, als Standard, als Bonus Edition inkl. DVD oder diversen Packages mit allerlei Schnickschnack, einige davon gab es offiziell nur über den BCC-Store und sind scheinbar bereits ausverkauft.

Ralf Frank, (Artikelliste), 28.10.2012

GLENN HUGHES KOMMENTIERT DIE ELF NEUEN SONGS:

BIG TRAIN: „Der perfekte Opener für das neue Album. Die energetischen Drums zu Beginn packen den Zuhörer sofort. Dieser Song ist ein Paradebeispiel für die große Dynamik von Black Country Communion.“

THIS IS YOUR TIME: „Dieses Stück kulminiert in einem Refrain, der wie fürs Radio geschaffen klingt.“

MIDNIGHT SUN: „Eine wahrhaft bombastische Nummer, die stilistisch bis in die späten Sechziger und frühen Siebziger zurückgeht. ´Midnight Sun` wird garantiert ein toller Live-Track werden.“

CONFESSOR: „Noch eine Nummer, die alle Stärken dieser Band repräsentiert. Ein riesiger Rocktrack, dafür gemacht, um in Konzerten gespielt zu werden.“

CRY FREEDOM: „Tolles Riff am Anfang, dieser Song besitzt ein starkes Gesangsduett zwischen Joe und mir. So geradlinig wie ´Cry Freedom` sollte eine echte Rocknummer sein.“

AFTERGLOW: „Mein persönlicher Favorit auf dieser Scheibe und deshalb auch der Titeltrack. Eine Art gewolltes Drama zwischen meiner engelsgleichen, sanften Stimme und meinem rauen Rock-Timbre. So wie ich auf diesem Song singe möchte ich bei den Fans in Erinnerung bleiben. Stolz bin ich auch auf die gelungenen Orchestrationen.“

DANDELION: „Eine sagenhaft groovende Nummer, die sich durch ganz unterschiedliche Stimmungen hindurch bewegt.“

THE CIRCLE: „´The Circle` war der erste Song, den ich für AFTERGLOW schrieb. Ein eher verträumtes Stück mit einem persönlichen Text. Ich bin sehr stolz auf diese Nummer.“

COMMON MAN: „Jason Bonham ist nicht nur ein toller Schlagzeuger, sondern auch ein grandioser Komponist. Er schrieb die Musik zu dieser Nummer, ich den Text. Ich denke, dass man unsere Freude über die gelungene Zusammenarbeit spürt.“

THE GIVER: „Ich habe mich in den zurückliegenden Jahren sehr zum Positiven verändert und bin darüber sehr glücklich. Früher war ich jemand, der immer nur genommen hat. Heute bin ich dagegen ein Mensch, der vor allem gibt und Anderen Freude bereiten will. Eine sehr spirituelle Entwicklung, die ich durchlebt habe.“

CRAWL: „Ein ziemlich aggressiver Song, der auch die dunkle Seite von Black Country Communion zeigt. Ich wollte AFTERGLOW unbedingt mit einem starken, eher düsteren Statement beenden. Dies ist uns mit ´Crawl` gelungen.“

(Quelle: Pressetext)