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Halations
Black As Chalk
Halations, Timezone, 2011
Julian SchimaGuitar, Vocals & Mandolin
Bartek PakulskiKeyboards, Piano & Backing Vocals
Fabian KaluschaBass, Accordeon & Backing Vocals
Tim GeppertDrums & Backing Vocals
Gäste:
Michael ReinkePercussion & Backing Vocals
Siegmar PohlBacking Vocals
Produziert von: Siegmar Pohl, Michael Reinke & Black As Chalk Länge: 44 Min 06 Sek Medium: CD
01. I Do07. -
02. Alibi08. Start A Fire
03. Little Girl09. Drunken Boy
04. Dance10. Trash 'N' Cash
05. The Cloven Boy11. Spanish Flu
06. Weird Lovemakers12. Poor Lucy

“Halations“ ist das zweite Album der Band aus Göttingen mit dem schön paradoxen Namen BLACK AS CHALK. Und auch wenn der Wachzettel mit der Titulierung “Indie-Monster“ mal wieder zu viele der Sterne vom Himmel holt, ist es eine durchweg hörenswerte Angelegenheit geworden. Meist eher im ruhigen Tempo gehalten, dabei aber nicht behutsam oder vorsichtig, manchmal gar unter der Oberfläche brodelnd und mit Tiefgang. Man versucht den Spagat zwischen Kopf und Bauch, Emotionen und Intellekt, was im wesentlich auch gelingt.

Wenn es gar zu selbstreflektiv zu werden droht, wird es plötzlich richtiggehend hedonistisch und unbedingt tanzbar (The Cloven Boy, Weird Lovemakers). Stilistisch pendelt man zwischen Post Rock (I Do), Indie Pop und gelegentlich eingestreuten Discobeats. Die Tatsache, dass sich, vielleicht abgesehen von Start A Fire nichts sofort in den Gehörgängen festkrallt, werte ich auch eher positiv – so hat man bei künftigen Hördurchgängen noch einiges zu entdecken. Man ist ja schließlich keine Popformation mit Hitanspruch.

Könnte sein, dass sich in Niedersachsen, aus Sicht der Metropolen Hamburg. Berlin oder Köln sicherlich gerne als Provinz angesehen, ziemlich Spannendes in Sachen Independent entwickelt. Spontan fallen mir da noch KJU, TERRY HOAX, SEEDCAKE, HAMMERHAI, REEBOSOUND oder die PSYCHEDELIC AVENGERS ein, die doch eine feine Underground-Klinge zu führen wissen. Auch BLACK AS CHALK können sich in diese Auflistung einreihen, man sollte auf jeden Fall die Ohren offen halten um nicht zu versäumen, was da noch kommt.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 28.04.2011