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CrossCut Records
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Alabama Swamp Stomp
Billy C. Farlow
Alabama Swamp Stomp, CrossCut Records, 2011
Billy C. FarlowLead Vocals & Harp
Jean-Paul AvellanedaGuitar, Dobro, Backing Vocals
Bruno QuinoneroBass, Backing Vocals
Stephane AvellanedaDrums, Cajon, Percussion, Backing Vocals
Produziert von: Jean-Paul Aveilaneda Länge: 54 Min 43 Sek Medium: CD
01. Snake Eyes08. What Have I Done
02. Runnin' From The Fire09. Juke Joint Friday Night
03. Magnolia Darlin'10. Alligator Crawl
04. Drive Me Like A Mule11. Yella Pocahontas
05. God Rockin' Mama12. Black Lazarus
06. Tennessee Saturday Night13. Jenny's Comin' Home
07. My Name Is Trouble14. Wild About You (Je Suis Fou De Vous)

Billy C. Farlow stammt aus dem Süden der Vereinigten Staaten und dementsprechend atmet auch sein neues Album den Geist und Sound jener Gegend. Ist also durchdrungen von Blues, Soul, Gospel und natürlich einem guten Schuss Rock'n'Roll. Das war nicht immer so, bzw. war die Mischung anders verteilt, als Farlow noch Mitglied und Songschreiber von COMMANDER CODY & THE LOST PLANET AIRMEN war. Ich hab, ehrlich gesagt, nie einen rechten Zugang zu dieser Kulttruppe gefunden, allerdings hat Billy C. Farlow sich schon lange vorher dem Blues verschrieben und unter anderem den legendären Little Walter in der Band von Sam Lay ersetzt hat. Grundierung ist hier also genug vorhanden und so wundert es letztlich nicht, dass Farlow mit "Alabama Swamp Stomp" ein tolles Blues-Album vorlegt.
Ihm zur Seite stand die französische Bluesband MERCY, deren Leader das Album auch - vortrefflichst, möchte ich einfügen - produziert hat.
Die ersten Töne von Farlows Blues-Harp sorgen sofort für die richtige Stimmung. Bereits hier dampft und schwitzt das Flair des Südens aus diesen Aufnahmen. Rau und leicht angezerrt klingen Mundharmonika, Gitarre und Stimme und es brodelt herrlich vor sich hin. Das klingt herrlich nach den Swamps, auch wenn die Gitarre einen etwas moderneren Touch hat.
Auch bei Runnin' From The Fire wummert es in bester Swamp-Manier. Wie ein guter Delta-Eintopf brodeln die Instrumente umher, tauch auf und ab und sorgen für eine tolle Spannung.
Und auch in Magnolia bleibt es in diesem Stil, während Farlow zum Sprechgesang wechselt und wie der Erzähler einer Fahrt durch den Süden wirkt. Soul und Gospel durchziehen diese Nummer wie die Nebelschwaden die Sümpfe am Morgen.

In Good Rockin' Mama geht's dann erst einmal akustisch zu, mit Dobro und coolem Feierabend-Blues für die Veranda, solange es noch zu heiß für den Up-Beat-Rock'n'Roll ist. Auch hier wieder ein dicker Anteil an Gospel, Soul und Doo-Wob.
Dann ist es aber Zeit die Party ins Rollen zu bringen und beim Tennessee Saturday Night-Shuffle kommt auch sofort Stimmung auf. Da ploppen die Bierflaschen von alleine auf und der Hintern rutsch vom Barhocker.
Auf Anhieb bleibt mir My Name Is Trouble als einer der ersten Songs im Kopf hängen: Erdiger Midtempo-Blues voller Blues-Harp-Licks und Slide-Riffs. Da wippt jeder umgehend wissend mit, als würde er selbst diese Namen tragen.
What Have I Done könnte ich mir ganz gut im Repertoire von mancher Southern-Rock-Band vorstellen, wenn die mal voll auf den Blues aus ist.
Dagegen bedient Juke Joint Friday Night die funky R&B-Fraktion, die sich sonst gerne im Umfeld von Mister SRV wohl fühlen. Geht gut ab.

Natürlich steht Billy C. Farlow immer an vorderster Front, aber die drei Herren, die seine Backingband bilden, agieren äußerst gekonnt. Wobei besonders Jean-Paul Avellaneda an der Slide-Gitarre glänzt, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu schieben.
Wohl als kleinen Tribut an seine Begleiter liefert Farlow am Schluss mit Wild About You (Je Suis Fou De Vou) noch einen kleinen Französischkurs, der dieses Album entspannt beschließt.
"Alabama Swamp Stomp" ist ein absolut stimmiges, toll klingendes Album voller guter Bluesnummern. Vorgetragen von einem erstklassigen, mitreißenden Sänger und Blues-Harp-Spieler und seiner Band.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 14.08.2011