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Songs Of Love And Death
Beyond The Black
Songs Of Love And Death, UMG, 2015
Jennifer Haben (19)Lead Vocals
Christopher Hummels (31)Rhythm Guitars, Backup Vocals
Nils Lesser (24)Lead Guitars
Michael Hauser (26)Keyboards
Erwin Schmidt (33)Bass
Tobias Derer (24)Drums
Produziert von: Sascha Paeth, Thorsten Brötzmann, Ivo Moring u. a. Länge: 56 Min 19 Sek Medium: CD
01. In The Shadows07. Running To The Edge
02. Songs Of Love And Death08. Numb
03. Unbroken09. Drowning In Darkness
04. When Angels Fall10. Afraid Of The Dark
05. Pearl In A World Of Dirt11. Fall Into The Flames
06. Hallelujah12. Love Me Forever

Beyond The Black

BEYOND THE BLACK wurden vor nicht allzu langer Zeit (2014) von der 19jährigen, aus Saarbrücken stammenden Multiinstrumentalistin und Goldkehlchen Jennifer Haben mit Freunden, allesamt studierte Musiker, deren Einflüsse ein breites Spektrum von EVANESCENCE bis PANTERA umfassen, in Mannheim gegründet.
So weit, so gut, zumindest wollen die diversen Presseinfos und Bios entsprechendes vermitteln, hinter vorgehaltener Hand spricht man in der Szene allerdings eher von einem Retortenprojekt.
Für letzteres spricht zumindest der rasante Aufstieg der Newcomer mit Plattenvertrag bei dem Majorlabel UMG, einer Test-Tour durch England als Support für SAXON, Auftritten beim letzten und nächsten W.O.A. sowie auf der kommenden Metal Cruise, Videodeals mit der Filmindustrie, TV-Werbung und nicht zuletzt einem Debütalbum wie aus dem Hitgenerator, veredelt von einer hochkarätigen Rock und Pop Produzentenriege wie Sascha Paeth (AVANTASIA), Thorsten Brötzmann oder Ivo Moring.

Wen dies nicht stört erwartet jedoch ein Album wie aus einem Guss in der Schnittstelle aus Female Fronted Metal, Folk Metal und Symphonic Power Metal, wie geschaffen dafür, den etablierten Vertretern des Genres ordentlich das Fürchten zu lehren.
Fräulein Habens Gesangsspektrum orientiert sich dabei eher an einer Mel C. als an Tarja Turunen und erweist sich dadurch fraglos als radiotauglich. Im Gegensatz dazu stehen heftige Riffattacken sowie folkige Celticeinflüsse samt Flöte, Dudelsack und Drehleier, die beinahe der Feder BLACKMORE'S NIGHT entsprungen sein könnten.

Als Rausschmeißer erlaubt sich die Band das Experiment MOTÖRHEADS Halbballade Love Me Forever in Schmalz einzulegen, was vielleicht nicht jedermanns Sache sein dürfte. "Ich fand den Song schon immer klasse und stellte mir bereits beim ersten Hören vor, wie er am Piano klingen könnte. Jetzt konnte ich ihn endlich nach meinen Vorstellungen umsetzen", erklärt Jennifer dazu.

Einziger Wermutstropfen ist ein notorischer Schreihals, der glaubt, durch sein Klingonengebrüll die Songs noch "aufwerten" zu müssen, was sich leider als Eigentor herausstellt. Falls dies jedoch dazu geführt haben sollte, dass man neben AMON AMARTH einen Fuß in die Tür zu dem Action-Spektakel "Northmen - A Viking Saga" bekam, hat es wenigstens etwas Gutes bewirkt. Zum Glück sind die Songs aber auch stark genug, um den Radau auszuhalten, schöner wär's aber ohne (IMHO).

Ralf Frank, (Artikelliste), 12.02.2015