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Knights Call
Axel Rudi Pell
Knights Call, SPV, 2018
Axel Rudi PellGitarre
Johnny GioeliGesang
Ferdy DoernbergKeyboards
Volker KrawczakBass
Bobby RondinelliSchlagzeug
Produziert von: Axel Rudi Pell & Charlie Bauerfeind Länge: 58 Min 11 Sek Medium: CD
01. The Medieval Overture (Intro)06. Truth And Lies
02. The Wild And The Young07. Beyond The Light
03. Wildest Dreams08. Slaves On The Run
04. Long Live Rock09. Follow The Sun
05. The Crusaders Of Doom10. Tower Of Babylon

Seit 20 Jahren gibt es eine gewisse Konstante im Universum des Axel Rudi Pell: im Abstand von zwei Kalenderjahren erscheint ein neues Studiowerk des blonden Gitarristen aus dem Ruhrpott. Vorher waren die Abstände auch mal kürzer. Aber seit “Oceans Of Time“ im Jahr 1998 kamen sie pünktlich wie ein „deutsches“ Uhrwerk. 2000 “The Masquerade Ball“, 2002 “Shadow Zone“, 2004 “Kings And Queens“, 2006 “Mystica“, 2008 “Tales Of The Crown“, 2010 “The Crest“, 2012 “Circle Of The Oath“, 2014 “Into The Storm“, 2016 “Game Of Sins“ und nun im Jahr 2018 “Knights Call“.

Das Album beginnt – wie es Axel Rudi Pell in einem Interview dem Kollegen Volker Jäkel ja schon mal erzählte – wie immer mit einem Intro, das dieses Mal The Medieval Overture heißt. Und auch danach gibt es – rein stilistisch betrachtet – wenige Neuerungen. Pell und sein eingespieltes Team um Sänger Johnny Gioeli, Bassist Volker Krawczak, Keyboarder Ferdy Doernberg und Schlagzeuger Bobby Rondinelli bieten genau das, wofür die Band seit – gefühlt – dem Anbeginn der Zeit steht. Metal mit viel Groove, dem Sinn für eingängige Melodie und einem gewissen Hang zur Epik. Letztere kommt hier gleich drei Mal zum Tragen, in den Nummern The Crusaders Of Doom, Beyond The Light und der abschließenden tiefen, musikalischen Verbeugung vor den großen Vorbildern RAINBOW in Tower Of Babylon, der mehr als einmal die Assoziation zu den berühmten Gates Of Babylon heraufbeschwört.

Photo-Credit: zur Verfügung gestellt von Oktober Promotion

Aber Pell wäre nicht Pell, wenn er sich nicht auch um die Freunde des gradlinigen Rocks kümmern würde, hier in Form von The Wild And The Young, Wildest Dreams (mit leichtem URIAH HEEP-Flair zum Abschluss) und Long Live Rock weisen in dieser Hinsicht den Weg. Da passen dann auch die Parolen wie „raise your fist in the air“, „feel the beat oft he drum“ und „shout it out loud“ (alle aus Long Live Rock) wie die angesprochene Faust aufs Auge. Da wirken die eher getragenen Longtracks schon wie eine Verschnaufpause – allerdings keine zum abschalten sondern zum mitschwelgen, insbesondere bei den Crusaders Of Doom. Mit Truth And Lies hat Pell sogar wieder mal ein Instrumental-Stück an Bord, das seiner Begeisterung für Ritchie Blackmore und dessen Zeit bei DEEP PURPLE ein wenig Ausdruck verleiht und zu den Highlights des Album gehört. Dazwischen gibt es mit Slaves On The Run und Follow The Sun noch mal zwei klassische Pell-Rocker, bevor das Album mit dem oben schon erwähnten Tower Of Babylon den passenden, großen Schluss findet.

Unter dem Strich ist “Knights Call“ ein weiteres gelungenes Werk in der stetig anwachsenden Diskographie von Axel Rudi Pell, das nunmehr 17. Dabei sind aus meiner Sicht die Highlights die drei Longtracks sowie das Instrumental. Bei den Rockern fehlt mir das letzte Etwas, das Pell früher bei Nummern wie Strong As A Rock, Nasty Reputation, Rock The Nation, Tear Down The Walls oder auch Fool Fool immer wieder gezeigt hatte. Aber es bleibt dennoch erneut ein typisches und gutes ARP-Album, mit dem der Saitenhexer vielleicht nicht gerade neue Fans generieren aber seine alten Fans auf Beste unterhalten wird.

Marc Langels, (Artikelliste), 10.03.2018