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Circle Of The Oath
Axel Rudi Pell
Circle Of The Oath, Steamhammer/SPV, 2012
Johnny GioeliLead and Backing Vocals
Axel Rudi PellLead, Rhythm and Acoustic Guitars
Ferdy DoernbergKeyboards
Volker KrawczakBass
Mike TerranaDrums
Produziert von: Axel Rudi Pell, Charlie Bauerfeind Länge: 61 Min 11 Sek Medium: CD
01. The Guillotine Suite (1:52)06. Fortunes Of War (5:19)
02. Ghost In The Black (4:36)07. Bridges To Nowhere (7:10)
03. Run With The Wind (4:42)08. Lived Our Lives Before (6:31)
04. Before I Die (4:29)09. Hold On To Your Dreams (5:47)
05. Circle Of The Oath (9:20)10. World Of Confusion (9:30)

Axel Rudi Pell ist ein echtes Phänomen. Seit mehr als 20 Jahren veröffentlicht der bekennende Ritchie Blackmore-Fan ein Qualitäts-Album nach dem nächsten. Entgegen aller modernen Strömungen ist er dabei immer sich und seiner Vorliebe für traditionellen Heavy Rock treu geblieben, egal wie „unangesagt“ das gerade auch war. Und insbesondere am Beginn seiner Karriere wurde diese Art Rock-Musik eher belächelt als ernst genommen. Aber seine Hartnäckigkeit wurde zum Glück belohnt.

Seit 1998 gibt es aber noch eine Konstante im Leben von Axel Rudi Pell: eine stabile Band-Besetzung. Mit Mike Terrana hat er ein wahres Tier am Schlagzeug, Ferdy Doernberg sorgt an den Keyboards für die nötige Atmosphäre, aber insbesondere mit dem US-Amerikaner Johnny Gioeli (HARDLINE) am Mikrofon hat Pell einen Glücksgriff getan. Zum einen, weil er nach Rob Rock (IMPELLITTERI) und Jeff Scott Soto (Ex-TALISMAN, Ex-JOURNEY) wieder einen absoluten Könner an Land ziehen konnte. Dieser bringt jetzt schon seit 14 Jahren die Stücke mit der nötigen Überzeugung und dem gerade richtigen Maß an Pathos rüber.

Dieses Pathos ist auch auf “Circle Of The Oath“ wieder vorhanden und – was viel wichtiger ist – auch erneut eine Menge klasse klassischer Heavy Rock-Songs. Abgesehen vom Intro The Guillotine Suite zeigt Pell wieder das gesamt Vokabular seiner Gitarren-Künste und fügt den Heavy-Stampfern, für die er berühmt ist, noch andere Elemente hinzu, die man bisher noch nicht so von ihm gehört hat. Als Beispiel sei dafür nur das Titel-Stück angeführt, das mit einem folkig-bluesigen Akustik-Intro beginnt und sich dann in einen wahren Monolithen aus purem Stahl verwandelt. Dabei wird man unweigerlich an eine Band erinnert, die zumindest ich bei Axel Rudi Pell bisher nicht auf dem Schirm hatte: BADLANDS. Dieses Stück hätte ohne die Keyboards auch aus der Feder von Jake E. Lee stammen können.

Aber außerdem hat “Circle Of The Oath“ noch andere exzellente Songs wie die treibenden Ghost In The Black oder Run With The Wind bilden einen perfekten One-Two-Punch zu Beginn und eröffnen das Album so, wie es sein sollte. Starke Riffs, toller Gesang und eingängige Refrains. Und das zieht sich so durch das ganze Album, kaum einmal lässt die Band auch nur eine Minute nach. Pell rifft sich bei Bridges To Nowhere fasst schon in RAINBOW-Sphären vor und treibt damit auch Gioeli zu Höchstleistungen an, die dann im abschließenden World Of Confusion (The Masquerade Ball Pt.II) kulminieren.

Pell-Kritiker mögen einwenden, dass Axel Rudi Pell und Co. hier wieder „nur“ die selbe Schiene fahren, wie sie das seit dem Beginn tun. Aber das stört bei AC/DC oder MOTÖRHEAD auch niemanden, beziehungsweise es wird dort viel mehr verlangt. Warum sollte es also Pell nicht genauso zustehen, seiner Vision von echter Musik zu folgen? Zumal, wenn er dabei nichts anderes tut, als ein gutes Album auf das nächste folgen zu lassen? Denn schlechte Alben hat der „deutsche Blackmore“ in seiner Karriere noch keine gemacht. Und diesem Qualitätsanspruch bleibt er auch bei “Circle Of The Oath“ einmal mehr treu und legt vielleicht eines der stimmigsten und besten Alben seiner Karriere vor.

Marc Langels, (Artikelliste), 08.03.2012

Das Label verspricht diesmal altbewährte musikalische Qualität gepaart mit Texten, die nun weniger von Mythen und Dämonen handeln sondern vielmehr erwachsener und kritischer sein sollen. Musikalisch ist die aktuelle Scheibe wohl mit das Feinste, was im melodischen Hard Rock momentan auf dem Markt ist. Wenn einem die Richtung liegt, bekommt man hier die Vollbedienung.

Wo gibt es noch Gitarren/Keyboard Duelle wie sie hier im Opener Ghost In The Black dargeboten werden. Wenn sich dazu noch gefällige Hooklines, super Gesang sowie gekonnte Gitarrensalven gesellen, lacht das AOR-Herz.
Herausragend allerdings ist das Titelstück Circle Of The Oath.
In über 9 Minuten passiert hier wirklich eine Menge. Eingeleitet durch ein gefühlvolles Akustik-Intro gefolgt von einem Riffgewitter wandelt sich der Song in ein orientalisch angehauchtes, schleppendes Monster mit LED ZEP Schlagseite. Genial!
Mit dem eingängigem Rocker und Anti-Kriegssong Fortunes Of War nimmt die Scheibe wieder an Fahrt auf.

Ob nun die obligatorische Ballade Lived Our Lives Before oder das epische World Of Confusion (Masquerade Ball Pt.II), welches die Platte abschließt, hier wird mit einer Bandbreite und Qualität gerockt, die ihresgleichen sucht.
Wer Songs wie das Titelstück schreibt, ist definitiv am Ziel. TOP!

Volker Jäkel, (Artikelliste), 03.03.2012

Es ist faszinierend. Innovationsresistent geht Axel Rudi Pell seinen Weg und veröffentlicht in schöner Regelmäßigkeit ein paar neue Kompositionen, mit denen er Neuland vermeidet wie der Teufel das Weihwasser und packt sie in eine Hülle, bei der man schon sehr genau hinsehen muss um sie von früheren Erscheinungen zu unterscheiden.

Ich kann ihm aber einfach nicht böse sein, denn selbst in durchschnittlicher Form hat Pell mehr Klasse als das Gros der Szene. Mit "Circle Of The Oath" gibt sich der Wattenscheider weniger metallisch als zuletzt und sucht sein Heil noch stärker im klassischen Hard Rock der späten Siebziger und frühen Achtziger. Anders ausgedrückt: Mehr RAINBOW war Pell selten!

Selbst das kann ich dem Blondschopf nicht übel nehmen, denn die Scheibe bietet einige der stärksten Nummern, die sowohl Pell als auch Vorbild Blackmore bisher veröffentlicht haben. Ganz stark: Das knackige, mit Hitpotenzial gesegnete Before I Die.

Ein Album, das die damit verknüpften Erwartungen auf hohem Niveau erfüllt. Was will man mehr?

Martin Schneider, (Artikelliste), 04.03.2012

Axel hat uns mal vor einigen Jahren erzählt, er versuche die für ihn perfekte Scheibe, quasi sein persönliches "Rainbow Rising" zu machen, dazu gehöre für ihn unbedingt ein Intro und danach ein schneller Opener. Kein Wunder also, dass auch "Circle Of The Oath" genau diesem Muster folgt. In Ghost In The Black ist richtig Feuer drin und sogar wieder mit fetten Doublebass, obwohl Axel und insbesondere Mike das eigentlich nicht mehr so gerne hören, aber anscheinend ist die Zeit mal wieder reif dafür.

Ansonsten gibt es keine Experimente, wo Axel Rudi Pell draufsteht, ist auch ARP drin, und die Fans wissen das zu schätzen, wer möchte schon gerne ein Debakel ala PRIEST und "Turbo" erleben. Axel schwelgt nach wie vor in den Helden seiner (und meiner) Jugend, natürlich allen voran Ritchie Blackmore und RAINBOW, PURPLE, PRIEST, MSG, UFO und wie er uns jüngst erzählt hat, gerade wieder viel LED ZEPPELIN, was sich auch in den Kompositionen niederschlägt, insbesondere beim zehnminütigen Titelsong, dem absoluten Herzstück des Albums.

Ansonsten finden wir auch noch einige schöne Reminiszenzen an die letztlich verstorbenen Mark Reale (RIOT) oder Dio, ob bewusst oder unbewusst ist sicher müßig.
Sein eingespieltes deutsch-amerikanisches Team leistet wie immer saubere Arbeit, der Mix von Charlie Bauerfeind stimmt auf den Punkt und für mich klingt das alles schon ziemlich rund, ob es aber diesmal zu dem persönliches "Rainbow Rising" gelangt hat, müssen wir nochmal nachfragen.

Das Album erscheint übrigens in vier verschiedenen Formaten: als Standard-CD im Jewel Case; als Digipak plus bonus live track und Poster; als Doppel-LP auf blauem Vinyl im Klappcover mit bedruckten Innenhüllen; sowie als limitiertes Boxset (1000 Stück weltweit), welches die Doppel-LP, das Digipak, Poster, Sticker, Postkarte und zwei weitere Gimmicks beinhaltet.

Ralf Frank, (Artikelliste), 05.03.2012