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The Black Chord
Astra (USA)
The Black Chord, Rise Above Records, 2012
Richard VaughanGuitar, Mellotron, Moog & Vocals
Conor RileyMellotron, Moog, Organ, Piano & Vocals
Stuart SclaterBass
David HurleyDrums, Percussion & Flute
Brian EllisGuitar & Moog
Produziert von: Astra Länge: 47 Min 25 Sek Medium: CD
01. Cocoon04. Drift
02. The Black Chord05. Bull Torpis
03. Quake Meat06. Barefoot In The Head

Wenn es heißt “Neues von ASTRA“, schreckt nicht nur der FC St.Pauli-Fan auf (zumal die Plörre meiner Meinung nach eher diskutabel schmeckt), sondern insbesondere der Retro-Prog-Fan bekommt feuchte Hände. War doch zum Ende des Jahres 2009 das Debütalbum "The Weirding" eine der herausragenden Veröffentlichungen im Bereich des psychedelischen Progs, die entsprechend für Wirbel in der Szene sorgte. Ok, wir sprechen hier von der Prog-Szene: Reich und berühmt wird man dort (leider) nicht und so wird auch die Formation aus dem südkalifornischen San Diego weiterhin keine Millionen mit ihrer Musik scheffeln.

Dennoch setzt man natürlich den einmal eingeschlagenen Weg fort und serviert allerfeinsten, psychedelischen Prog im Stile der frühen siebziger Jahre. Mancher erhob schon bei “The Weirding“ den Vorwurf, das Ganze sei aus Versatzstücken von PINK FLOYD (aus der “Echoes“-Phase) und KING CRIMSON zusammengeschraubt wie der gleichnamige Pkw aus Rüsselsheim, aber mich stört das in diesem Falle nicht – auch gute Kopien erfüllen ihren Zweck, wenn es die Originale (zumindest in dieser Form) nicht mehr gibt. Außerdem hat man den psychedelischen Anteil noch etwas erweitert, indem nunmehr auch Anklänge an das MAHAVISHNU ORCHESTRA durchschimmern.

Hier hängt jedenfalls die Luft nicht voller Geigen, sondern voller Moogs, Mellotron und fließenden Gitarren. Schön auch die leicht vernebelte, mystische Atmosphäre einiger Songs (The Black Chord, Drift), die für zusätzliche Authentizität sorgt. Insgesamt ist “The Black Chord“ mit seinem ganz leicht doomigen Touch dann doch auch ein klein wenig kantiger geworden als das in einem Fluss durchrauschende “The Weirding“, was man als leichte Weiterentwicklung begrüßen kann. Auf jeden Fall bleibt ASTRA für alle Retro-Progger, die auch an WOBBLER, ANEKDOTEN oder den THE FLOWER KINGS ihre Freude haben, ein ganz heißer Tipp.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 17.04.2012