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Maesscr
Arabrot
Maesscr, Fysisk Format, 2012
Kjetil NemesVocals, Guitar & Samples
Vidar EvensenPercussion
Karin ParkPiano & Flute
Emil NikolaisenGuitar, Harmonica & Noise
Magnus NymoGong
Produziert von: Emil Nikolaisen Länge: 26 Min 18 Sek Medium: CD
01. The Baron04. Kukuku
02. Soleranus Excerpt05. Poor Man
03. The Honour Of Silence06. The Honour Of Silence Reprise

Ziemlich verstörend, was die norwegische Formation ARABROT hier als EP unter dem Namen “Maesscr“ abliefert. Schon der Auftakt The Baron ist eine skurrile Collage aus Pianopassagen, Samples, Stimmengewirr und neben der Spur liegendem Gesang. Und Soleranus Excerpt setzt im gleichen Stil noch einen drauf, indem hier noch ein Effektgerät mitschnarren darf. The Honour Of Silence ist ein Cover der britischen Neofolk-Pioniere von DEATH IN JUNE und weist überraschenderweise so etwas wie traditionelle Songstrukturen auf. Natürlich ist auch dies kein ausgesprochener Ohrenschmeichler, weist es doch knarzige Sludge- und Noise-Elemente auf, aber immerhin öffnet es sich etwas mehr den Hörgewohnheiten des rockorientierten Homo sapiens.

Nach einem weiteren DEATH IN JUNE-Cover mit Kukuku folgt eine etwas ungewöhnliche Songwahl (aber was ist im Zusammenhang mit ARABROT schon ungewöhnlich): Poor Man stammt nämlich aus dem Jahre 1968 und im Original von Lee Hazlewood, dem amerikanischen Songwriter und Countrysänger. Diese Version hier hat natürlich keine Countrylieblichkeit mehr, kommt aber ziemlich unterkühlt, dafür nicht minder spannend daher. Zum Abschluss gibt es nochmals eine instrumentale Version von The Honour Of Silence.

Ziemlich eigenwillig, die Klänge von ARABROT, aber damit auch durchaus faszinierend in ihrer scheinbaren Unergründlichkeit. Diese ganz eigenständige Mischung aus Drone, Ambient, Gothic, Sludge, Noise und Mystik verbindet sich zu einer reizvollen Klanglandschaft, die zunächst irritiert, aber mit der Zeit auch fesselt und neugierig macht auf mehr Stoff von den norwegischen Eigenbrötlern. In jedem Falle gibt es hier jede Menge ungewöhnliches Material zu entdecken und zu erforschen.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 17.09.2012