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Hope In Hell
Anvil
Hope In Hell, Steamhammer/SPV, 2013
Steve "Lips" KudlowVocals, Guitar
Robb ReinerDrums
Sal ItalianoBass, Backing Vocals
Produziert von: Bob Marlette Länge: 53 Min 31 Sek Medium: CD
01. Hope In Hell08. Badass Rock N Roll
02. Eat Your Words09. Time Shows No Mercy
03. Through With You 10. Mankind Machine
04. The Fight Is Never Won11. Shut The Fuck Up
05. Pay The Toll12. Hard Wired (Bouns Track)
06. Flying13. Fire At Will (Bonus Track)
07. Call Of Duty

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"Was wir machen ist absolut zeitlos", sagt ANVIL-Frontmann "Lips", "wir haben nie versucht, unseren Sound zu verändern oder mit irgendwelchen halb garen Modeerscheinungen zu experimentieren. Wir leben in unserer eigenen Welt und haben uns dadurch Individualität und eine eigene Identität erhalten."
Was auf den ersten Blick wie Selbstbeweihräucherung einer erfolgsverwöhnten Band klingt, ist in Wahrheit das Fazit einer über dreißigjährigen Karriere mit einigen Höhen und vielen Tiefen.

Nach anfänglichem Höhenflug in der Blütezeit des Heavy Metal verschwand die kanadische Band, deren Kern aus den beiden Kumpels "Lips" und Robb Reiner besteht, für mehrere Jahre von der Bildfläche. Nach ihrem Comeback in 1987 blieben sie zwar bis heute ständig aktiv, mehr oder weniger aber unterhalb des Erfolgsradars, erst die bewegende Dokumentation "The Story Of Anvil" (2009) brachte die Band wieder zurück in die Spur.
Für ihr viel gelobtes "Juggernaut Of Justice" Album (2011) begab sich das Trio auf anschließende Promotournee, welche sich nach und nach zu einer 18monatigen Welttournee ausweiten sollte.
"Mit einer solch umfassenden Tour konnte man im Vorfeld der letzten Veröffentlichung natürlich nicht rechnen", gesteht Kudlow, "die Zeit verging wie im Flug. Ich konnte es kaum glauben, als ich nach der Konzertreise plötzlich wieder im Studio saß und bereits am nächsten Album arbeitete. Doch die Resonanzen auf "Juggernaut Of Justice" und auf die Konzerte waren dermaßen positiv, dass wir mit vollem Elan und mit jeder Menge Ideen ans Songwriting gehen konnten."

In dem treibenden Rocker Flying haben Kudlow und Reiner, die für das gesamte Songwriting verantwortlich zeichnen, die Erlebnisse der Tour verarbeitet, ein echtes Highlight. Ansonsten finden wir auf dem wieder von Bob Marlette (z. B. Alice Cooper, Ozzy Osbourne) produzierten Album eine Menge typischer ANVIL Songs, von Hard bis Heavy und von Speed bis Thrash, aber auch Überraschungen wie Badass Rock N Roll der so klingt wie er heißt und ein Tribute an Bands wie AC/DC oder MOTÖRHEAD sein soll, aber wenn man genau hinhört, auch Ted Nugent mitschwingen lässt. Der Verweis auf MOTÖRHEAD ist aber trotzdem nicht ganz von der Hand zu weisen, denn in einigen Fällen erinnern ANVIL durchaus an Lemmy & Co.

"Hope In Hell" wird in vier unterschiedlichen Versionen erscheinen: als limitiertes Digipak inklusive Bonustracks, als Jewelcase-CD, Vinyl-LP und als Download. Die mir vorliegende Fassungen (Jewelcase-CD/Download) weisen insgesamt elf Tracks aus, wobei Shut The Fuck Up allerdings mit über elf Minuten verdächtig lang angezeigt wird und tatsächlich die beiden Bonustracks Hard Wired und Fire At Will quasi als "hidden tracks" enthält, die das Album noch einmal zünftig auf Touren bringen und bei denen man u. a. erkennt, dass Bob Marlette auch einmal Produzent von AIRBOURNE gewesen ist.

"Das Flair der Scheibe erinnert mich im positivsten Sinne an die Anfänge des klassischen Heavy Metal", erklärt Steve, "ich wuchs in den Siebzigern auf, und was mir damals gefiel, gefällt mir auch heute noch. Auf ANVIL kann man blind vertrauen, unsere Musik wird nicht etwa fürs Radio konzipiert und soll auch nicht irgendwelche Rekorde brechen. Manche Medien kritisieren unsere kompromisslose Haltung, aber wir sind stolz darauf, niemals unsere Ideale verraten zu haben und unseren Wurzeln treu geblieben zu sein."
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Ralf Frank, (Artikelliste), 22.05.2013