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The Second Hand
Anubis
The Second Hand, Eigenproduktion, 2017
Robert James MouldingGesang, Gitarre & Percussion
David EatonOrgel, Keyboards, Gitarre & Gesang
Douglas SkeneGitarre, Electric Sitar & Gesang
Dean BennisonGitarre & Gesang
Anthony StewartBass, Moog Bass Pedale & Gesang
Steven EatonSchlagzeug, Percussion & Gesang
Produziert von: Dean Bennison & ANUBIS Länge: 68 Min 49 Sek Medium: CD
01. The Second Hand06. Blackout
02. Fool's Gold07. These Changing Seasons II
03. These Changing Seasons I08. Pages of Stone
04. The Making Of Me09. These Changing Seasons III
05. While Rome Burns

Es hat nahezu drei Jahre gedauert, bis das australische Sextett ANUBIS und endlich wieder mit neuer Musik beehrt, erneut in der Form eines Konzeptalbums, dieses Mal über den fiktiven Medienmogul James Osbourne-Fox. In diese wirklich gut erzählte Geschichte werden Medienkritik aber auch die Selbstreflexion eines Menschen gegen Ende seines langen Lebens verwoben, so dass es sich hier wirklich lohnt, das sehr schön gestaltete Digipak in die Hand zu nehmen und die Texte auf sich wirken zu lassen. Denn diese sin kaum weniger beeindruckend als die Musik.

Aber in der steckt die wirklich Stärke dieser Band. ANUBIS haben sich zu einer der leider sträflich übersehenen hochtalentierten Bands im Bereich des Progressive Rock gemausert (so sie es denn nicht schon längst waren), die den Vergleich mit den großen Namen wie etwa PORCUPINE TREE oder Steven Wilson aber stellenweise auch PINK FLOYD wahrlich nicht zu scheuen brauchen. Die Australier bieten auf “The Second Hand“ wieder einen gepflegten Artrock, der Freunden des Genres ein Hochgenuss sein wird.

Vermutlich reichen bereits die ersten beiden Stücke, um Interessierte von einem Kauf dieses Albums zu überzeugen. Der am Anfang stehende Titeltrack bietet schon einen guten Eindruck von dem Album, denn nach der einleitenden Hörspiel-Sequenz und basierend auf einem hypnotischen Klaviermotiv steigt die Band nach knapp 100 Sekunden mit einem treibenden Rock-Part in das Album ein, um dann wieder Fahrt aus dem Song zu nehmen und später wie die Wellen auf einem Ozean immer wieder anzuschwellen und abzuebben. Dazu ist das Stück wirklich geschmackvoll und mit viel Liebe zu Detail instrumentiert – eine Qualität, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk zieht. Anschließend begeistern ANUBIS mit der dicht komponierten Halbballade Fool’s Gold, die den Hörer wieder auf eine musikalische Reise mitnimmt, die in ihrer erhebenden Schönheit so gar nicht zum Sujet des Textes passen will, der das Leben eines skrupellosen Mannes nachzeichnet.

Aber auch anschließend machen die Australier wirklich nahezu alles richtig. Sei es in dem dreiteiligen These Changing Seasons, dem eher maßvoll rockenden The Making Of Me oder auch den in der Gitarren- und Keyboard-Arbeit recht offensichtlich von PINK FLOYD inspirierten While Rome Burns sowie Blackout. ANUBIS legen mit “The Second Hand“ wirklich ein rundum gelungenes Prog-Rock-Album vor, das auch was die Spieltechnik und auch den Sound betrifft wirklich zu den spannenderen und besseren Alben des bisherigen Jahres gehört. Es ist eine wahre Wohltat der Band von „down under“ hier zuzuhören. Da hat sich das Warten nun mal wirklich gelohnt.

Marc Langels, (Artikelliste), 08.07.2017