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Untold Stories
Airrace
Untold Stories, Frontiers Records, 2018
Adam PayneGesang
Laurie MansworthGitarre
Rocky NewtonBass
Linda Kelsey FosterKeyboards
Dhani MansworthSchlagzeug
Produziert von: Laurie Mansworth Länge: 44 Min 10 Sek Medium: CD
01. Running Out Of Time07. Love Is Love
02. Innocent08. Men From The Boys
03. Eyes Like Ice09. Summer Rain
04. Different But The Same10. Come With Us
05. New Skin11. Here It Comes
06. Lost

Die britische Stadt Cambridge ist überwiegend dafür bekannt, dass hier neben Oxford eine der renommiertesten Universitäten des britischen Königreiches steht, die sich besonders gerne in einem jährlichen Ruderwettbewerb auf der Themse bekämpfen. Aber aus Cambridge kommt auch eine der dienstältesten noch aktiven Melodic Rock Bands des Vereinigten Königreiches: AIRRACE. Die Band selber ist in informierten Kreise dafür bekannt, dass sich hier der junge Jason Bonham (Sohn von LED ZEPPELIN-Legende John und Mitglied bei bei BLACK COUNTRY COMMUNION sowie früher bei FOREIGNER) seine ersten Sporen als Profi-Musiker verdiente. Das ist schon lange her, die Band ist aber nichts desto trotz immer noch im Geschäft, wie sie mit dem aktuellen Werk "Untold Stories" beweist.

Musikalisch scheint das Quintett um den neuen Sänger Adam Payne und Gitarrist Laurie Mansworth weiter in den klanglichen und kompositorischen Traditionen der 80er Jahre verhaftet zu sein. Denn "Untold Stories" hätte genauso gut vor 30 bis 35 Jahren entstehen können. Entfernt und in den besten Momenten der Scheibe fühlt man sich an die britischen Landsleute von DARE erinnert, die ja vor kurzem mit der Neu-Aufnahme und dem Re-Release ihres frühen Klassikers "Out Of The Silence" unter Beweis gestellt haben, dass gute gemachter AOR zeitlos ist. Und zumindest zu Beginn von "Untold Stories" gelingt das auch AIRRACE, denn Running Out Of Time und Innocent sind - wenn auch nicht gerade innovativ - so doch prima melodische Rocker, ebenso wie Different But The Same, Men From The Boys oder das ein wenig an FOREIGNER gemahnende Love Is Love.

Leider mag es der Band nicht gelingen, diese hohe Qualität über die gesamte Länge der Scheibe aufrecht zu erhalten. Das bedeutet nicht zwanggsläufig, dass die Band langweilig würde, aber wirklich überzeugen könne mich die restlichen Kompositionen nicht. Vielmehr plätschern sie ein wenig belanglos vorbei, ohne irgendwelchen Eindruck zu hinterlassen. So bleibt es bei einer halben guten Platte, die sich insbesondere an Anhänger und Freunde des melodischen Rock oder AOR richtet. Aber ich glaube, selbst in diesen Kreisen wird dieses Album nicht für allzu großen Nachhall sorgen.

Marc Langels, (Artikelliste), 24.09.2018