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The Delta Acoustic Session
Acoustical South
The Delta Acoustic Session, Gunn Records/Bellaphon, 2012
RezzoLead Vocals & Guitar
Rene MüllerGuitar & Vocals
Andreas RossattiGuitar, Dobro, Mandolin & Vocals
Markus FrankBass
Sascha KaislerDrums & Percussion
Produziert von: Acoustical South Länge: 73 Min 49 Sek Medium: CD
01. Who Wants To Be Free10. Born to Die
02. Lost11. Fly/Die
03. Life's Like Suicide12. Up To You
04. Hate Will Last Forever13. Barfly
05. World Wide Incident14. Colours Fade Away
06. Believer15. Again
07. Gone16. As Long As You Are There
08. Escape To Victory17. Nothingman
09. Help Me Out

Also, ich persönlich fand “MTV Unplugged“ ja nicht so prickelnd. Erschien dies doch zumeist als der Versuch, rockigerer Acts mit akustischen Versionen ihrer Hits auch die Kuschelrockfraktion zu kapern. Nichtsdestotrotz kann ein akustik-Set natürlich seine Reize haben, gerade wenn man nicht jeden Song schon hundertmal im Radio gehört und sofort mitpfeifen kann. ACOUSTICAL SOUTH aus Singen machten nicht nur ihrem Bandnamen alle Ehre sondern auch ihren Fans eine echte Freude, als sie ein solches Programm nicht nur auf die Bühne sondern jetzt auch auf Silberling herausbrachten.

Natürlich besteht hier auch nicht der Verdacht der oben angeführten Abzocke, denn ACOUSTICAL SOUTH durften zwar schon große Acts supporten, füllen aber selbst keine Stadien – obwohl sie durchaus die Qualität dazu hätten. Aber das geschieht wohl in einer anderen, gerechteren Welt.

“The Delta Acoustic Session“ ist der Mitschnitt aus dem Donaueschinger “Delta House“ und erinnert in mehrfacher Hinsicht an die akustischen Soloausflüge von PEARL JAM-Frontmann Eddie Vedder. Nicht nur weil Sänger Rezzo diesem stimmlich nicht unähnlich ist, sondern weil der Post Grunge hier ebenfalls mit dieser bewegenden Extraportion Wehmut versehen ist. Überhaupt sind die Gesangsparts hier schlichtweg klasse, auch wenn es mehrstimmig wird (Escape To Victory) und verraten nicht nur handwerkliches Können sondern auch viel Seele.

Keinen Millimeter hintenan stehen müssen jedoch die Gitarren, vor allem Andreas Rossatti weiß öfter zu glänzen (Lost, Up To You) und die Jungs spielen sich mehrfach perfekt die Bälle zu – immer im Zaum gehalten vom Schlagzeuger Sascha Kaisler. Der Spannungsaufbau zwischen ruhigen und energischen Nummern passt ebenfalls bestens, so dass man einen guten Überblick über das Schaffen von ACOUSTICAL SOUTH bekommt. Am Schluss steht dann folgerichtig ein Cover von Eddie Vedder (Nothingman), aber die eigenen Songs brauchen sich dahinter weiß Gott nicht zu verstecken. Als Ergänzung gibt es eine etwa halbstündige DVD mit drei Highlights des Konzerts (Who Wants To Be Free?, Colours Fade Away und Escape To Victory), einem Drumsolo und einem Interview. Freunde handgemachter, ehrlicher und mit Herzblut dargebotener Rockmusik mit einem Faible für Grunge sollten hier zuschlagen- zumal es auch quantitativ richtig Gegenwert fürs Geld gibt.

Jörg Litges, (Artikelliste), 29.04.2013