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Spaceman
Ace Frehley
Spaceman, SPV, 2018
Ace FrehleyGesang, Gitarre & Bass
Alex SalzmanBass & Gesang
Matt StarrSchlagzeug
Scott CooganSchlagzeug & Gesang
Anton FigSchlagzeug
Ronnie MancusoGitarre
Warren HuartBass
Gastmusiker
Gene SimmonsBass & Gesang
Produziert von: Ace Frehley, Alex Salzman & Warren Huart Länge: 37 Min 08 Sek Medium: CD
01. Without You I'm Nothing06. I Wanna Go Back
02. Rockin' With The Boys07. Mission To Mars
03. Your Wish Is My Command08. Off My Back
04. Bronx Boy09. Quantum Flux
05. Pursuit Of Rock 'n' Roll

Ace Frehley wird für immer und ewig der einzig wahre „Spaceman“ bleiben, ganz egal, wer gerade sein Kostüm bei KISS anhat. Das liegt nicht daran, dass er der bessere Gitarrist als seine Nachfolger war, sondern an der besonderen Faszination, die die Ur-Besetzung der geschminkten US-Rocker immer noch auf die Fans weltweit ausübt. Und es liegt daran, dass eine nicht gerade kleine Zahl an jungen Anhängern gerne so sein wollten wie der Spaceman mit seiner rauchenden Gitarre (die auch im Bookletdarrgestellt ist), die coole Soli und Riffs so locker ausspuckte. Und mittlerweile versucht der 67-Jährige auch nicht etwas anderes mehr zu sein, ergo nannte er sein neuestes Solowerk schlicht und passend “Spaceman“.

Und ganz genau so, wie er nicht versucht, vor der Vergangenheit zu flüchten, ganz genau so natürlich geht er es auch an, was die musikalische Seit betrifft. Diesem Mann muss niemand mehr zeigen, wie man ein lässiges Gitarren-Riff aus dem Handgelenk hervorzaubert, oder wie man ein cooles Solo in den Song integriert, so dass es der natürliche Höhepunkt des Liedes ist. Und auch alte Animositäten oder Streitereien hat Frehley längst hinter sich gelassen. So holte er sich gleich für zwei Songs kompositorische Unterstützung bei Gene „The Demon“ Simmons. Kein Wunder, dass Without You I‘m Nothing und Your Wish Is My Command denn auch zu den absoluten Highlights der Scheibe gehören. Und ebenso nicht verwunderlich, dass hier ein mehr als überdeutlicher KISS-Vibe zu vernehmen ist.

Aber auch ein Track wie das zwischen den beiden Simmons-Tracks liegende Rockin‘ With The Boys passt da ganz hervorragend ins Bild und sollte mit seinem textlichen Gegenentwurf zur KISS-Ballade Beth (die von Original Drummer Peter Criss stammte) – ebenso wie später noch Pursuit Of Rock ‘n‘ Roll - jedem Fan von Frehleys früherer Band sofort ins Ohr springen. Neben der Rolle des „Spaceman“ ist Frehley aber auch ein stolzer Sohn der Stadt New York und legt viel Wert auf seine Herkunft aus der Bronx, so dass er dem Stadtteil hier in der Form von Bronx Boy das härteste Stück der Scheibe widmet. Mit Quantum Flux bietet Frehley zudem wieder mal ein Instrumental, das an seine frühere Heldentat Fractured heranreicht und mit dem er das Album sehr würdig abschließt.

“Spaceman“ ist definitiv Frehleys stärkste Solo-Platte seit langem – wenn nicht schlicht und einfach „die Beste“ (zumindest mal die letzten beiden Scheiben, “Space Invader“ und “Origins Vol. 1“ kommen an diese Qualität nicht heran). Hier zeigt uns der Gitarrist erneut all seine Qualitäten und unterstreicht einmal mehr, warum es nur den einen wahren „Spaceman“ geben kann. Lässige Rocker mit den passenden Texten, feurigen Soli und einer Produktion, die so klingt als sei sie direkt aus den 70er Jahren, warm und raumfüllend und genau so, wie es dieses Album verdient hat. Anhänger von KISS werden an “Spaceman“ nicht vorbei kommen, dafür aber ihre helle Freude daran haben.

Marc Langels, (Artikelliste), 10.10.2018