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Cut Against The Grain
Aaron Keylock
Cut Against The Grain, Mascot Label Group, 2017
Aaron KeylockGesang & Gitarre
Jordan MaycockBass
Sonny Miller GreavesSchlagzeug
Produziert von: Fabrizio Grossi Länge: 47 Min 04 Sek Medium: CD
01. All The Right Moves07. That’s Not Me
02. Down08. Try
03. Medicine Man09. Spin The Bottle
04. Falling Again10. Sun’s Gonna Shine
05. Just One Question11. No Matter What The Cost
06. Against The Grain

Die Liste der (mittlerweile ehemaligen) Blues-Wunderkinder ist lang: Jonny Lang, Aynsley Lister, Kenny Wayne Shepherd, Joanne Shaw Taylor aber auch Joe Bonamassa waren einst hoffnungsvolle Nachwuchs-Künstler, die sich recht schnell einen exzellenten Ruf in der Szene erspielt haben – und die mittlerweile zu den führenden Musikern in der Blues-Szene. In diese beeindruckende Liste will sich jetzt ein junger Brite einreihen, der auf den Namen Aaron Keylock hört. Der heute 18-Jährige hat dabei schon im zarten Alter von 13 Jahren tägliche Clubshows gespielt, mit 16 war er als Support für die britische Tour von BLACKBERRY SMOKE unterwegs – aber dass er keine Berührungsängste zu anderen Genres hat bewies Keylock mit seinem Auftritt beim Bloodstock Festival.

Nun endlich erscheint das Debüt-Album, “Cut Against The Grain“, endlich und zeigt einen kompositorisch erstaunlich reifen, spielerisch auf Top-Niveau agierenden Künstler. Die Songs sind sehr abwechslungsreich: neben dem typischen Blues Rock werden auch Southern Rock-Elemente und Classic Rock geboten. Das erinnert stellenweise schon sehr an die BLACK CROWES oder stellenweise auch THE FACES oder die ROLLING STONES. Aber Keylock gelingt es dabei, das Material mit einer deutlich eigenen Note zu verbinden. Dabei beweist er auch ein gutes Gespür für Gesangsmelodien, die sich schnell im Ohr festsetzen. Bei einem Song wie That’s Not Me klingen – auch auf Grund seines Akzents - sogar alte Brit-Pop-Helden wie BLUR durch.

Besonders beeindruckend ist auf diesem Album aber die Gitarren-Arbeit. Keylock beherrscht sein Instrument trotz seiner jungen Jahre bereits meisterlich. Dabei gefällt er mir persönlich am besten, wenn er sich von den von anderen Künstlern wohl bekannten Phrasen absetzt, die sich aber noch das eine oder andere Mal in sein Repertoire einschleichen. Keylock setzt dabei auch häufig auf die Slide-Gitarre, die er wahrlich sehr gut beherrscht und die den Sound noch ein wenig mehr in Richtung Southern Rock rückt. Aber da es ja gerade unter den jungen Gitarren-Helden eher wenige Slide-Spieler gibt, kann das für Keylock auch zu einem Merkmal seines Sounds werden, den er beibehalten sollte.

Aaron Keylock hat mit “Cut Against The Grain“ ein wahrlich beeindruckendes Debüt-Album vorgelegt, das ihm bei den Anhängern des Blues aber auch Southern Rock sicherlich eine beachtliche Schar an Fans einbringen dürfte. Die Kompositionen sind überraschend abwechslungsreich und „erwachsen“. Sein Spiel ist heute schon meisterhaft und auch sein Gesang kann sich sehen lassen. Der Sound – für den Fabrizio Grossi verantwortlich zeichnet - ist einer solchen Veröffentlichung entsprechend top. Sehr angenehm und warm tönen die Musiker aus den Boxen. Das rundet dann diese exzellente Veröffentlichung zusätzlich ab. Wir werden Aaron Keylock auf jeden Fall weiter im Auge behalten, aus ihm könnte einer der ganz Großen in der Szene werden.

Marc Langels, (Artikelliste), 26.01.2017