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Live At River Plate - CD
AC/DC
Live At River Plate - CD, Sony Music, 2012
Angus YoungLead Guitar
Malcolm YoungRhythm Guitar
Brian JohnsonVocals
Cliff WilliamsBass
Phil RuddDrums
Produziert von: Mike Fraser Länge: 110 Min 46 Sek Medium: CD
CD 1:
01. Rock'n'Roll Train06. Shot Down In Flames
02. Hell Ain't A Bad Place To Be07. Thunderstruck
03. Back In Black08. Black Ice
04. Big Jack09. The Jack
05. Dirty Deeds Done Dirt Cheap10. Hells Bells
CD 2:
01. Shoot To Thrill06. Whole Lotta Rosie
02. War Machine07. Let There Be Rock
03. Dog Eat Dog08. Highway To Hell
04. You Shook Me All Night Long09. For Those About To Rock (We Salute You)
05. T.N.T.

Warum knapp anderthalb Jahre nach der DVD nun auch noch die Doppel-CD "Live At River Plate" erscheint, erschließt sich mir ebenso wenig, wie die Tatsache, dass man erneut - wie schon beim "Black Ice" Album - das Teil mit unterschiedlichen Covern herausbringt.
Aber vielleicht hat man an die Leute gedacht, die sich nicht so ohne weiteres die Audiospur der DVD ziehen können und/oder sich gern auch mal im Auto, oder wo auch immer kein DVD-Player steht, die Dröhnung geben wollen. Denn das muss man. Leise geht da nix!
Die Setlist ist natürlich identisch mit der DVD, womit sich eine weitere Betrachtung fast erübrigt. Der Opener Rock'n'Roll Train kommt tatsächlich auch hier gut und auch hier hört man die absolut durch- und überdrehten Argentinier lautstark mitgrölen. Der immer sympathische Brian Johnson entschuldigt sich zunächst auf Italienisch, "Scusi", um der Arena dann zu verkünden: We don't speak very good spanish, but we speak Rock'n'Roll pretty good!" Und ab gehtís. Hell Ain't A Bad Place To Be, aber in Buenos Aires ist es anscheinend auch nicht schlecht. Jedenfalls gibt es an der Leistung der Bandmitglieder nichts zu meckern. Auf ihre alten Tage lassen sie - und besonders die Hauptshowverantwortlichen Brian und Angus - öfter ihre bluesigen Wurzeln deutlich hervortreten, sodass auch Fans der 70er Jahre Version der Band ihren Spaß haben dürften. Lediglich Johnson quält sich bei Bon Scott Paradestücken, wie Shot Down In Flames, schon etwas. Aber noch macht er es mit Engagement wett.

Nun ans "Erbsenzählen":
Gleich vier Song vom "Let There Be Rock" Album - Dog Eat Dog, Hell Ain't A Bad Place To Be, sowie die unvermeidlichen Whole Lotta Rosie und der Titelsong - lassen den Ur-Fans noch das Herz höher schlagen, zumal das ja alles mit ordentlich Druck gespielt wird. Vier weitere Songs vom "Black Ice" Album sind zwar verständlich, da es das aktuellste Album zu dem Zeitpunkt war, aber außer Rock'n'Roll Train gefällt mir da nix richtig und im direkten Vergleich mit den anderen Songs fallen sie für mich auch ab. Der etwas geringere Jubel aus der Menge scheint mir recht geben zu wollen.
Dafür, dass 20 Jahre seit "AC/DC Live" (dem Doppelalbum zur "Razor's Edge" Tour) vergangen sind, sind gleich zehn von 19 Songs identisch. Ich weiß schon, dass manche Stücke sein müssen, aber ich hätte mir da doch die ein oder andere Nummer vom meiner Ansicht nach sträflich unterbewerteten "Blow Up Your Video" Album gewünscht. Ja, selbst etwas von "Stiff Upper Lip" oder "Ballbreaker" wäre doch nett gewesen. Da hätte ich gern auf Thunderstruck verzichtet. Die Band wohl, allein schon wegen dem effektiven "Ahaaha-haaha-haahahaa" Gesang aus dem Publikum, lieber nicht.
Na ja, jeder hat so seine Favoriten und Vorlieben und wenn man sich nicht so viele Gedanken macht, sondern einfach losrockt, dann passt das schon - AC/DC machen es seit bald 40 Jahren so - und dann man hat auch mit der Audioversion von "Live At River Plate" seinen Spaß. Die DVD ist im Zweifelsfall trotzdem vorzuziehen.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 24.11.2012