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King Of The Universe
Yotangor
King Of The Universe, Brennus Music, 2009
Yngrid AlliθresLead Vocals
Vincent AgarLead Guitars
Corinne "Coxx" FourmentKeyboards, Backing Vocals
Vanessa J. WoodKeyboards, Backing Vocals
Tony Marcos Jr.Drums, Lead & Backing Vocals
Patrice HernandezBass, Backing Vocals
Jean-Guy PichoustreRhythm Guitars, Backing Vocals
Produziert von: Yotangor Länge: 100 Min 16 Sek Medium: 2CD
CD1 48'20
01. Speech 1’3908. Torched Blazed 3’23
02. Opening 3’0609. Drums from the Earth 1’01
03. Silent Words 2’4810. Our Land 6’24
04. Try Again 5’0011. All We Are 3’36
05. About Love 3’3912. Feeling Down 3’21
06. Hangin’ on 3’3913. Motherless Child 4’15
07. Another Place 6’22
CD 2 51'56
01. The Only Way 4’2708. The Dome 3’31
02. What Are You Made for 4’0109. Time’s Off 3’54
03. Why 3’5510. Turn Off the Light 4’57
04. Power 3’1411. Shadows 4’36
05. Song for the Sons 2’0812. In This World 4’59
06. Rain 4’0213. Fly Away 4’11
07. The Spirits Dance 3’53

Logo Yotangor

YOTANGOR ist eine junge Metal Band aus Toulouse in Südfrankreich. Die Band um Gitarren-Virtuose Vince Agar (ex-ROCK 'N ROLL REBELS, ACROPOLE), einem bekennenden Yngwie Malmsteen Jünger mit Affinitäten zu allen bedeutenden Größen insbesondere den G3, erfand sich quasi als Studioprojekt mit dem Ziel eine Symphonic Metal Oper zu erschaffen, welche sich an den Referenzen des Genres messen lassen kann. Herausgekommen ist ein episches Meisterwerk irgendwo zwischen NIGHTWISH und AYREON, ein Konzeptalbum mit über hundert Minuten Spielzeit und sechsundzwanzig Songs, gepresst auf zwei CDs, standesgemäß eingebettet in ein edles Digipack mit schickem Booklet.

Zwei Jahre werkelten und feilten die sieben Jungs und Mädels zusammen mit diversen Gastmusikern sowohl an dem Album als auch gleichzeitig an der Bühnenshow für die Promotion Tour und mittlerweile ist das Album auf dem Markt und die ersten gefeierten Gigs abgeliefert, bisher zwar nur in ihrer Heimat, aber bei der dargebotenen Qualität dürfte der Hype schnell Kreise ziehen.
Die akribische Feinarbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn von Melodic, Prog und Symphonic Metal bis zu bodenständigen Nackenbrechern beherrschen YOTANGOR das komplette Spektrum und kosten es erfreulicherweise auch voll aus. Daneben ziehen sich erdige Riffs und virtuose Gitarrensoli wie ein roter Faden durch die (z. T. orchestralen) Kompositionen, die ansonsten von den kraftvollen bis lieblichen Gesangsstimmen getragen werden.

Yngrid unterscheidet sich dabei wohltuend von dem klassischen, sog. "lieblichen" Sopran einer Tarja Turunen, hat aber neben einer gestandenen Rockröhre trotzdem die ein oder andere Oktave zu bieten und zusammen mit ihren Kollegen und Kolleginnen bekommt man auch einen respektablen Chor auf die Beine.

Die konzeptionelle Handlung des Opus ist abschließend schnell erzählt, Yotangor, selbst ernannter König des Universums, aber eigentlich ein wenig sympathischer Despot erster Güte, stürzt in seiner Verblendung und Größenwahn sein Reich ins Chaos und Verderben. Am Tag des Jüngsten Gerichts erbittet er eine zweite Chance, um seine Verfehlungen wieder gut zu machen. Als Transzendenz wird er zurück auf die Erde geschickt um sich zu bewähre, doch dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer (ich schwör). ;-)

Fazit: Für alle Freunde des sog. Opera Metal ein Muss, aber auch die Anhänger kernigen Female Fronted Metal kommen auf ihre Kosten, Produktion und Verpackung komplettieren den wertigen Gesamteindruck. Bei den ersten 3000 Copies hat es übrigens Probleme beim Druck der Coverart etc. gegeben (z. T. unklares Schriftbild), sodass es sich dabei um Fehldrucke handelt. Obwohl die Auflage komplett zurück gezogen wurde, sind einige Exemplare in Umlauf gekommen. Wer so eine "Erstausgabe" bereits bekommen hat, kann sie sicherlich umtauschen, aber andererseits hat man damit auch etwas Besonderes, entscheidet also selbst.

Ralf Frank, (Artikelliste), 06.10.2009