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Facemelter
Y&T
Facemelter, Frontiers Records, 2010
Dave Menikettilead vocals, guitar
Phil Kennemorebass
John Nymannguitar
Mike Vanderhuledrums
Produziert von: Y&T Länge: 61 Min 09 Sek Medium: CD
01. Prelude08. If You Want Me
02. On With The Show09. Hot Shot
03. One Life10. How Long
04. Shine On11. Gonna Go Blind
05. Wild Child12. Don't Bring me Down
06. I Want Your Money13. Blind Patriot
07. I'm Coming Home14. Losing My Mind (Bonus Track)

Logo Y&T

Y&T gehörten in der Blütezeit des Heavy Metals zur Speerspitze dieses Genres und konnten zwischen 1981 und 1985 im Jahresturnus mit einem Hammeralbum nach dem anderen begeistern. Was damals kaum jemand wusste, die Band gab es bereits seit 1972 und hatte unter ihrem vollständigen Namen YESTERDAY & TODAY schon zwei Alben veröffentlicht. Nach 1985 verlor sich die Band jedoch mehr und mehr im allgemein zunehmendem Mainstream und somit an Bedeutung. In wechselnden Besetzungen produzierte man noch bis 1997 Alben und ging danach getrennte Wege. Bandleader Dave Meniketti wandelte eine Zeit lang auf Solopfaden bis man sich 2003 auf mehreren Festivals fast in Urbesetzung zurückmeldete. Ein neues Studioalbum war seit dem immer wieder im Gespräch, hat aber bis heute auf sich warten lassen. In der Zwischenzeit gab es immerhin zwei mehr oder minder unspektakuläre Compilations mit bisher unveröffentlichtem Material aus der Nachlassverwaltung sowie ein überaus interessantes Live-DVD-Box-Set, aufgenommen auf ihrer 2006er Europatour im Rockklub De Boerderij im niederländischen Zoetermeer und immerhin die erste Live-DVD von Y&T überhaupt.

Nachdem man sich nun "YESTERDAY" vor 13 Jahren hat unter Artenschutz stellen lassen, soll "TODAY" mit dem "Gesichtsschmelzer" ein Neustart probiert werden und offensichtlich hat man sich dabei früherer Erfolgsrezepte bedient. So erinnert die Coverart von John Taylor Dismukes (STEPPENWOLF, KEEL, FOREIGNER) unter Federführung von Bassist Phil Kennemore an die gute alte Zeit, das Album startet traditionell wieder, zugegeben mit einem albernen, aber immerhin, Intro und der Opener On With The Show deutet standesgemäß gleich an, wo der Hammer hängt. Im Folgenden hangelt man sich jedoch erst einmal durch ein paar Metal Standards, die an Kollegen von einst, wie z. B. BLACK SABBATH, WHITESNAKE, VAN HALEN, RIOT, Ted Nugent oder Sammy Hagar erinnern, qualitativ allerdings auf hohem Niveau. So richtig Fahrt nimmt das Album dann aber erst ab der zweiten Hälfte auf, wo es zum einen richtig zur Sache geht und zum anderen auch songtechnisch anspruchsvoll wird. "Ich hoffe für "Facemelter", dass die Leute vielleicht ein paar neue Y&T Lieblingssongs finden" wünscht sich Phil Kennemore und ich für meinen Teil kann ihm u. a. bezüglich der (bei Highway Star inspirierten) Granate Blind Patriot diesen Wunsch absolut erfüllen.

"Es ist lächerlich, das wir so lange gewartet haben, um ein neues Album zu machen," sagt Phil Kennemore und Dave Meniketti fügt hinzu: "Ich denke, wir sollten auf jeden Fall weiter machen, denn wir haben sowohl musikalisch als auch emotional noch einiges zu sagen".
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
In diesem Sinne.

Ralf Frank, (Artikelliste), 22.04.2010

Nach 13 Jahren Pause kommt nun mit "Facemelter" ein neues Y & T Album in die Läden. Und? Okay, es ist nicht schlecht, aber auch nicht umwerfend gut. Dave Meniketti hat sich zwar als Sänger und Gitarrist verbessert, klingt deutlich reifer, aber keinesfalls müde. Doch die meisten der Songs auf "Facemelter" verfügen nicht über diese absolut bezwingenden Killer-Hooklines bzw. Killer-Riffs, die einen alten Hard-Rock ins Schwärmen zu bringen. Menikettis Sologitarrenarbeit ringt mir noch den meisten Respekt ab. Da hat der Gute sicherlich viel Herzblut investiert und überzeugt mit granatenhaft sattem Sound und fein durchdachter Melodik.

"Facemelter" klingt im Großen und Ganzen zwar ziemlich rund und nicht wirklich langweilig, sondern eher nach routiniertem und sehr solidem Songwriting, dass mit ein paar echten Höhepunkten wie z.B. Blind patriot und Gonna go blind aus dem guten letzten Drittel des Albums absolut gefällt, aber letztlich zu wenig markante Besonderheiten vorweist, um für einen Riesenalarm zu sorgen. Wie ich schon sagte, Y & T ist mit "Facemelter" ein absolut solides Album gelungen. Nicht mehr und nicht weniger.

Frank Ipach, (Artikelliste), 09.05.2010

Frohe Kunde für alle Freunde des powervollen Melodic-Rock! Ein Urgestein der guten alten US-Arenarockschule startet nach vielen Jahren CD-technisch wieder durch: The mighty Y & T beglücken das geneigte Fanvolk mit dem neuen Output "Facemelter".
An der Livefront haben die Amis ja in den letzten Jahren auch auf deutschen Bühnen absolut überzeugt, so dass man durchaus gespannt sein konnte: Runderneuert mit 2 verhältnismäßig neuen Leuten an der 2. Gitarre und Schlagwerk bieten Mastermind Dave Meneketti und sein Sidekick Phil Kennemore am Bass nun 13 neue Songs, die stilistisch wieder näher an ihre Highlights "Black Tiger" und "Earthshaker" heranrücken.
Die letzten Scheiben waren meiner Meinung etwas zu seicht, aber hier dominieren viele gutklassige Rocksongs im Midtempobereich. Wer wie ich die Karriere der Jungs seit Ende der 70er verfolgt (schon als YESTERDAY & TODAY live in Oakland gesehen vor 20 Nasen!) freut sich auch 2010 über die überragende Gitarren- und Gesangsleistung vom Mr. M., der Mann hat's einfach noch drauf, no doubt about it. Natürlich bedient sich das Quartett häufig aus ihrem eigenen Fundus an Klassikern der vergangenen 30 Jahre, ab und an erinnern die neuen Songs vom Aufbau her an Forever, Midnight in Tokio, Dirty Girl oder auch Rescue me... aber das ist für mich legitim und tut der Qualität von "Facemelter" keinen Abbruch. Wer Y & T will, kriegt sie auch.
Highlights sind das an SABBATH's Heaven and Hell erinnernde How Long und der amtliche Uptempo-Kracher Blind Patriot. Traditionalisten des Classic Rocks sollten zugreifen!

Harald Elbracht, (Artikelliste), 10.05.2010

Y & T hatten ihre Hochphase in den 80er Jahren, als Mainstream-Rock auch im Radio allgegenwärtig war. Songs wie Summertime Girls sind perfekt gemachter AOR. Lange war es nun still um Dave Meniketti und seine Band, nun sind YESTERDAY & TODAY - abgekürzt bekannt unter dem Kürzel Y & T -zurück und rocken wieder wie in besten Zeiten. "Facemelter" beginnt denn auch furios On With The Show und How Longknallen direkt richtig gut aus den Boxen. Man merkt, diese Jungs haben es einfach drauf. Sowohl was das Songwriting betrifft als auch die individuellen Fähigkeiten. Zudem kann Dave Meniketti einmal mehr zeigen, was er auf der Gitarre drauf hat - und das ist schon ganz beachtlich.
Auf "Facemelter"wird das Rad der Zeit wenn nicht neu erfunden, denn doch zumindest extrem effektiv zurückgedreht. Auch wenn nicht alle Songs wirklich überzeugen können, so wie etwa I Want Your Money: es macht dennoch großen Spaßden 61 Minuten von "Facemelter" zuzuhören. Das ist eigentlich das Album, das man von GIANT erwartet hätte, denn leider blieb deren Comeback "Promise Land" doch deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Marc Langels, (Artikelliste), 10.05.2010

Nach dreizehn Jahren war ein neues Studioalbum extrem überfällig. Die Band, die in den letzten Jahren immer wieder auf europäischen Open Airs zu sehen war, lief trotz guter Shows in Gefahr mit ständig gleichem Repertoire zu langweilen.

Mit ‚neu' allein ist niemand gedient, wenn es an Qualität mangelt. Hier kann schnell Entwarnung gegeben werden. "Facemelter" ist ein klasse Album, für meinen Geschmack sogar unerwartet stark.

Erwartungsgemäß konzentrieren sich Y&T auf ihren typisch bluesgetränkten, harten Rock der Anfangstage, auch wenn ihre melodischere und kommerziellere Ausrichtung später einige ihrer feinsten Songs hervorgebracht hat. Das geht aber in Ordnung, weil das Songwriting der Scheibe ein durchgängig hohes Niveau aufweist, das sogar viele der als Klassiker gehandelten Alben locker toppt. Lediglich eine kernige Uptemponummer in Stil von Open Fire vermisse ich ein wenig.

Jetzt müssen die Herrschaften nur noch viele der neuen Songs live spielen, damit auch jeder Konzertbesucher mitbekommt, dass "Facemelter" eine der besten Scheiben der Bandgeschichte ist.

Martin Schneider, (Artikelliste), 16.05.2010

Ich bin wirklich und wahrhaftig froh, nach vielen Jahren endlich wieder einmal eine neues Studioalbum von Y & T in Händen halten zu können. Alleine die Tatsache, dass sich Dave Meniketti und seine drei Kumpels nicht auf den Lorbeeren ihres bisherigen Schaffens ausruhen wollen, vermittelt mir schon vor dem Anhören der Scheibe ein echt gutes Gefühl.

Jetzt, nachdem ich mir das gute Stück endlich zu Gemüte führen konnte, bleibt mir nur, ein rundherum positives Fazit zu ziehen. ’Facemelter’ kommt ohne jeden Durchhänger oder gar Füller prima über die vierzehn angesetzten Runden. Die Mischung zwischen hartem und weichem Anteil stimmt, wobei mir die zweite Albumhälfte die heftigere zu sein scheint. Natürlich prägt der für Y & T so typische, melodische und bluesig angehauchte Hard Rock mit unüberhörbarer Tendenz zum Heavy Metal den Longplayer in allererster Linie, lässt aber eben auch ruhigeren und langsameren Klängen Platz.
Ich wäre gar nicht sonderlich überrascht und noch weniger empört, wenn Nummern wie Hot Shot, How Long, Gonna Go Blind, Don’t Bring Me Down, Blind Patriot oder Losing My Mind die Setlists der anstehenden Konzerte bereichern würden.

’Facemelter’ ist fett produziert und knallt zeitweise so richtig aus den Boxen. Die knappe Stunde Spielzeit vergeht im Nu. Beste Unterhaltung auf gutklassigem Niveau eben. Jeder in der Band ist fit und gibt alles. Genau so muss das sein. Bis zum nächsten Studiobesuch darf es aber nicht wieder so lange dauern.

Fans der Amerikaner kommen an dieser Platte schlicht und ergreifend nicht vorbei, denn hier kriegen sie genau das, was sie von ihren Favoriten haben wollen. Ebenso wird es jedem anderen ergehen, der gut komponierten, stark gespielten und hervorragend in Szene gesetzten Hard Rock mit Heavy-Metal-Attitüde hören möchte und weder Experimentelles, noch allzu Innovatives braucht.

Y & T zeigen allen, die daran denken, nach etlichen Jahren vielleicht doch mal wieder neues Material einzuspielen ohne sich dabei tüchtig zu blamieren, wie das geht.
Beide Daumen hoch für diese Leistung!

Michael Koenig, (Artikelliste), 24.05.2010