Link Homepage:
Offizielle Thomsen Homepage
Link Myspace:
Thomsen @ Myspace
Link Homepage:
Offizielle Herman Frank Homepage
Link Plattenfirma:
Artist Station Records
Link Promo:
CMM
Link Kaufen:
www.amazon.de
Let's Get Ruthless
Thomsen
Let's Get Ruthless, Artist Station Records, 2009
Rene ThomsenGuitars
Jürgen WulfesVocals, Slide Guitar
Timothy CarterBass
Bobby JarzombekDrums
Herman FrankGuitars
Gäste:
Neil MurrayBass (tracks 4,5)
Stefan SchwarzmannDrums (tracks 4,5)
Jan S. EckhertBass (tracks 3,6,7,8)
Ingo PowitzerGuitars (tracks 6,8)
Henni WolterGuitars (track 11)
Produziert von: Herman Frank Länge: 45 Min 29 Sek Medium: CD
01. Ruthless07. Blind Your Eyes
02. Tears Of The Sun08. Bang Your Head
03. Time Again09. Branded Man
04. Stand Up & Shout10. Everything I Ever Wanted
05. You And Me11. Show Me Your Fear
06. Heaven & Hell12. You're In Love

Logo Thomsen

THOMSEN ist hauptsächlich das Projekt von René Thomsen und Jürgen Wulfes (CHOLANE, MOON DOC), sowie dem umtriebigen Herman Frank (ACCEPT, VICTORY), der damit dieses Jahr bereits sein drittes Eisen im Feuer hat, neben der ACCEPT Reunion und seinem kürzlich erschienenen Solo-Album "Loyal To None", Gleiches gilt natürlich auch für seinen Sidekick Stefan Schwarzmann (KROKUS, HELLOWEEN), der immer mit von der Partie war und ist.
Bei THOMSEN ist er allerdings nur auf zwei Tracks vertreten, ansonsten übernimmt Bobby Jarzombek (u. a. RIOT, HALFORD) die Hauptarbeit an der Schießbude, weswegen er auch von mir als Mitglied und nicht unter Gäste geführt wird. Diese Einteilung ist jedoch absolut subjektiv, denn alle Beteiligten nehmen bei THOMSEN einen gleichberechtigten Status ein, allerdings ist das Basisteam, zu dem m. E. auch Bassmann "Nibbs" Carter (SAXON) zu zählen ist, an der überwiegenden Anzahl der Stücke beteiligt, während die illustren Gäste nur sporadisch zum Einsatz kommen, außer vielleicht Jan S. Eckhert (IRON SAVIOR, MASTERPLAN), der es immerhin auf vier Tracks bringt.

Damit sind wir aber schon recht tief in die Materie eingetaucht, klären wir doch lieber erst mal die Basics, wie etwa, wer ist René Thomsen und worum geht es hier überhaupt?
Es geht um Heavy Metal, und zwar vom Feinsten, das vorweg.

René Thomsen ist bisher eher als Mann hinter den Kulissen aufgefallen, als selber in die Seiten zu greifen. Ihm gehört die Firma BRS (Backline Rental Service), mit der er seit 1996 Großveranstaltungen wie z. B. die Echo-Verleihung und 50 Jahre Rock (ZDF) mit Bühnen-Equipment und allem Drum und Dran bestückt, aber auch für Bands wie OZZY, DIO, U.D.O., HELLOWEEN oder GENESIS die Tour-Technik arrangiert. Durch diese vielfältige Zusammenarbeit kennt Thomsen naturgemäß viele Musiker und mit einer handverlesenen Auswahl hat er sich nun einen Traum erfüllt und quasi eine "All Star Band" zusammengestellt, die so manchen Metal-Fan mit der Zunge schnalzen lässt.

Mit Sänger Jürgen Wulfes, hat Thomsen zusammen bis auf das RATT-Cover You're In Love alle Stücke geschrieben (Bild unten) und mit Herman Frank den idealen Produzenten gefunden, der das Album nicht nur sauber aufgenommen und fett abgemischt, sondern auch bei fast allen Stücken die Axt geschwungen hat. Jürgen Wulfes übernimmt dabei alle Vocal-Parts und variiert gekonnt zwischen Biff Bifford, Blaze Bayley, Dio oder David Coverdale, ohne jedoch seinen individuellen Wiedererkennungswert zu vernachlässigen. Weitere Protagonisten sind neben den bereits Genannten der fabelhafte Neil Murray (u. a. WHITESNAKE, GARY MOORE, BLACK SABBATH), Henni Wolter (PRIMAL FEAR) oder Ingo Powitzer, langjähriger Gitarren-Techniker, Session Player und Arrangeur im Umfeld der SCORPIONS.

Mit seinem Projekt THOMSEN präsentiert sich René Thomsen als solider Komponist, Texter und Gitarrist und lüftet seinen privaten musikalischen Vorhang, der anhand der ausgewählten Mitstreiter wohl klar sein dürfte. "Let's Get Ruthless" bewegt sich geschmeidig in der Schnittmenge von ACCEPT, SAXON, DIO und RIOT und auch alle anderen, bisher erwähnten Bands lassen sich problemlos anfügen. Das Album ist dabei naturgemäß wenig innovativ, was sich z. B. bereits bei Album-, und Songtiteln andeutet, macht aber trotzdem (oder vielleicht sogar gerade deshalb) mächtig Laune, da man sich als Fan mit ähnlichem Faible wie Thomsen sofort heimisch fühlt, die Luftgitarre schwingen und mitbangen kann, ohne sich lange orientieren zu müssen.
In diesem Sinne:
Bang Your Head and Stand Up & Shout!

Ralf Frank, (Artikelliste), 07.07.2009