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Ape Uprising!
Slough Feg
Ape Uprising!, Cruz Del Sur Music, 2009
Mike Scalzivocals, guitar
Adrian Maestasbass
"Don" Angelo Tringaliguitar
Harry Cantwelldrums
Produziert von: Mike Scalzi Länge: 37 Min 37 Sek Medium: CD
01. The Unchback of Notre Doom 4:4705. Shakedown at the Six 3:51
02. Overborne 2:5306. White Cousin 3:09
03. Ape Uprising 10:0207. Ape Outro 3:17
04. Simian Manifesto 4:0908. Nasty Hero 5:25

Logo Slough Feg

Die US-Metaller SLOUGH FEG gibt es sage und schreibe schon seit über zwanzig Jahren, ursprünglich bekannt als THE LORD WEIRD SLOUGH FEG, benannt nach einer irischen Sagengestalt, die in der erfolgreichen englischen Fantasy Comic Reihe "Slayne der Berserker" zu neuem Leben erweckt wurde. Dieser Lord Weird Slough Feg ist ein fieser Dämon, der in einer Höhle haust und transzendentale Botschaften empfängt, die er mittels Höhlenmalerei künstlerisch verarbeitet. Da er sein Werk als unvollendet betrachtet, weigert er sich zu sterben und verwest deswegen bei lebendigem Leibe langsam vor sich hin. Laut Mike Scalzi existieren in Irland alte mündliche Überlieferungen, auf denen der Comic fußen soll, eine Bestätigung dafür lies sich allerdings bisher nicht finden.

Die Band um Mastermind Mike Scalzi, der eigentlich aus Pennsylvania stammt, begann ihre Karriere 1990 in San Francisco. Während man dort zu der Zeit mit stark NWOBHM beeinflussten (True) Metal erfolglos gegen den Trend anspielte, entwickelte sich im europäischen Underground eine stetig wachsende Fangemeinde und so bekam man folgerichtig auch den ersten Plattenvertrag bei dem italienischen Label Dragonheart Records, nachdem man in den Staaten vergeblich versucht hatte, mit Demos und einem selbst produzierten Debüt ("The Lord Weird Slough Feg" 1996) unter die Haube zu kommen.

Nach drei mehr oder minder erfolgreichen Alben ("Twilight of the Idols" 1999, "Down Among the Deadmen" 2000 und 'Traveller" 2003) sowie dem extended Re-Release ihres Debüts bei Miskatonic Foundation (2002), wechselte die Band 2005 zum italienischen Underground Label Cruz Del Sur Music, wo sie bisher zwei weitere Alben ("Atavism" 2005, "Hardworlder" 2007) produziert haben. Seit dem firmieren sie auch nur noch unter dem verkürzten Bandnamen, der bei den Fans eigentlich immer schon entsprechend geläufig war.

Obwohl SLOUGH FEG durch die Bank immer gute Kritiken ernten, blieb der große Durchbruch bisher aus und das wird sich vermutlich auch mit ihrem neusten Output nicht ändern.
"Ape Uprising!" rockt vergleichsweise noch einen Tacken härter als die Vorgänger, hat megamäßige Hooks und Twin Guitars, von Doom bis Speed, Celtic bis Old School alles zu bieten was das Herz eines True Metallers begehrt, aber irgendwie fehlt das gewisse Etwas, die Songs klingen unfertig, überhastet, altbacken, es fehlt eine gestandene Produktion. Nicht das wir uns falsch verstehen, das Album rockt wie Sau, der Sound ist fett und knallt ordentlich, aber es hapert meines Erachtens am Feintuning.

Mike Scalzi ist ein Verfechter des epischen Formats mit vielen komplizierten Breaks, Tempi- und/oder Stilwechsel, dazu liebt er keltische Hooks und tiefgründige Prosa, eigentlich beste Voraussetzungen und in guten Momenten kann er seinen hohen Ansprüchen auch durchaus gerecht werden. Wie er jedoch selber anmerkt, legt er wenig Wert auf Produktion oder Coverart, ihm ist es auch im Grunde egal, ob die Leute seine CDs kaufen oder illegal downloaden, Hauptsache sie kommen danach in seine Konzerte.
Er nennt u. a. BLACK SABBATH, IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST oder THIN LIZZY als Einflüsse und die kann man auch problemlos heraushören, insbesondere das überlange Titelstück hat von allem etwas, sogar ein wenig SAVATAGE und RIOT Flair, trotzdem wird wohl kein Song den Platz auf meiner persönlichen Jahresauswahl finden, im Gegensatz z. B. zu früheren Granaten wie Hiberno Latin Invasion von "Atavism".

Das mag allerdings jeder anders beurteilen, insofern ist reinhören unbedingt Pflicht und SLOUGH FEG halten auf ihrer Website sowie auf MySpace ein sattes Pfund dazu bereit.

Ralf Frank, (Artikelliste), 09.06.2009