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Snakes & Arrows
Snakes & Arrows, Warner Music 2007
Geddy Lee Bass, Vocals
Alex Lifeson Guitars, Mandolin, Bouzouki
Neal Peart Drums, Percussion
Produziert von: Nick Raskulinecz & Rush Länge: 62 Min 50 Sek Medium: CD
1. Far Cry (5:18)8. Hope (2:02)
2. Armor And Sword (6:36)9. Faithless (5:31)
3. Workin' Them Angels (4:46)10. Bravest Face (5:11)
4. The Larger Bowl (4:07)11. Good News First (4:51)
5. Spindrift (5:23)12. Malignant Narcissism (2:17)
6. The Main Monkey Business (6:01)13. We Hold On (4:12)
7. The Way The Wind Blows (6:28)

Fünf Jahre mussten Fans auf den neusten Silberling von RUSH warten. "Snakes & Arrows" ist, neben zahllosen Live Outputs, mittlerweile das 18. Studioalbum des kanadischen Power Rock Trios mit der Prog Attitüde und dem Hang zu eingängigen Harmonien, die nunmehr seit über drei Dekaden die Rock Szene hüben wie drüben aufmischen.

Mit dem Albumtitel ging Neal Peart bereits seit längerem schwanger. Eigentlich setzt er sich aus Hamlets "Slings And Arrows" und dem Kinderspiel "Snakes And Ladders" zusammen, wobei Peart zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnte, dass letzteres aus der britischen Kolonialherrschaft der Briten in Indien stammt und auf einem viel älteren, nämlich über 2000 Jahre alten buddhistischen Spiel namens "The Game of Self Knowledge" beruht, welches auch bekannt ist als "The Game of Karma" und tatsächlich auch als "The Game of Snakes and Arrows". Als Peart dies herausfand, war er gleich so begeistert, dass er seine Mitstreiter überzeugen konnte, das künstlerisch aufwendige Spielbrett des Spiels auch als Albumcover zu verwenden. Gleichwohl schlägt er damit eine Brücke zu früheren Alben, deren Cover auch Spielkarten oder Würfel zieren.

Mit Nick "Booujze" Raskulinecz holte man sich einen Grammy-Gewinner als Produzenten ins Boot, der aus den noch recht rohen, in Geddy Lees Homestudio entstandenen Songs, feinstes Musikwerk herausarbeiten sollte. "Es begeisterte mich besonders festzustellen, dass sie anders waren als alles, was wir vorher gemacht hatten - frisch und lebhaft, aber trotzdem in tiefer liegenden musikalischen Zügen verwurzelt" schwärmt Peart von dem Ergebnis und tatsächlich ist das Album ein wenig back to the roots, geprägt von frühsten Einflüssen aus der Zeit, als RUSH noch als Coverband unterwegs war. Laut Peart lebt der Geist der 60er in den neuen Songs weiter und so hört man z.B. in The Way The Wind Blows ungewohnte Blueselemente oder findet mit The Main Monkey Business einen traditionellen Instrumentaltrack wie aus Zeiten von "2112", das akustische Hope dagegen erinnert ein wenig an LED ZEPPELIN.

Das Album ist insgesamt wieder mehr gitarrenorientiert als diverse Vorgänger, die ihr Heil in verspielten Keyboards zu finden hofften, was ihnen ein Teil der Fans leicht übel genommen hatte und die sich über den neuen/alten Stil sicherlich freuen werden. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Fans, die diese nun vermissen, aber keine Sorge, auch der harmoniebedürftige, prog poppig angehauchte Vertreter wird u.a. mit der Singleauskopplung Far Cry oder dem Ohrwurm The Larger Bowl bestens bedient. Überhaupt sind es die Harmonien und die stimmliche Interpretation Geddy Lees, die zuerst die Aufmerksamkeit des Hörers finden, die zum Teil verzwickteren Arrangements bedürfen dagegen mehrer Hördurchgänge, bis sie sich einem erschließen.
Aber nicht, dass wir uns falsch verstehen, "Snakes & Arrows" ist im Grunde ein recht geradliniges, hard rockendes Album und wird vielerorts bereits als das beste RUSH Album seit Jahren gelobhudelt, nicht von ungefähr hat es sich in USA knapp 93.000mal innerhalb der ersten Woche verkauft und landet damit auf Platz 3 der Top 200 Billboard Charts.

Abschließend sei noch die neu gestaltete RUSH Homepage erwähnt, die neben einem Albumplayer, Lyriks, Produktionsanekdoten, Graphiken und sonstigen Downloads noch viele interessante Infos rund um das Album bereit hält, ein Besuch ist eigentlich Pflicht.
In diesem Sinne.

Ralf Frank, (Artikelliste), 11.05.2007