Link Homepage:
Offizielle Magnum Homepage
Link Myspace:
Magnum @ Myspace
Link Plattenfirma:
Steamhammer/SPV
Link Promo:
Pirate Smile
Link Kaufen:
www.amazon.de
The Visitation
Magnum
The Visitation, Steamhammer/SPV, 2011
Bob CatleyVocals
Tony ClarkinGuitar
Mark StanwayKeyboards
Al BarrowBass
Harry JamesDrums
Produziert von: Tony Clarkin Länge: 57 Min 06 Sek Medium: CD
01. Black Skies06. The Last Frontier
02. Doors To Nowhere07. Freedom Day
03. The Visitation08. Mother Nature's Final Dance
04. Wild Angels09. Midnight Kings
05. Spin Like A Wheel10. Tonight's The Night

Logo Magnum

Ich kann und will es nicht verhehlen. MAGNUM aus Birmingham sind schon lange eine meiner absoluten Lieblingsformationen in Sachen Melodic Hard Rock. Ich habe etliche ihrer Platten und Videos. Außerdem konnte ich sie schon mehrfach auf der Bühne erleben.
Mitte dieses Monats wird mit “The Visitation“ das nächste Studioalbum der Briten erscheinen. Einige Hooked on Music-Redakteure haben vorab schon mal für Euch reingehört.

Wie wohl für die allermeisten Veröffentlichungen der Briten, gilt auch für diese hier das 1957er Wahlkampfmotto von Konrad Adenauer: “Keine Experimente!“. Wozu sollten die auch gut sein, wenn man das Songschreibertalent eines Tony Clarkin besitzt? Der Mann hat es einfach drauf, melodische, oft sogar eingängige Melodien nur so aus dem Handgelenk zu schütteln. Dabei verzichtet er Gottlob auch diesmal wieder weitestgehend auf billigen Schmalz, sondern bewegt sich in den gewohnten Fahrwassern des, mit Pathos, Bombast und auch Drama gepaarten Melodic Hard Rock. Wobei sämtliche hier vertretenen Tracks sofort ins Ohr gehen. Aber eben mit Niveau, wohlgemerkt.
Die Mischung aus hartem und weichem Stoff stimmt. Dadurch wartet “The Visitation“ auch ohne Versuchsanordnungen im Aufnahmestudio mit genügend Abwechslung auf, um den Zuhörer am Skippen oder gar dem vorzeitigen Ausstieg zu hindern. Die aussagekräftigen und teilweise kritischen Texte sind ein zusätzlicher Grund, sich alle Titel anzuhören.
Die Leistungen der Instrumentalisten (Clarkin soliert mehrfach, dass es nur so eine Freude ist) sind durch die Bank ohne Einschränkung als hervorragend einzustufen. Der gute Bob Catley wirkt, trotz einiger heiserer oder auch kratziger Momente, insgesamt ziemlich gut bei Stimme und bewältigt seinen Job in bewundernswerter Manier. Eben ein Profi durch und durch. Meine Topfavoriten sind ganz klar die folgenden Kompositionen: Wild Angels, Spin Like A Wheel, Freedom Day (Thema: Persönliche Freiheit), Mother Nature’s Final Dance (Thema: Umweltzerstörung), Midnight Kings und Tonight’s The Night.

Ich kann nur ein rundherum positives Fazit ziehen. Mit “The Visitation“ beweist das kongeniale Duo Clarkin/Catley einmal mehr nachhaltig, dass es sich, nach der mehrjährigen Auszeit, längst wieder als entscheidender Impulsgeber und unverzichtbarer Qualitätsgarant der Marke MAGNUM etabliert hat. Mark Stanways, Al Barrows und Harry James’ bravouröse Unterstützung hilft den beiden ungemein dabei, diesen Status nicht einzubüßen. In diesen Aufnahmen steckt jede Menge Herzblut und viel, viel Leidenschaft aller daran Beteiligten. MAGNUM-Fans müssen unbedingt zugreifen. Auch die Freunde des gepflegten Melodic Hard Rock mit viel Gefühl und mitreißenden Rhythmen liegen hier auf gar keinen Fall falsch. Beide Daumen hoch!

Neben der hier besprochenen Standardversion im Jewel Case, werden noch eine limitierte Edition in Digipak und Schuber mit einer DVD als Bonus, sowie eine doppelte LP in gelbem Vinyl mit Klappcover herauskommen. Zusätzlich wird “The Visitation“ zum Download angeboten werden.

Im März und April sind MAGNUM anlässlich der Veröffentlichung von “The Visitation“ in Deutschland auf Tour und machen währenddessen auch einen kurzen Abstecher in die Schweiz (siehe unten).

Michael Koenig, (Artikelliste), 08.01.2011

Für meinen Geschmack war MAGNUM in der Hochphase des NWOBHM bzw. des Metal im Allgemeinen einfach zu seicht und zu schwülstig, ok, Kingdom Of Madness durfte auch damals schon auf keiner Fete fehlen. Das änderte sich schlagartig mit dem Jahrtausendwerk "On A Storyteller's Night", nicht dass man jetzt die Luftgitarre auspacken musste, aber die Kompositionen waren einfach überwältigend, auch beinharte Headbanger konnten sich dem nicht entziehen.

Seitdem begleitet mich die Band in schöner Regelmäßigkeit durch die Zeit, von einer kleinen kreativen Pause um die Jahrtausendwende einmal abgesehen. Ein Album für die Ewigkeit mit einer derartigen Häufung von Klassikern schreibt man vermutlich nur einmal in seiner Karriere, trotzdem könnte man aus jedem Album sicherlich ein bis zwei Songs extrahieren und zu einem ähnlichen Meisterwerk zusammenstellen, auch auf ihrem neusten Opus finden sich solche Songs, vornehmlich in der zweiten Hälfte des Albums, nachdem man dort doch recht gemächlich und fast poppig aus den Hufen kam.
Spin Like A Wheel, Mother Nature’s Final Dance, Midnight Kings und besonders Freedom Day sind solche Songs, Letzterer sicherlich das Highlight des Albums und mit dem Zeug zum Klassiker ausgestattet. Leider kann der Rest des Albums das Niveau nur Ansatzweise halten und verirrt sich auch schon mal in für MAGNUM eigentlich ungewohnte Banalitäten.

Fazit: Kein Meilenstein aber durchaus solider Melodic Rock mit Höhen und Tiefen, für Fans sicherlich kein Fehlkauf, Neueinsteiger greifen aber besser zu früheren Meisterwerken.

Ralf Frank, (Artikelliste), 10.01.2011

Ja hallo, was ist denn da los? Machen MAGNUM jetzt einen auf hart und düster. Aber nein, das ist nur der Opener des aktuellen Werkes “The Visitation“, der mit schweren Riffs, half-time Feel auf dem Schlagzeug und düster-atmosphärischen Keyboards das Ende der Welt heraufbeschwört.
Black Skies heißt das gute Stück und zeigt den anderen alternden Rock-Bands da draußen gleich mal, wo der Hammer hängt und wie man als Edel-Rocker eben auch noch klingen darf. Und wenn man so loslegt, kann man doch mit Doors To Nowhere ja auch gleich noch einen wieder rockigen Top-Ohrenschmeichler nachschieben.

Spätestens da sollte klar sein, dass “The Visitation“ ein absolut überzeugendes und gelungenes Album geworden ist, auch wenn es Bob Catley und Co. anschließend wieder etwas gediegener – aber nicht schwächer - angehen lassen. “The Visitation“ hat auf jeden Fall mehr Biss als zum Beispiel das letzte FOREIGNER-Werk und auch mehr Ohrwürmer zu bieten. Zudem gefällt mir persönlich, dass hier der Balladen-Anteil deutlich geringer ist als bei Mick Jones und Co. Von Altersschwäche oder Milde ist bei MAGNUM nichts zu spüren.
Sicher ein Klassiker à la “On A Storyteller’s Night“ ist “The Visitation“ vielleicht nicht, aber allzu weit dahinter reiht es sich auch nicht ein.

Marc Langels, (Artikelliste), 12.01.2011

"The Visitation" ist die überzeugendste MAGNUM-Veröffentlichung dieses Jahrhunderts. Klar, schlecht waren auch die anderen vier Alben seit der Reunion nicht, aber an die ganz großen Zeiten konnten die Briten nicht mehr anknüpfen.

Bei der neuen Scheibe ist das anders. "The Visitation" ist etwas härter als seine Vorgänger. Tony Clarkins Gitarre wird deutlicher ins Zentrum gestellt. Gleichzeitig sorgen detailverliebte Arrangements für mehr Dynamik. Es ist auffällig, wie immer wieder einzelne Instrumente zurückgenommen werden, um Raum für die Mitspieler zu schaffen. So kann Keyboarder Mark Stanway einige Passagen mit Gänsehautfaktor einstreuen, während die Rhythmussection im Gegenzug kraftvolle Steigerungen einleitet. Auch Sänger Bob Catley wird ein ums andere Male alleine gelassen und kann so seine immer noch starke Stimme noch besser zur Geltung bringen.

Ohne das großartige Songwriting wäre das aber alles nichts wert. Fünf oder sechs Songs haben das Zeug zum Klassiker. Anhänger der episch-bombastischen Seite kommen beim überragenden Opener Black Skies oder dem Titelsong voll auf ihre Kosten. Wild Angels dagegen knüpft nahtlos an die schlichten, eingängigen Rocksongs der Marke Start Talking Love an. Lediglich die Balladen haben MAGNUM schon ergreifender hinbekommen.
"The Visitation" bietet eine Rückbesinnung auf alte Tugenden und ist quasi der lang erwartete legitime "Wings Of Heaven"-Nachfolger, mit unüberhörbarer Annäherung an "On A Storyteller's Night".

Martin Schneider, (Artikelliste), 13.01.2011

Hier sind sie zu hören und zu sehen:
11.03. D-Berlin – Fritz Club (im Postbahnhof)
12.03. D-Leipzig – Hellraiser
15.03. D-München – Ampere
16.03. D-Nürnberg – Hirsch
18.03. D-Mannheim – Capitol
19.03. D-Memmingen – Kaminwerk
21.03. CH-Pratteln – Z7
22.03. D-Freiburg – Jazzhaus
23.03. D-Bochum – Matrix
25.03. D-Aschaffenburg – Colos-Saal
26.03. D-Winterbach – Lehenbachhalle
27.03. D-Köln – Kantine
29.03. D-Würzburg – Posthalle
31.03. D-Hamburg – Fabrik
01.04. D-Osnabrück – Rosenhof
02.04. D-Worpswede – Music Hall
04.04. D-Saarbrücken – Garage.